Zitat von BernhardQXY:Das stimmt. Aber es ist normal so zu denken. Meine Frau dachte, auch die Familie läuft auseinander. Ein wenig entschuldigend kann man den ...
Naja, im Grunde haben sich die Ehepartner/ Eltern auch nur gegenseitig "geangelt". Waren halt zuerst da.
Das bedeutet aber nicht, dass automatisch jeder Mensch, den man sich nach einer Trennung "angelt" oder in den man sich im Laufe seines Lebens noch so verliebt, eine schlechtere Wahl ist. Sowas redet man sich als Betrogene(r) gerne ein, ich kenn das, wurde auch schon betrogen.
Mutter Natur hat es nun mal so eingerichtet, dass wir Menschen zu allererst Spaß haben wollen. Mit Menschen, die uns gefallen. Auch Eltern haben sich ja mal gefallen, bevor der Nestbau losging. Wäre traurig, wenn nicht.
Und was den Verstand betrifft.... Auf den bilden wir uns gerne etwas ein, ja. Aber der hat Sendepause, wenn man verliebt ist, wenn man betrogen wurde, wenn man einen Verlust zu verkraften hat, wenn man heiß auf jemanden ist usw. Sex und Lust treibt Menschen an, nicht die Ratio.
Ich finde es wichtig, sich das einzugestehen. Denn dann kann man großzügigiger mit seinem Expartner umgehen, vollkommen ohne Groll, denn was kann ein Mensch für seine Sosein? Profitieren übrigens auch die Kinder von, wenn den Eltern klar ist, was Menschsein bedeutet. Was Ambivalenz ist. Was Widersprüchlichkeit ist.
Kinder bekommen viel zu oft Theater vorgelebt, nicht das echte Leben. Und aufgrund finanzieller Vorteile den Mann nicht zu verlassen, obwohl man ihn nicht ausstehen kann ist verwerflicher, als sich fremdzuverlieben.