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Gefühle, kann man diese abstellen?

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Glühwurm
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Ich bin seit 23 Jahren verheiratet, glücklich oder nicht das frage ich mich ständig.
Ich war immer auf funktionieren ausreichtet, funktionieren in meiner Kindheit funktionieren in der Jugend und jetzt in meiner langjährigen Ehe.
Seit 2023 habe ich aber den straken inneren Drang etwas zu verändern, in meiner Ehe und als Mutter von zwei erwachsenen Kindern.
Mein Mann ist ein sehr strukturierter Mensch der Abläufe diktatorisch umsetzt alles muss so laufen wie er plant und ich, naja ich sträube mich diese umzusetzen. Ein Tema z. B ist mit Freundinnen auszugehen, er hat ständig das Bedürfnis mich fertig zu machen indem er mir meine Verantwortungen aufzählt und mir erklärt was eine Mutter/Frau zu tun und zu lassen hat.
Das Größte Problem ist das er sammelt. Früher als die Kinder noch klein waren, hatte ich keine Zeit für Haare Make Up oder ausgehen, jetzt tue ich diese Dinge und fühle mich sehr schön. Das nimmt er mir, in dem er wenn wir streiten alles aufzählt, seine Aussage, für wenn ich mich schminke für wenn ich mir Parfüms kaufe und mein Bikini ist natürlich auch ein Streitpunkt.
So und jetzt kommt mein Kollege ins Spiel, dieser hat vor ein Paar Jahren bei uns angefangen, ich hatte schon beim ersten Kennenlernen das Gefühl, " dich kenne ich doch", dieses vertraute Gefühl das zwei Seelen sich gefunden haben.
Ich muss vorab sagen das ich meinen Mann nie betrügen würde obwohl er mir es sehr schwer macht, aber zurück zu meiner Geschichte:)
Am Anfang habe ich mich sehr zurückgehalten, mit der Zeit habe ich festgestellt das mir seine Art, wie er mit mir redet, die Art wie er lacht und mit mir Späßchen macht sehr gefallen hat.
Wenn es geschneit hat, haben wir draußen Schneeballschlachten gemacht in den Lagerhallen sind wir mit den Fahrzeugen die zur Verfügung standen durchgerast und haben wie verrückt gelacht.
Stunden lang konnten wir über belanglose Sachen quatschen, irgendwann kam es so weit das er angefangen hat meine Haare zu kommentieren, meine Kringel, die entstanden wenn ich meine Haare hochgebunden habe. Er hat so diesen tiefen starrenden Blick, nein, nicht auf eine unangenehme weiße sondern die Art von Blick wo einem warm ums Herz geworden ist.
Nach all dem, habe ich nun als Frau, die in einer festgefahrenen, monotonen Ehe steckte, so jemanden kennengelernt, wo ich so sein konnte wie ich war und mich nicht als die strake Frau und Mutter ausgeben musste
Was mach ich Dummkopf, ich verbocke alles.
War wieder ein sehr emotionaler Tag bei der Arbeit, ich muss noch dazu sagen das ich seit gut 10 Monaten keinen S. mehr hatte, also hatte ich angestaute Energie. Seine Blicke seine leichten Berührungen haben mich kire gemacht. Ich habe ihm per Whats App geschrieben das er das bitte lassen soll, er hat das natürlich als belanglos abgestempelt. Was mach ich?, ich schicke ihm um ihm eins auszuwischen eine Nachricht das ich an in denke und mir es unter der Dusche gemütlich mache.
HAAAAAA, er ist natürlich angepisst und schreibt," ich solle mir einen Mann suchen wo ich meine s. uallität ausleben kann". Das war so verletzend, so demütigend, naja ich habe mich sehr schlecht gefühlt hab geweint mit meiner Persönlichkeit gekämpft mich klein gemacht.
Der Montag kam, und somit die Tatsache das ich ihn sehe und den ganzen Tag an der Backe habe, ich war sehr wütend und abweisend, keine Ahnung "Schutz Mechanismus" auf jeden fall, kam er und fragt mich ob ich mit ihm Mittag essen will, ich verneine, fragt mich ob ich Kaffe trinken will, ich verneine. So ging der Tag vorbei. Am nächsten Tag bring er mir eine Flasche Parfüm und will es mir schenken, ich kann es ja meinem Sohn oder Mann schenken ich verneine und habe gleichzeitig ein schlechtes gewissen, letztendlich nehme ich es an und verstecke es.
Ich bin einfach so kaputt das ich es Abends wenn ich ins Bett ging auf meine Handgelenke sprühte um das Gefühl zu haben ein Teil von ihm wäre hier bei mir.
Es würde nicht mehr so sein wie früher dachte ich, nach ein zwei Wochen der Distanz meinerseits habe ich gemerkt das das so nicht geht ich hatte einen Freund verloren einen Seelenpartner ich habe bemerkt das das nicht nur auf der S.Basisi etwas war sondern auf einer Freundschaftlichen also habe ich versucht das Gespräch wieder zu normalisieren, es hat funktioniert. Jetzt sind wir wieder beim Ausgangspunkt aber mit Grenzen.
Dieser Mensch hat mir auf eine sehr emotionale Art gezeigt, wo meine Grenzen, meine Bedürfnisse und meine Wünsche bei einer Beziehung stehen. Was brauch ich um in meiner Ehe und was nicht.
Jetzt aktuell teste ich meine Grenzen, was ist für mich vertretbar was nicht?
Wie sieht es eigentlich bei euch aus? Wenn ihr in so einer Lage wärt, wo keine liebe mehr ist und ihr nur Abneigung gegenüber euren Männern habt, alles euch stört, das kauen das Atmen seine Blicke das monotone eintönige Gelaber.
Würdet Ihr darran noch festhalten?
Ich für meinen Teil habe schon längst entschieden mein Körper und meine Seele schreien mich schon die ganze Zeit an, "geh".

