Zitat von thegirlnextdoor: Sich friedlich zurückziehen darf man aber.
Ja natürlich. Aber das sehe ich hier nicht.
Die beiden haben doch seit Monaten eine ziemlich enge Freundschaft gepflegt. Sie waren regelmäßig unterwegs, er hat jetzt ein paar Tage bei ihr gewohnt. Sie sind zusammen weggefahren und er hat geduscht, während sie seine Kuchen in der Mikrowelle erwärmt hat in seiner Wohnung. Was ja eher intim ist und von Vertrauen zeugt.
Dass sie etwas von ihm wollte konnte er, zwei Jahre nach dem sie ihm das gesagt hat, möglicherweise annehmen, aber vielleicht hat er es auch nicht gemerkt.
Dann wollten sie zusammen wegfahren. Er hat abgesagt, weil er offensichtlich die Chance hatte alte Freunde zu sehen, und er hat direkt einen neuen Termin ausmachen wollen. Ab dem Zeitpunkt war sie aber eingeschnappt, weil sie das als Zurückweisung interpretiert hat. War schon bevor er fuhr zurückweisend, so wie sie das beschrieb, und hat sich dennoch geärgert, dass er sich dann die Tage nicht gemeldet hat.
Und obwohl sie so sozial engagiert ist und angibt, dass sie ihn verstehen würde, hat sie dieses Wochenende voll auf sich bezogen. Statt es als das zu sehen, was es war: eine seltene Chance ein bisschen Heimatsgefühle zu haben, sich abzulenken von Krieg und Sehnsucht. (Vielleicht sogar um Menschen zu trauern, die sie im Krieg verloren haben. Wer weiß.)
Und wie zur Strafe reagiert sie seit seiner Rückkehr nicht mit Interesse, sondern mit Ignoranz. Als wäre sie in der Pubertät. Oder er ein Schuljunge, den man bestrafen muss.
Zitat von thegirlnextdoor: Was ihm wahrscheinlich mehr als Recht wäre.
Das ist reine Interpretation. Er geht ja weiterhin auf sie zu. Vielleicht freundschaftlich, vielleicht will er sogar mehr. Das konnten wir in diesem Strang nicht lösen und werden es wohl nie erfahren. Mindestens finde ich es ziemlich überraschend, dass er bei ihrem Verhalten noch überhaupt zugewandt bleibt.