Zitat von Zugaste:Also ich muss schon sagen, dass ich mich auch selbst dabei ertappe, dass es Konstellationen gibt hier, wo ich denke: Joa, dass der/die da in eine Affäre geraten ist... Sehr gut nachvollziehbar!
Trotzdem nicht gut, aber verständlich.
Eben. Es gibt einfach viel zu viele Konstellationen, dass es regelrecht dumm ist, Allgemeingültigkeiten finden zu wollen.
Es gibt auf beiden Seiten "Schwarze Schafe".
Mir geht es hier um Meinungen, Sichtweisen und Wahrnehmungen. Da ist es mir total Hupe, ob die von einer AF oder von einer EF kommen.
Mein ganz persönliches Ding ist, dass ich mich und meine Bedürfnisse nicht geachtet habe. Entgegen Ahnungen und Befürchtungen gehandelt habe. Das wird meine lebenslange Baustelle bleiben.
Ich wiederhole mich: Ich hätte mir nie einen "vergebenen" Mann an Land gezogen, wenn der klar gesagt hätte, dass er sich niemals trennt und nur eine Affäre möchte. Kinder spielten bei ihm keine Rolle, er hat keine und wenn wären die lange erwachsen. Einen Trauschein gab es bei ihm nicht, nicht mal gemeinsames Vermögen mit seiner LG. Lange bevor wir was miteinander "anfingen" ließ er klar durchblicken, dass er in seiner Beziehung nicht glücklich ist und bereits eine kurze Affäre hatte.
Ich frage mich wo ich da eine "Teilschuld" trage? Nur mir gegenüber. Ich habe die Nähe gesucht, die mir in meiner Ehe verlorengegangen war. Ich war bedürftig...hochgradig. Hatte zwei Todesfälle von sehr nahestehenden Menschen in kurzer Zeit zu verarbeiten. Bei ihm habe ich damals alles gefunden. Ich fühlte mich so dermaßen angekommen, dass es schon fast unheimlich war. Ihm ging es auch so. Ich habe ihm einfach geglaubt. Das war mein Fehler. Zu lange eben und den Absprung zur rechten Zeit nicht gefunden.
Für mich gibt es nichts mehr zu Reflektieren. Ich hab das jetzt so lange "durchreflektiert", dass mir die GEschichte aus den Ohren hängt. Am Ende hat er mir sein "böses Gesicht" gezeigt. Mich letzte Woche angeschrien. Das es meine Schuld sei, dass aus uns nicht geworden sei....ich hätte (O.Ton) "meine blöde Schnauze" ja nicht halten können und ständig auf klare Verhältnisse gepocht. (Ja, nach 1,5 Jahre Affäre!) Er sei sicher, dass seine Beziehung sich mit der Zeit totgelaufen hätte und wir glücklich geworden wären. Aber ich habe ja keine Geduld gehabt.
Das war sein Ernst. Nachdem ich 1,5 Jahre seine Geliebte war, habe ich zum ersten Mal geräuspert, dass ich das so nicht mehr kann und will....und bin deutlicher geworden. Dass ich mich da schon emotional total demontiert hatte, hat er nicht sehen wollen.
Ja, meine Schuld.
Ich hätte eher das viel viel früher beenden sollen.
Wir haben uns beide damit kaputt gemacht.
Seine Beziehung geht weiter wie bisher. Es ist alles so wie immer. Sagte er. Gewohnheit. Sie hat ihm den "kleinen Ausrutscher" verziehen. Umsorgt ihn, kocht sein Essen etc. pp.
Das diese Geschichte fast 5 Jahre parallel ging, weiß sie nicht.
Das er mir die Ohren vollheult, weiß sie nicht.
Das er mich immer noch als Affäre will, weiß sie nicht.
Das sich sein Leben falsch für ihn anfühlt, weiß sie nicht.
Wie er mit ihr lebt...weiß ich nicht.
Er belügt sich selbst. Widerspricht sich mit jedem Satz.
Ich bin durch soweit mit ihm.
Narben bleiben. Vergessen werde ich das nie.