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Ghosting - Ich zerbreche gerade

Pinselstrich
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Ich würde dann hier gern aussteigen aus dem Thread.

Schade eigentlich. Also meinerseits sollte das auf jeden Fall kein Angriff sein oder sowas, eher eine Diskussion aus zwei unterschiedlichen Perspektiven. Wäre sicher interessant gewesen, darüber zu sinnieren, wie du das mit dem Vertrauen usw siehst.

Aber nein, die Erwartung musst du natürlich nicht erfüllen und es ist jetzt selbstverständlich meine Verantwortung mit dem Schmerz klarzukommen 🤪

Aber Spaß beiseite, hab einen schönen Tag, wollte nur klarstellen, dass es nicht böse gemeint war. 😊

• x 3 #121


A


Ghosting - Ich zerbreche gerade

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AmeiseNextDoor
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Am Ende des Tages muß jeder selbst für sich entscheiden ob er sich wegen des gohstings wochenlang noch den Kopf zerbricht,wieso weshalb warum,oder ob er die Situation so annimmt wie sie ist und weiter geht.

Dem stimme ich persönlich zB. absolut zu. Ich denke auch, dass es überhaupt keinen Sinn macht, krampfhaft an etwas festzuhalten, oder nicht zu akzeptieren und zu respektieren, wenn jemand keinen Kontakt mehr möchte.
Stimme da voll zu.

Aber das widerspricht in meinen Augen nicht dem, dass man sehr verletzt sein kann, wenn jemand zB über lange Zeit ständig sagt "ich hab dich sehr lieb" und "du bist mir so wichtig" und dann plötzlich sang und klanglos verschwindet und auch auf Nachfragen nichts mehr kommt.
Man kann da verletzt sein, und dennoch akzeptieren, dass die Situation jetzt wohl so ist und weiter gehen.
Mit Akzeptanz heilt die Verletzung natürlich auch schneller als wenn man sich "festbeißt" und sich in etwas hineinsteigert.

Dass man sich speziell nach Ghosting noch eine Weile Gedanken macht, sagt einem ja aber auch etwas über sich selbst; man würde gerne wissen, was man falsch gemacht hat. (Wenn es zB keinen offenen Streit oder Unstimmigkeiten gab).
Man würde doch gerne wissen, woran man arbeiten könnte. Was man zB das nächste Mal besser oder anders machen könnte.

Gut, in manchen Fällen kommt man auch zu dem Schluss, dass man zwischenmenschlich offensichtlich doch zu verschieden war und es vielleicht einfach nicht so gut passte wie man dachte.

Mir persönlich ist wichtig, an allem etwas zu lernen.
Akzeptanz, ja... Gleichgültigkeit, nein.

Aber, selbstverständlich darf/soll/muss jeder seine eigene Philosophie für sich haben!

Ich fand den Austausch sehr interessant. Lachendes Gesicht

• x 4 #122


Arnika
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Ich würde dann hier gern aussteigen aus dem Thread. Ist nicht böse gemeint,ich verstehe eure Sichtweisen. Ich für mich lebe komplett anders und ...

Macht ja nix. Du hast zu uns ja auch nicht gesagt, wir und dieser Thread hier wären die Liebe deines Lebens. 😅 Aber nett von dir, dass du uns hier nicht geghostet hast 😘

• x 2 #123


PeterN
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Am Ende des Tages muß jeder selbst für sich entscheiden ob er sich wegen des gohstings wochenlang noch den Kopf zerbricht,wieso weshalb warum,oder ob er die Situation so annimmt wie sie ist und weiter geht.

Vielleicht sollte man aber auch einfach akzeptieren, dass es Menschen gibt, die nicht einfach ihre Gefühle ausschalten können wie einen Lichtschalter.

• x 3 #124


Worrior
Wenn dr u mich nicht mehr anrufst, auf meine Nachrichten nicht mehr reagierst, dann ist das ok.
Ich habe eine klare Message von dir erhalten.
Wenn dir meine Aufmerksamkeit nichts mehr bedeutet dann meine Abwesenheit ebensowenig.

Ich eile niemandem hinterher der in seinem Leben keinen Platz mehr für mich hat.
Ich bettle nicht um Aufmerksamkeit.
Für all das habe ich keine Zeit denn diese widme ich Menschen die Interesse an mir haben, mir einen Platz an ihrem Tisch anbieten.