• #1


DEFCON
So ging es mir auch als Teenager.

• #2


A


Gefühle, kann man diese abstellen?

x 3


DieSeherin
hast du deinem mann denn mal ganz deutlich gesagt, dass du mit seiner art immer weniger klar kommst? dass du dich weiterentwickelt hast und er bitte mitziehen soll? dass du dir immer mehr gedanken machst, ob du diese ehe noch willst?

• #3


Heffalump
Zitat von Glühwurm:
und meine Seele schreien mich schon die ganze Zeit an, "geh".

Und warum tust du es nicht?

• #4


Liv211
Hallo liebe @Glühwurm

Was Du so schreibst über Deine Ehe und Deinen Mann, klingt für mich nicht nach einem erstrebenswerten Zusammenleben.

Zitat von Glühwurm:
der Abläufe diktatorisch umsetzt alles muss so laufen wie er plant


Zitat von Glühwurm:
er hat ständig das Bedürfnis mich fertig zu machen indem er mir meine Verantwortungen aufzählt und mir erklärt was eine Mutter/Frau zu tun und zu lassen hat.


Zitat von Glühwurm:
für wenn ich mich schminke für wenn ich mir Parfüms kaufe und mein Bikini ist


Das sind lauter No-gos.
Hattet ihr je Augenhöhe in der Beziehung?

Das Leben besteht doch nicht nur aus funktionieren, so wie Du es beschreibst.

Der Kollege hat Leichtigkeit in dein Leben gebracht, Du hast gelacht, ihr hattet schöne Gespräche…

Aber jetzt finde ich es erstmal wichtig zu überlegen, was Du mit Deiner Ehe machst:
Nützen Gespräche?
Denkst Du dein Mann kann sich ändern?
Er klingt sehr sehr unterdrückend.

Wenn Körper und Seele schon rufen, dann solltest Du das auf keinen Fall ignorieren.

• x 1 #5


B
Das klingt nicht gut, wie dein Mann dich behandelt und unterdrücken/klein halten will.
Sprecht ihr da drüber? Setzt du Grenzen?
Ich finde das traurig. Man sollte sich doch gegenseitig unterstützen und bestärken, wenn man sich liebt.

Mit dem anderen Mann verstehe ich irgendwie. Er gibt dir das, was du aktuell vermisst.
Bevor ich mich da auf irgendwas einlassen würde, würde ich das aber in meiner Beziehung klären.

Was hält dich noch bei ihm zu bleiben? Man sollte nicht nur funktionieren in einer Beziehung, sondern es sollte auch schön sein für beide. Ich sehe bei dem Miteinander das viel größere Problem, als die Gefühle für den anderen Mann. Und nein, abstellen auf Knopfdruck kann man Gefühle nicht. Zumindest wüsste ich nicht wie. Höchstens entscheiden welches Gewicht man ihnen gibt/ wie man mit ihnen umgeht.

