Anker17
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wurde vor 3 Wochen von meiner Partnerin verlassen. Sie sagte mir, dass Sie mit sich selbst nicht im reinen ist und sich innerlich angespannt fühlt, wenn ich da bin. Sie könne mir nicht das Geben, was ich möchte. Dazu muss mann sagen, dass ihre Mutter Krank ist, sie Arbeitet und sich nebenbei weiterbildet und kürzlich einen kleinen Welpen geholt hat. Rational gesehen denke ich einfach, dass sie damit überfordert war, da auch noch eine Beziehung zu pflegen. Sie ist auch erst 18, vielleicht fehlt ihr da auch noch ein wenig die Reife. (Ich bin 21)
Leider habe ich nach der Trennung im Internet verschiedene Artikel gelesen, da ich den Fehler seitdem ununterbrochen bei mir suche. Ein Artikel der "Welt" namens "Warum netten Männern die Frauen weglaufen" beschäftigt sich unter anderem damit, dass "über-investieren" der Beziehung schadet. Dieser Artikel beschäftigt mich seit 2 Wochen innerlich. Ich finde mich in Ansätzen dort wieder. Ich hatte am Ende alles für Sie gegeben, ihr nach der Arbeit Blumen gebracht und ähnliches. (Es kriselte schon) Der Artikel lässt mich an meinen gesamten sozialen Kompetenzen zweifeln. Der Artikel schreibt, dass "Geben" oder "investieren" nur den bindet, der gibt. Zu viel Geben würde eher bedrängen. Das zu viele Aufmerksamkeiten und Annehmlichkeiten bedrängen können, kann ich nachvollziehen. Aber die Aussage, dass Geben generell nur den bindet, welcher gibt, finde ich verstörend. Wenn ich Gebe, sei es eine Geste oder auch mal eine kleine Aufmerksamkeit (Geschenk) möchte ich damit ja unsere Beziehung stärken. Klar, eine Beziehung sollte ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Geben und Nehmen sein, somit gibt ja jeder. Finde es aber irgendwie trotzdem krass, dass man sich laut dem Artikel nur in dem Moment des Gebens binden soll. Wenn derjenige das, was ich Gebe, annehmen kann und will, weil er sich genau das wünscht, dann stärkt sich doch unsere Bindung gleichermaßen oder nicht? Mir ist natürlich klar, dass nur durch geben keine Beziehung entsteht. (Siehe z.B Stalker - Gestalkter). Aber wenn beide die Beziehung, oder auch als anderes Beispiel Freundschaft möchten, dann stärkt doch der Akt des Gebens die Beziehung und die Bindung auf beiden Seiten, oder nicht?
Wäre cool wenn ihr mir da meine Gedanken nochmal ordnen könntet. Rational weiß ich, dass es so ist aber der Artikel verunsichert mich sehr. Habe schon fast das Gefühl es ist eine Art Zwangsgedanke geworden.
Sehe den Sinn des Gebens nicht mehr, aber ohne investieren und Geben ist eine zwischenmenschliche Beziehung doch unmöglich.
Danke euch!