Pippi-Lotta
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Mir geht's so richtig schlecht, aber ich habe auch niemanden, mit dem ich darüber sprechen kann, denn die Trennung ist schon ein Jahr her. Und nach dieser Zeit glaubt ja eh keiner mehr, dass man immer noch unter der Trennung leidet.
Meinen Freunden brauche ich da nicht kommen, die sagen auch bloß immer wieder, dass es wieder wird
und Zeit heilt alle Wunden usw. - halt das übliche blabla, das man natürlich nicht hören will.
Aber wer es nicht selbst erlebt hat, weiß nicht, wie sich das anfühlt.
Gestern war wieder so ein richtig blöder Abend. Da mein Ex auch noch im Haus nebenan wohnt, kriege ich natürlich mit, wann er wegfährt und wieder kommt. Der ist gestern um 21 Uhr noch weg - hallo, wo will er um diese Zeit noch hin? Ich habe dann bis Mitternacht gewartet, ob er wieder kommt, aber Pustekuchen. Da war mir klar, dass jemand anderes im Spiel ist. Aber der Gedanke macht mich total krank, habe nur geraucht und in der Kälte am Balkon gesessen und gewartet. Ich will das aber nicht mehr, das geht mir zu sehr an die Substanz. Wenn ich nur wüsste, wie ich das abstellen könnte.
Nach einem Jahr müsste doch der größte Schmerz mal vorbei sein, aber ich habe das Gefühl, es wird immer schlimmer. Vielleicht ist es echt nur verletzter Stolz, denn ich will ihn eigentlich ja nicht wiederhaben. War eine sehr anstrengende Beziehung, auch immer mit Pausen (sagt eigentlich schon alles) und nach 11 Jahren war dann halt Ende. Mich hat ja auch wirklich viel an ihm gestört, also sollte ich doch froh sein, dass ich mich NICHT mehr damit rumschlagen muss.
Warum hängt man denn immer so an Beziehungen, die eigentlich keine richtigen waren?


