Hallo Dariaaa,
meine ausführliche Geschichte steht hier:
https://www.trennungsschmerzen.de/ich-gl ... 15106.html
falls es interessiert.
Wie das Ende meiner Meinung nach seinen Anfang nahm, habe ich mir hier:
https://www.trennungsschmerzen.de/liebst ... 15114.html
von der Seele geschrieben.
Wie jetzt die Trennung abgelaufen ist, habe ich, glaube ich noch nicht so richtig klar dargelegt.
Da heut Mittwoch ist, ist es ziemlich leicht, den Zeitstrahl zu ziehen.
Wir waren seit dem 31.01.2013 ein Paar.
Vor genau drei Wochen, habe ich sie abends angesprochen, weil mir aufgefallen war, dass irgendwas komisch ist. An diesem Abend hörte ich die antimagischen Worte. Wir waren beide furchtbar ratlos. Aber wir verblieben mit: Ich fahr am nächsten Morgen nach Hause und sie meldet sich, wenn sie was weiß.
Mit so einer unklaren, nicht definierten Aussage kann ich aber nicht umgehen, hab mir tagelang das Hirn zermartert, deswegen suchte ich am Sonntag am Telefon das Gespräch. Es eskalierte ziemlich, weil wir beide aufgewühlt waren. Verletzungen (die Ersten, die mir im Laufe unserer Beziehung bewusst sind) wurden ausgetauscht.
Am Mittwoch danach dann, also vor genau zwei Wochen, kam sie zu mir und wir sprachen uns aus. Ich habe wirklich viel hören dürfen. Und dann habe ICH den Schlussstrich gezogen. Ich wer derjenige, der als Einziger ausgesprochen hat: "Ich will diese Beziehung nicht mehr." Natürlich nicht, ohne direkt einen Neuanfang zu wollen, alles besser zu machen. Aber dem musste sich sich sperren. Ist mir heut auch klar.
Da stehen dann eben ihre mangelnden Gefühle im Weg...
Ich bin dann erstmal ein paar Tage weg, zu meiner Mama und habe derweilen viel reflektiert. Ich hab gesehen, wie groß die Diskrepanz zwischen unseren Gefühlen war und wir uns durch das klassische Verhalten (über das man ja hier auch überall lesen kann) immer weiter entfernt haben. Ich war irgendwann einfach nur noch ein Klammeraffe... Außer arbeiten und sie belagern und mit Liebe zu ersticken habe ich nichts mehr gemacht und sie hat nur noch erduldet und krampfhaft versucht, sich mit mir wohl zu fühlen...
Vor einer Woche habe ich ihr dann eine "Abschluss-E-Mail" geschrieben, wo meine ganzen Selbsterkenntnisse drin stehen und ihr gesagt, dass ich so mit uns abschließen kann. Stimmt auch. Ich brauchte diesen sauberen Schlussstrich, zu wissen: "ich habe ihr alles gesagt". Jetzt kann ich einfach vor mich hinleiden und vermissen

.
Wir haben's sofort (weil sie mich ja noch sehr mag und ich ihr wichtig bin und ich sie ja auch so viel um mich haben möchte, wie es geht) versucht auf der freundschaftlichen, belanglosen Ebene.
Aber das geht grad noch nicht. Wir können momentan nicht richtig miteinander umgehen. Darum habe ich eingeleitet, dass wir morgen unsere Sachen austauschen und dann ist erstmal Funkstille.
Ich kann zu diesem Zeitpunkt nur noch gewinnen.
Entweder ich kann sie loslassen und als Freundin behalten. Oder ich kann sie loslassen und vergessen. Oder sie kommt zu mir zurück.
Aber die Akzeptanz für die Situation und zu sehen, dass aufgrund des Verlaufs unserer Beziehung JETZT der glimpflichste Zeitpunkt für eine Trennung war, haben mir sehr geholfen.
Ich kümmer mich jetzt erstmal um mich, lecke meine Wunden und ziehe meine Erkenntnisse. Ich hoffe, sie tut das Gleiche.
Ich glaube nämlich fest daran, dass wir zusammengehören. Wir haben nicht gestritten, es war harmonisch, wir hatten sehr viel Gemeinsam aber doch auch kleine Unterschiede, so dass jeder was für sich auch hatte. Aber ich habe mich einfach völlig aufgegeben... Und dafür muss ich mir noch verzeihen. Das habe ich noch nicht geschafft.
Punkto zurückkommen habe ich noch eine kleine Anekdote von meiner Mama im Gepäck, weil alle immer sagen: "Da kommt nix mehr."
Meine Mutter erzählte mir neulich, als sie sich von meinem Vater getrennt hat (über 25 Jahre her): "Hättest Du mir auch ein Schnitzel auf den Arm legen können, so viel habe ich gefühlt, wenn er mich berührt hat."
Aber 10 Monate(!) später. Zu seinem Geburtstag, hat sie sich hingestellt und ihm einen Kuchen gebacken! zur Erklärung: Meine Mutter backt nicht. Hat sie nie und wird sie nie (Ja, ich hatte nie einen selbstgebackenen Geburtstagskuchen

)... Nur diesen EINEN Kuchen hat sie in ihrem Leben gebacken. Und hätte er zu dem Zeitpunkt nicht schon wieder eine Andere gehabt, wären sie wohl wieder zusammengekommen.
In Disney's Robin Hood heißt es so schön:"Abwesenheit steigert die Zuneigung!" "...oder die Vergesslichkeit."
Stimmt wohl, denke ich, Abstand und Geduld. Die Zeit wird es zeigen und es gibt nur EINEN Weg das herauszufinden. Ich weiß ich bin auf einem guten Weg, ich habe aus der Beziehung gelernt und entwickle mich und ich kann nur hoffen, dass sie das Gleiche tut. Dann kann alles gut werden. Für uns beide, ob einzeln oder zusammen...
Und diese Hoffnung ist es, aus der ich im Moment Kraft schöpfe.
Wie ist es denn bei Dir? Hast Du einen Thread, wo genauer drin steht, wie das alles bei Dir war/ist? Würde mich schon auch interessieren.
@ Alex:
Zitat:Ich habe es auch gespürt, wenn bei uns gerade nicht so gute Stimmung war, sie niedergeschlagen wirkte oder leise weinte. Habe dann auch versucht, mit ihr darüber zu reden, aber sie meinte nur, es hätte nichts mit mir zu tun.
Das ist auch eine Sache, die mich unendlich traurig macht. "Ich wollte Dir doch nicht weh tun", sagte sie... Aber dass der Partner einen mit einem offenen Wort und der Chance etwas zu verändern, niemals so verletzen könnte, wie aus dem "Nichts" schluss zu machen, das scheint niemand vorher zu sehen. Womit wir wieder beim nicht-wahr-haben-wollen beim Verlassenden sind...
Menschen sind halt einfach irgendwie doof.
Liebe Greetz und

,
Finkognito
PS. Bitte vielmals um Entschuldigung, ich versuche mich immer kurz zu fassen. Aber das ist eine Sache, die ich einfach nicht hinbekomme. Es sprudelt immer einfach so aus mir raus.