Zitat von commitmentor:Sei Dir versichert: Einseitiger Rückzug ist in Affären keine Seltenheit, Du kannst analoges dies hier in anderen Threads nachlesen. Affären sind nun einmal unverbindliche Konstrukte, die nicht an klare Absprachen gebunden sind. Insofern ist es auch nicht passend hier von Betrug zu reden.
Beim ersten Teil des Beitrags stimme ich Dir zu!

Auch, was die Beschreibung mit den unverbindlichen Konstrukten betrifft, gehe ich weitestgehend mit Dir überein, wobei ich sage, als ich mit anderen Frauen Affären hatte, gab es megaklare Absprachen: Was geht, was nicht möglich ist und was nie sein wird. Neben dem Diskretionsfaktor u.a. Parametern ( 6 nur geschützt, Affäre bleibt Affäre und geht nicht in Warmwechsel o.ä. über, wenn eine Seite die Affäre beenden will, wird sie beendet, Nein heißt nein und ja heißt ja usw). Aber meine Affären u.a. Konstrukte darf und kann man eh nicht als standardisiert nehmen, weil es sie so eben nicht gibt.
Affären haben ihre Berechtigung und entgegen der landläufigen Meinung, die zerstören Ehen und Partnerschaften bin ich eher der Meinung, wenn es zur Affäre kommt, war diese entweder schon zerstört oder soweit im negativen Bereich, dass sie eine schlussrichtige Konsequenz war.
Affären sind ja auch oft eine Art Flucht, weil die Knackpunkte in der regulären Partnerschaft nicht angesprochen werden (können). In meiner Ehe damals, wo mich meine Exfrau hinterging, war das so ein Fall und ich war sogar froh, dass einer von uns es tat (sie war nur schneller, ich war zu jener Zeit auch an dem Punkt, mir eine Affäre zu suchen, die Ehe war schlicht vergiftet und in keinster Weise mehr schön).
Ich glaube, @Felica hat in der Affäre mehr gesehen und gehabt als wie ich beispielsweise. Klar ging es um 6, aber bei ihr waren gewisse vorherige Ereignisse vorhanden (der Lover war schon mal AM), hatte von sich aus das wieder gestartet, wenn ich das richtig herauslese, sie hatte damit abgeschlossen.
Meine Vermutung ist, die reguläre Partnerschaft von Felica läuft auch nicht rund beim AM hatte sie, aufgrund ihrer Erfahrungen, eben eine Art Abschlussgespräch erwartet, dass es (bisher) nicht gab und vielleicht wohl auch nicht geben wird. Der AM in Felica´s Story ist in meinen Augen ein richtiges blasses Würstchen, ein solches hin und her gab es bei meinen Affären nicht. Und wenn ich Schluss gemacht habe, war auch Schluss und das wurde der betreffenden EX-AF dann auch mitgeteilt, umgekehrt war es auch immer so.
Also, wenn man das vorher so abspricht und als Regel aufstellt, ist das ohne wenn und aber auch so zu erledigen. Hier wurde es wohl so vermutlich nicht abgesprochen, das Würstchen wählt den leichten Weg und macht sich unsichtbar und unerreichbar. Schwach aus meiner Sicht, weshalb, liebe Felica, ich Dir rate, dieses Würstchen ganz schnell aus Deinem Kopf zu streichen. Der hat jetzt das zweite Mal den Bock geschossen. Schau, wo in Deiner Ehe die Knackpunkte liegen, gehe sie knallhart an und notfalls, ziehe die Konsequenzen, die alles beinhalten könnten (Trennung/Scheidung, offene Ehe, neue Affäre) oder die sich dann vielleicht ändert oder bessert. Daran glaube ich aber eher weniger, denn wenn man zweimal mit demselben Mann in eine Affäre gerät, ist in den heimischen vier Wänden eben doch noch vieles im Argen.
Da könntest Du was bewirken, liebe Felica, beim AM wohl eher nicht. Und wenn er sich doch noch mal melden sollte, trete ihn zwischen die Beine, denn meiner Meinung nach ist das ein reiner Opportunist, der mit niemandem fair umgeht, mit sich selbst schon gar nicht und mit Dir sicherlich auch nicht. Auch wenn Affären keine moralwürdigen Vorgänge sind, die APs untereinander sollten sich wenigstens auf fairer Basis verhandeln. Auch wenn das wohl oft auch nur ein schwacher Wunsch ist. Dauerhafte Affären mit Gefühlen sind immer Sch... und darin haben Gefühle absolut nichts verloren, sollen sie eine dauerhafte Zeit überstehen. Selbst wenn es Ausnahmen gab und gibt, diese Dramen sind unnötig, wenn man Affären auf das runterbricht und lebt, für was sie ausschließlich da sind: Das zu beheben was fehlt oder später dann nach Auffliegen darauf hinzuweisen, was in der Partnerschaft fehlt.