Zitat von Binaneu:Es ist doch ein Unterschied, ob man bereit ist, die Verantwortung für sich selbst oder für die Ehe des Am zu übernehmen.
Für sich selbst, trägt letztlich jede AF die Verantwortung, und das tun hier letztlich auch alle ( was nicht heißt, dass der Am keine Verantwortung trägt, bzw unschuldig ist).
Für die Ehe des Am trägt er die Verantwortung.
Wenn ich den Am schon liebe, wenn ich erfahre, wie die wahren Sachverhalte sind ( und das kann auch einfach sein, dass die Ehe nicht so am Ende ist, wie er behauptet hat), dann kann ich als AF doch auch hoffen, er entscheidet sich für mich.
Muss ihn nicht aufgeben.
Ich kann ihn auffordern, Klarheit zu schaffen ( das tun wohl alle), aber die Umsetzung liegt an ihm.
Die Geduld, Zeitdauer der Umsetzung, ist bei jeder unterschiedlich.
Für mich ist es so, wenn zwei Frauen diesen Am lieben, dann hat keine mehr Recht auf ihn.
Menschen kann man nicht besitzen.
Es ist Verantwortung des Am sich so schnell wie möglich zu entscheiden, nicht Verantwortung der AF.
Sicher weiß die AF , dass die Ef leiden wird, wenn sie davon erfährt.
Aber die AF leidet auch.
Ich würde da niemandens Schmerz höher wiegen.
Es kann ja theoretisch sein, die AF liebt ihn viel mehr und leidet mehr.
Kann man dann erwarten, die Ef tritt freiwillig zurück?
Nein!
Wie gesagt, Menschen gehören nicht!
Der Am muss sich entscheiden.
Das ist seine Verantwortung.
Dass sie es oft nicht tun, ist weder der einen, noch der anderen Frau anzukreiden.
Der Fall, dass AF mit EF befreundet ist...
Da wäre der EM bei mir von vornherein ein Nogo.
Das ist aber wohl eher selten der Fall!
Da würde ich, selbst wenn ich verliebt wäre, vorher Klärung verlangen, bzw selbst dann
wahrscheinlich aus Loyalität erstmal nichts beginnen.
@ Binaneu
die Verantwortung, wer wann was zu entscheiden hat, wird doch stets hin und her geschoben.
In einer Affäre gibt es die "klare Kante" leider nicht, auf die auch Verlass sein könnte. Beide
AP haben die Möglichkeit, JEDERZEIT zu "beenden"....auch wenn "klare Kante" signalisiert
war. Eine Affäre ist die loseste "Verbindung" zwischen zwei Menschen - weil BEIDE jederzeit
die Option der "Kündigung" haben....egal was an Verliebtheit, Gefühlen, Emotionen eingebracht
wurde.
Wie krachend eine Affäre enden kann, hast du selbst erfahren müssen. Anspruch und Wirklichkeit
klafften auseinander....und es spielte wohl keine Rolle, wie du zu dem geschiedenen Mann
standest/stehst. wie der FREIE Mann zu seiner geschiedenen Frau stand/steht... und vor allem -
wie du zur EF stehst. Dein "Ansprechpartner" wäre der Mann.... nicht dessen Frau. Der Mann
hat das zu regeln, was es im Umgang mit seiner Frau (noch) zu regeln, bzw. wieder zu regeln
gibt....nicht du! Du bist in der passiven Rolle, kannst nicht eingreifen...
...und der (vermeintlich) freie Mann, weil ja geschieden, lässt nicht zu, aus seiner ("zu Hause")-Position etwas Neues - mit DIR - entstehen zu lassen. Du weist am besten, warum es so ist, wie
es geworden ist...und da liegt auch DEIN Anteil, warum es so ist, wie es geworden ist.
Liebe bringt sehr viel Freude. Liebe bringt allerdings auch Bürde mit sich, wenn ....
Liebe bringt dann auch Leid mit sich, weil....
Und wenn erwartete Liebe nicht adäquat gegeben wird/ist - ist das überhaupt möglich? - kommt
es zu enttäuschten Erwartungshaltungen, was u. U. den Baum erst richtig "lodern" lässt.
Es geht nicht darum, was "die/der Andere" einbringt, zurückgibt, zurückzugeben in der Lage ist.
Es geht darum, dass die/der Andere ggf. nicht das einbringt, nicht zurückgibt, nicht zurückgeben KANN, weil sie/er sich ggf. erdrückt, eingeengt, "bevormundet", vereinnahmt sieht.
Und... zu GEBEN bedeutet nicht, dass GLEICHES zurückgegeben wird. Das darf eine Hoffnung
sein...aber niemals eine Erwartung werden