• #6


Rheinländer
Hallo Glühwurm
Zitat von Glühwurm:
Wenn ihr in so einer Lage wärt, wo keine liebe mehr ist und ihr nur Abneigung gegenüber euren Männern habt, alles euch stört, das kauen das Atmen seine Blicke das monotone eintönige Gelaber.
Würdet Ihr darran noch festhalten?

Ich bin zwar keine Frau, möchte dir aber trotzdem eine Rückmeldung geben.

Also, es liest sich nicht schön, dass was Du geschrieben hast.
Zum einen wie Dich Dein Mann behandelt, zum anderen aber auch das Du in Richtung Affäre läufst.
Ich finde beides nicht besonders toll.
Wenn du ihn nicht mehr liebst und dich wirklich alles an ihm stört, würde ich dir raten dich zu trennen und zwar, ganz wichtig, bevor du einen neuen Partner hast.

Auf der anderen Seite stelle ich mir die Frage, ob man nicht doch noch die Ehe retten könnte. Stell dir vor, die Dinge die dich massiv an ihm stören, würde er abstellen, hätte eure Ehe dann noch eine Chance. Wenn ja, musst du unbedingt mit ihm reden und ihm vor allen Dingen ganz klar sagen, dass du dich trennen wirst, sollte alles so bleiben wie es ist.
Es sollte aber schon sehr deutlich sein.
Wenn nein, zieh einen Schlussstrich ohne wenn und aber.
Ohne Affäre lässt sich eine Trennung wesentlich einvernehmlicher durchführen.

Wünsche dir ein gutes Händchen bei deiner Entscheidung.

• x 2 #7


J
Hallo @Glühwurm ,

du sprichst hier 2 Themen an die ich die raten würde getrennt voneinander zu betrachten.
1. deine "Ehe" oder wie du es auch nennen möchtest. Wiederum hast du ihn so kennen gelernt und er ist so geblieben. Als die Kinder noch klein waren, hast du funktioniert, was schon nicht schön war und jetzt wo Zeit wäre, möchtest du im Leben weiter kommen und dein Mann der ist auf dem Stand eurer Hochzeit und den erlebten Jahren geblieben.
Das du dich veränderst auch mit Parfüm und Aussehen kann für eine andere Person negativ aufgefasst werden, vor allem wenn diese Person keine Veränderungen mag - was du vor 23 Jahren so kennen gelernt hast. Dennoch hast du es getan.
Überlege dir was du mit deinem Leben machen möchtest und wenn der Mann bzw. diese Ehe da rein passt umso besser, wenn nicht solltest du darüber nachdenken.
Zitat von Liv211:

Das sind lauter No-gos.
Hattet ihr je Augenhöhe in der Beziehung?

Das ist schwer zu sagen, natürlich darf eine Person einer anderen nichts vorschreiben, dennoch ist bekannt, dass eine Person keine Veränderungen mag - so wurde diese Person kennen gelernt. Wenn größere Veränderungen gemacht werden, ist der Person die etwas verändert, bewusst, dass es der anderen Person nicht gefällt. Da man sich seit über 20 Jahre kennt.

Erst wenn du das geklärt hast, kannst du an dein 2. Thema mit deinem Arbeitskollegen gehen. Denn er bietet genau das was dir in deiner Ehe fehlt bis auf S.. Aber wie viele Prozente deckt er ab von dem was du erwartest von einem Partner/einer Beziehung - 5%; 20% oder 90%

• #8


St_Jappi
@Glühwurm
Beim Lesen deines Textes ist mir ein Gedanke gekommen: Vielleicht geht es bei deiner Geschichte gar nicht in erster Linie um deinen Kollegen, sondern um dich selbst.

Du schreibst, dass du dein ganzes Leben lang funktioniert hast. Erst als Kind, dann als Jugendliche und später als Mutter und Ehefrau. Irgendwann scheint dabei die Frage verloren gegangen zu sein, was du eigentlich selbst möchtest und was dir guttut.

Mit deinem Kollegen hast du offenbar erlebt, wie schön es sein kann, unbeschwert zu lachen, herumzualbern, sich verstanden zu fühlen und einfach man selbst sein zu dürfen. Vielleicht hat er dir nicht unbedingt gezeigt, wen du liebst, sondern zunächst einmal, was dir in deinem Leben fehlt.

Ich finde dabei einen Satz von dir besonders interessant: Du schreibst, dass dir dieser Mensch auf emotionaler Ebene gezeigt hat, wo deine Grenzen, Bedürfnisse und Wünsche liegen. Das finde ich wichtig. Denn diese Dinge sind nicht erst dann berechtigt, wenn ein anderer Mensch sie in uns weckt. Du darfst sie auch unabhängig von deinem Kollegen ernst nehmen.