Loyalität und Respekt sind nich beliebig, lässt du mich einfach stehen verlierst du das von mir.
Meine Tür bleibt dann zu denn einen Platz in meinem Leben ist kein Recht das dir zu steht sondern ein Privileg welches ich dir einräume.

• x 3 #125


Nur-ein-Mensch
Eines noch zum Schluss.

1.Ich empfinde hier nichts als Angriff,sonder wir haben ordentlich Diskutiert und dafür bin ich immer zu haben.🙏🏻

2.Kleines Gedanken Spiel,stellt euch vor der Ghoster ghostet euch nicht,sondern geht mit euch in ein letztes Abschlussgespräch und haut auch all eure ,in seinen Augen"unzulänglichkeiten um die Ohren,er sagt euch was er wirklich denkt,oder was der/die neue besser kann als ihr.

Was das über den anderen aussagt,ist eine andere Sache.

Danke,aber dann wäre mir Ghosting viel lieber.

In meinem Fall,der letzten Beziehung,wäre mir Ghosting auch lieber Gewesen,aber ich bin mit einem riesen Paket Schuld und Scham Gefühlen Heim gefahren.

Mein Therapeut hat es aber geschafft,mir das auszureden danke dafür.🙏🏻

Also dann,viel Spaß hier noch.🙂

• x 4 #126


AmeiseNextDoor
Zitat von Nur-ein-Mensch:
In meinem Fall,der letzten Beziehung,wäre mir Ghosting auch lieber Gewesen,aber ich bin mit einem riesen Paket Schuld und Scham Gefühlen Heim gefahren.

Das ist natürlich sehr unschön. 🫣

Denke, es kommt auch sehr darauf an... hat es deutlich Ärger/Probleme gegeben..? Dann weiß man ja vielleicht auch ungefähr selbst, was Sache war..?

Noch schlimmer finde ich es ohne Streit und ohne ersichtlichen Grund. Man fühlt sich da sehr hilflos und ohnmächtig. Nicht einmal wenn man wollte, könnte man etwas besser machen. Sich nicht einmal entschuldigen, wenn man den anderen unabsichtlich verletzt hätte etc...
Ich finde das sehr ungut.

Das Endergebnis war für mich jedoch was @Worrior sagt... wer so mit mir umgeht, ist meine Zeit/Gefühle nicht wert.
Nur ist unschön, wenn man auch viel Zeit und Herz in einen Kontakt gesteckt hatte (obwohl man ohnehin vorsichtig ist).
Was ist aber die Konsequenz..? Gar niemanden mehr an sich heranlassen? (Wäre eine Option)
Absolut gleichgültig werden? (Würde ich sicher nicht schaffen...)

Na ja, umso dankbarer ist man natürlich für die Menschen im Leben, die einen nicht so behandeln. Wahre Freunde, mit denen man durch dick und dünn gehen kann... ein Geschenk.☺

• x 2 #127


Pinselstrich
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Kleines Gedanken Spiel,stellt euch vor der Ghoster ghostet euch nicht,sondern geht mit euch in ein letztes Abschlussgespräch und haut auch all eure ,in seinen Augen"unzulänglichkeiten um die Ohren,er sagt euch was er wirklich denkt,oder was der/die neue besser kann als ihr.

Abwertungen sind natürlich genauso mies wie Ghosting. Zum Glück würde es auch einen Mittelweg geben wie „Ich hab gemerkt meine Gefühle reichen nicht aus, deswegen möchte ich keinen weiteren Kontakt. Ich wünsch dir alles Gute“.

Allerdings macht deine Erklärung, deine Einstellung durchaus verständlicher bzw nachvollziehbarer finde ich. Danke fürs Teilen, deiner Erfahrung & es freut mich, wenn dein Therapeut hilfreich für dich war 😊

• x 2 #128


M
Zitat von Arnika:
Ein Ghoster ist ein Verräter. Und auf Verrat reagieren wir mit Schmerz. Nicht zuletzt, weil wir durch Schmerz lernen. Aber vor allem, weils einem sozialen Wesen wie dem Menschen einfach höllisch weh tut, kommentarlos ausgesetzt und verstoßen zu werden wie ein nerviger räudiger Goldhamster.

