Zitat von frischgeföhnt:@Helgehe
Das kann ich. Besser als du vielleicht glaubst.
Ich dachte nicht dass du auf eine Reaktion von mir wartest.
Du kannst leben wie du möchtest. Deine Entscheidung. Dein Lebensentwurf. Er hat mit mir und meinem Leben nichts zu tun, deshalb muss ich mich damit auch nicht auseinandersetzen. Damit hat sich die Frage nach Ablehnung oder Akzeptanz hoffentlich beantwortet.
Mach doch und gutes Gelingen für euch beide.
Ob ich etwas kategorisch ablehne?
Klar. Alles, was meine Grenzen verletzt. Meine Grenzen wiederum bestimme ich alleine.
Ach ja. und selten ist eure Geschichte der Eherettung keineswegs. Eher das übliche.
Naja, das Übliche ist es nach Statistiken nicht.
Bei fremdgehenden Männern schon, die entscheiden sich meistens für das 'Alte'.
Bei Frauen ist es aber anders. Über 60 % trennen sich für ihren AP.
Sind wohl eher gefühlsgesteuert als rational (wie die meisten Männer).
Meine Frau hat wohl einige männliche Hormone zuviel und ich weibliche.
Deswegen die Entscheidung für mich (rational) und mein langes Leiden (Gefühlsprobleme).
Vielleicht war ihr AP auch nicht so toll, dass sie mich für den verlassen hätte.
Wenn man das nach über 1 Jahr noch nicht entscheiden wollte, waren es sicher nur die kurzen Auszeiten, die sie genossen hatte, die ihr gut taten. Es hat eben nicht für mehr gereicht.
Auch erschreckend für mich, diese Erkenntnis. Wäre der 'Perfekte' gekommen (was man ja aber vor dem gemeinsam Leben auch nicht weiß), hätte sie sich vermutlich getrennt.
So war es eben 'nur' ein Weckruf für die Beziehung - nur so kann ich es sehen, wenn wir eine glückliche Zukunft haben wollen. Es ist für sie leichter, als für mich - klar! Aber ich habe diese Entscheidung getroffen - wie schwer das werden kann, hatte ich damals nicht geahnt!
Und meine Frau weiss das auch. Sie sagte: Hättest du vorher gewusst, wie sehr dich das belastet, wieviel Kraft dich das kostet, hättest du mich verlassen!
Im Nachhinein - JA, gebe ich zu. Aber ich sah keinen anderen Weg damals, habe nun soooo viel investiert in die Ehe, dass es Blödsinn wäre, jetzt alles wegzuwerfen - auch, weil sich meine Frau alle Mühe gibt, viel Geduld mit mir aufbringen musste, manchmal immer noch.
Aber wir haben uns für diesen Weg entschieden, beide - und es wird ja immer besser.
Hätte ich nicht manchmal noch Kopfkino, Angst davor, dass ihr (und mir dadurch) sowas nochmal passiert, wäre es perfekt.
Wir sind uns näher heute, als viele Jahre zuvor - bis auf meine Schweissausbrüche, nicht steuerbar, wenn mein Innerstes sich gegen die Beziehung wehrt, unkontrollierbar, aus heiterem Himmel.
Denke mal, dass mein Selbstschutzprogramm heute viel zu früh anschlägt, weil es damals komplett versagt hatte, es nicht's mitbekommen hatte!
Ist alles Charaktersache, denke ich.
Wir haben so viele Gemeinsamkeiten, Interessen, passen fast perfekt zusammen - da lohnt sich kämpfen eben, von Beiden!