Was mich allerdings nachdenklich macht, ist die Beschreibung deiner Ehe. Wenn du dich rechtfertigen musst, weil du dich schminkst, Parfüm kaufst oder mit Freundinnen ausgehen möchtest, und wenn dir in Streitigkeiten immer wieder deine vermeintlichen Pflichten als Frau und Mutter vorgehalten werden, dann klingt das nach einer Beziehung, in der du dich in deinen eigenen Freiheiten eingeschränkt fühlst.
Deshalb würde ich mir an deiner Stelle eine Frage stellen: Wenn es diesen Kollegen überhaupt nicht gäbe, würdest du dann noch in deiner Ehe bleiben wollen?

Ich finde, das ist ein wichtiger Unterschied. Denn wenn du gehst, sollte es in erster Linie eine Entscheidung für dich und dein Leben sein und nicht die Hoffnung, dass sich mit einem anderen Mann alles zum Guten wendet.
Ob du deiner Ehe noch eine Chance geben möchtest, kannst letztlich nur du entscheiden. Aber 23 gemeinsame Jahre sind für sich genommen kein Grund, weitere Jahre in einer Beziehung zu verbringen, in der du dich nicht mehr wohlfühlst. Genauso wenig musst du heute schon wissen, wie dein Leben danach aussehen wird.
Vielleicht geht es zunächst darum, dir selbst zu erlauben, deine eigenen Bedürfnisse ernst zu nehmen, ohne dich dafür schuldig zu fühlen.
Und noch etwas:
Du nennst dich selbst einen Dummkopf, weil du mit deinem Kollegen diese Nachricht ausgetauscht hast. Natürlich kann man Dinge tun, die man später anders machen würde. Aber ich würde deshalb nicht gleich so hart mit dir ins Gericht gehen. Du klingst nach einem Menschen, der sich nach Nähe, Wertschätzung und Lebendigkeit sehnt und gerade versucht, sich selbst wiederzufinden.
Vielleicht ist genau das die eigentliche Aufgabe, vor der du jetzt stehst: herauszufinden, wie du leben möchtest, unabhängig davon, ob dein Kollege irgendwann mehr für dich empfindet oder nicht.

• #9


alleswirdbesser
Zitat von Glühwurm:
Wie sieht es eigentlich bei euch aus? Wenn ihr in so einer Lage wärt, wo keine liebe mehr ist und ihr nur Abneigung gegenüber euren Männern habt, alles euch stört, das kauen das Atmen seine Blicke das monotone eintönige Gelaber.

Ich kann dir den aktuellen Thread von @fensterbank empfehlen, wir verfolgen es hier live.

einfach-nur-verwirrt-t77647.html

• #10


alleswirdbesser
Zitat von J_Eulenspiegel:
du sprichst hier 2 Themen an die ich die raten würde getrennt voneinander zu betrachten.

Da bin ich anderer Meinung. Wäre sie nicht verheiratet, wäre die Affäre kein Thema.

Auch passiert es oft, dass die TEs in den Affärenthreads nur über die Affäre berichten und die vielen User hier dann nach der Ehe fragen.

• #11


J
@alleswirdbesser
Dann wäre es aus meiner Sicht auch keine Affäre, dann wäre sie "frei" und könnte tun was sie möchte.
Da sie in der Ehe evtl. Probleme hat sollte sie schauen was es für Probleme sind und diese bearbeiten, egal in welche Richtung. Da geht es um 2 andere Personen als um die von dir beschriebene Affäre. Somit 2 Themen.
Wäre sie in einer glücklichen Ehe, dann wäre die "Affäre" ja auch kein Problem, denn dann würden da solche Gefühle vielleicht nie aufkommen.
Besser gesagt, wäre sie in einer glücklichen Ehe, würde sie an einer anderen Person nicht das suchen und finden was ihr in der Ehe fehlt. Da sie es dort hat.

• #12


Heffalump

J
Zitat von Heffalump:
Glaubt ihr, es geht um Affäre? Ich glaube, es geht um ne schlechte Ehe

ich denke dass aus einer schlecht gewordene Ehe, das fehlende gewissen etwas in einer anderen Person gesehen wurde.

• #14


Heffalump
Zitat von J_Eulenspiegel:
das fehlende gewissen etwas in einer anderen Person gesehen wurde.

Ohne das hätte sie nicht erkannt, das was wichtiges fehlt

• x 1 #15


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