Ich denke, der Schmerz ist völlig berechtigt, weil man sich verraten, verstossen, übergangen fühlt. Gerade weil man in diesen einen Menschen viel Vertrauen investiert hat, auch wenn es in diesem Fall natürlich vorschnell war. Aber auch lang bekannte Menschen können einen verraten.

Dem Verrat steht man hilflos entgegen, man ist ihm ausgesetzt, man fühlt ihn, tagtäglich. Der Verrat ist mächtig, denn er sorgt auch für eine schlimme Enttäuschung.
Und doch passiert er - immer wieder und das seit es Menschen gibt. Und der Verratene ist erst Mal weitgehend hilflos, versteht es nicht und fragt sich ständig, warum nur, warum? Ich habe diesem Menschen vertraut und er hat mich einfach ins Abseits gestellt. Mein Invest war umsonst, denn jeder Hund ist treuer als so ein Mensch.

Wo liegt die Lösung? Ich glaube die Lösung liegt darin anzuerkennen dass man sich einer Täuschung hnhgegeben hat. Man hat vertraut, gehofft, war glücklich und leztendes wurde man ein Stück weit vernichtet.

Dieses Akzeptieren, dass man sich von einer Täuschung befreien kann und auch sollte, ist die einzige Lösung, dass man eines Tages davon frei wird. Das heißt nicht, dass ich das vergessen muss oder kann, aber es darf nicht den Rest meines eigenen Lebens überschatten. Denn das Ende vom Lied heßt, ich vertraue niemandem mehr. Aber das wiederum macht sehr einsam und man fühlt sich abgeschnitten und verlassen.
Ich denke, es hilft nur Akzeptanz, dass man sich in diesem Menschen brutal getäuscht hat, aber dennoch weiter leben darf. Und sich ein Stück Autarkheit, Widerstandskraft für sich selbst zurückholt und am Ende auch wieder zu mehr Lebensfreude finden kann, auch wenn dieser eine Mensch einem ein X für ein U vormachte. Dieser eine Mensch darf nicht die Macht haben, das Leben des Verratenen dauerhaft kaputt zu machen. Das wiederum muss aber der Verratene, der sich als Opfer sieht, leisten. Ist dieser Mann es wert, dass ich über Wochen, Monate grüble. Situationen rekapituliere, Warnzeichen sehe, die ich übersehen hatte? Nein, das ist er nicht, Er schon gar nicht.

Der Fehler liegt beim anderen. Der weiß durchaus was er tut, aber er ist feige und zu mutlos, zu bequem, um dem Verratenen zu sagen, es passt nicht zwischen uns. Der Effekt ist derselbe, aber der Verlasser hat damit dem Verlassenen ein Stück seiner Würde zurückgegeben. So aber wird der Verratene ins Abseits gestellt und das kränkt einen Menschen furchtbar, er fühlt sich seiner Würde beraubt. Aber die kann man sich auch zurückholen. Es dauert seine Zeit, aber man sollte einem Verräter nicht zu viel Zeit und Energie widmen. Der ändert sich nicht, aber ich kann meinen Umgang mit dem Verrat ändern.

• x 1 #129


Arnika
Zitat von Nur-ein-Mensch:
Eines noch zum Schluss. 1.Ich empfinde hier nichts als Angriff,sonder wir haben ordentlich Diskutiert und dafür bin ich immer zu ...

Das ist ein Scheinargument, weil hier ein extremes alternativloses Dilemma konstruiert wird. Erhängt oder erschossen, suchs dir aus.

Es gibt aber nicht nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, feigem Ghosting und brutaler Abrechnung, bei der man dem anderen all seine Unzulänglichkeiten „total ehrlich“ um die Ohren
haut. Für einen sauberen Abschluss braucht es kein Abtauchen und keine Schlammschlacht oder lange Fehlerlisten. Die klare anständige Info reicht doch eigentlich völlig aus. Das gibt dem anderen Klarheit und hinterlässt eben kein quälendes Vakuum mit tausend Fragezeichen, ohne ihn gleichzeitig mit Schuldgefühlen oder seinen Unzulänglichkeiten zu überschütten.

Und es ist ja eh absolut verständlich, dass nach einer verletzenden Aussprache Ghosting wie das kleinere Übel wirkt. Aber das verzerrt den Blick auf die Realität: Man kann ein Fehlverhalten wie Ghosting nicht dadurch legitimieren, dass man ein anderes grausames Fehlverhalten als einzige Alternative darstellt.

