Zitat von Felica:So stellst Du Dir das vor?
Ich muss mir irgendwas vorstellen, denn warum sollte ein Mensch, der aus Feigheit, Bequemlichkeit oder anderem Nutzen den eigenen Partner belügt, mir als Außenstehende die Wahrheit über die eigenen Motive erzählen? Falls er selbst die überhaupt kennt...
Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der betrügt z.B. ganz offen sagt - oder weiß: "Ich habe Probleme mit meinem Selbstwert, deshalb brauche ich die Bestätigung durch einen zweiten Partner." oder "Mein Partner reicht mir nicht. Ich trenne mich jedoch nicht, weil er gute Seiten hat oder mir nützt." oder "Ich habe ganz grundsätzlich Bedürfnisse, die mein Partner nicht stillt - aber verlassen will ich ihn nicht, weil s.o." oder "Ich sehe mich gerne in zwei Rollen. Der des treuen Partners und der der Matahari/Casanova."
Wenn ich merke, dass zwischen mir und einem anderen Menschen plötzlich die Funken und Schmetterlinge fliegen, dann bin ich dem ja nicht wie Mowgli der Schlange ausgeliefert. Selbst als Single machen Menschen in diesem Fall zwischendurch und gerade am Anfang den Realitätscheck und fragen sich, ob der andere menschlich, in Bezug auf eigene Werte, Wünsche. etc. als Partner in Frage kommt. - Als Single ist das auch riskanter, denn man entscheidet sich dann. Gebundene Menschen, die in Zweitpartnerschaften abtauchen, machen diesen Sprung von der Klippe nicht oder erst sehr spät. Oder werden beim Auffliegen von der Klippe gestoßen...
Diese Märchen von den Gefühlen hilflos ausgeliefert gewesen zu sein oder durch das Verhalten des Erstpartners in den Betrug getrieben worden zu sein, das gehört doch in die Vorabendserie.
@Trust_him
Wie muss ein Gehirn dissoziiert sein, wenn man ein- und ausblenden kann, dass es einen Partner gibt und vielleicht sogar Kinder? Das wird bestenfalls bequem verdrängt. Ich blende ja auch nicht ein - oder aus, dass ich ein Fahrrad habe...