Vielen Dank für deine Antwort @Kaetzchen

- so klingt das plausibel.
Meinst du, es hat mit Selbstwerterhöhung zu tun?
Also, dass er für sie so viel "besser" war, als ihr Mann - und dies seinen Selbstwert so erhöht hat - dass seine Geliebte hiermit ein wesentliches Bedürfnis stillen konnte?
Das würde Sinn machen - sein Selbstwert war auch völlig zerstört, als ich ihn kennengelernt habe.
Nachdem wir eine Weile zusammen waren, hat er sich sehr selbstbewusst gefühlt. Zum Ende hin, war er wie verwandelt - richtiggehend arrogant.
Ich frage mich natürlich, was ich dazu beigetragen habe. Wo ich mich falsch verhalten habe.
Hab ihn geliebt. Wollte das Alles einfach nicht wahrhaben, dass man Andere so benutzen kann, konnte das nicht verstehen.
Ich denke auch, dass es eine immense Kränkung für ihn war, weil seine Ex (?) - Geliebte ihn nur für das Eine, aber nicht als Partner wollte.
Als er krank wurde und für ihre Bedürfnisse nicht mehr "leistungsfähig" genug war, hat sie ihn - laut seinen Erzählungen - von einem Tag auf den anderen fallenlassen.
Trotzdem - hat er sie geliebt - und immer gehofft glaube ich.
Wahrscheinlich hofft er noch lange...
Ich wusste, dass ein Partner, der erst kürzlich eine Scheidung hatte, seine Schwierigkeiten haben wird... aber auf eine Ex (?) - Geliebte war ich nicht gefasst.
Lange Zeit gab es nicht nur die Geliebte - es gab ja auch noch die Ex - Frau, mit der Vieles nicht geklärt war.
Ich war so beschäftigt damit, ihm zur Seite zu stehen, dass ich nicht sehen konnte, dass ich offenbar nur die Rolle des hilfreichen Dummchens zu spielen hatte.
Für diese Frau muss es eine Genugtuung sein, dass er ihr so treu ergeben ist.
Sehr lange Zeit konnte ich seinen Worten glauben - aber als er die Sache mit unserem gemeinsamen Haus so gedreht hat, dass ich dort nur "Untermieterin" gewesen wäre, ist mir endlich doch noch ein Licht aufgegangen.
Ich kann nur noch den Kopf schütteln über all das.
Aber es ist gut, zumindest jetzt die Wahrheit sehen zu können - denn ich habe bereits vorher schon versucht, mich aus dieser Beziehung zu lösen und habe es nicht geschafft, weil ich seinen Beteuerungen wieder geglaubt habe.
"Eine Enttäuschung ist was Gutes. Außer man zieht es vor, in einer Illusion zu leben."
Trotzdem tut es sehr weh - mein Herz wird noch Zeit brauchen, auch, wenn der Verstand längst weiß, was richtig ist.