Zwischen „einfach wort- und grußlos verschwinden und blockieren“ und „ein absolut verletzendes, brutales Abrechnungsgespräch voller Schuldzuweisungen“ liegt doch ein riesiger Spielraum, sehr viel reiferer und respektvollerer Spielraum.

• x 2 #130


Nur-ein-Mensch
Zitat von Arnika:
Das ist ein Scheinargument, weil hier ein extremes alternativloses Dilemma konstruiert wird. Erhängt oder erschossen, suchs dir aus. Es gibt aber ...

Du bildest ein Urteil über mich,aber das ist OK.✌🏻

Ich meine es genauso wie ich sage,bzw.schreibe,ich empfinde hier nichts als Angriff und auch sonst gibt es nicht viel,was ich als Angriff empfinde,so lebe ich sehr ruhig.,🙂

Und zu dem weiteren Text im Zitat,du erwartest zuviel von den Menschen.🙂

Und ich legitimiere Ghosting nicht,ich wollte nur einen Tipp geben wie man mit sich in dieser Situation umgehen kann.🙂

• #131


Stella31
Zitat von Nur-ein-Mensch:
2.Kleines Gedanken Spiel,stellt euch vor der Ghoster ghostet euch nicht,sondern geht mit euch in ein letztes Abschlussgespräch und haut auch all eure ,in seinen Augen"unzulänglichkeiten um die Ohren,er sagt euch was er wirklich denkt,oder was der/die neue besser kann als ihr.

Und genau das braucht es eben auch nicht!
Weshalb so ein schwarz-weiß Denken?
Die goldene Mitte ist zu sagen, dass es einem bedauerlicherweise nicht zu mehr reicht und man deshalb keinen weiteren Kontakt wünscht.

Wo ist das Problem, das mitzuteilen?

• x 1 #132


Arnika
@Nur-ein-Mensch Ich bilde mir kein Urteil über dich, ich kritisiere dein Post.

Er hat sie auf ein Podest gehoben („meine Königin“), sie mit Aufmerksamkeit überschüttet und ihr die Sicherheit vermittelt, dass es die Liebe ihres Lebens ist. Er hat ihr explizit versprochen: „Ich hätte die Eier in der Hose, dir das persönlich zu sagen.“ Er hat ihre berechtigte Angst vor dem Verlassenwerden aktiv beruhigt, nur um sie dann trotzdem wortlos per Ghosting zu entsorgen. Der Dillo. Das zerstört das Vertrauen in die eigene Wahrnehmung komplett. Und dazu die Trauer um das Gefühl, noch einmal gesehen und begehrt zu werden, ist ein immens schwerer Verlust. Ihr wurde eine Zukunftsperspektive zuerst angebiedert und dann geraubt.

Und Depression hin oder her, es braucht keine Kraft für ein „Es tut mir leid“. Der Dillo hätt einfach nur schreiben müssen: „Meine Depression hat mich wieder voll im Griff, ich schaff das alles gerade nicht und muss den Kontakt beenden. Bitte such die Schuld nicht bei dir“. Dafür braucht man keine Minute.

Da wird die ganze Diskussion um Eigenverantwortung für Gefühle und man ist ja niemandem was schuldig fast schon unerträglich zynisch.

Wer hier ernsthaft argumentiert, so ein brutales Ghosting sei legitim, weil wir 'keine Erwartungen haben dürften', verwechselt emotionale Selbstverantwortung mit Empathielosigkeit, Kälte, Wurschtigkeit und Grausamkeit.

Also, „Ist knips doch einfach deine berechtigten, absolut verständlichen Emotionen aus, generell keine Erwartungen und Mindeststandards mehr, dann gibt’s keinerlei Probleme mehr“, ist sicher nicht die Lösung, sondern maximal zynisch, theoretische Schwurbelei und am Leben mit Mitmenschen komplett vorbei. Oder das beste Rezept für starke Bindungsangst. Das wäre mir der Koffer dann aber auch nicht wert.

Sie muss durch die Phasen der Trauer durch. Und ich hoffe, sie ist bald in der Phase der Wut angelangt. Weil mich erzürnt dieser unreife Wappler grad wirklich sehr.

• x 3 #133


Nur-ein-Mensch
Zitat von Stella31:
Wo ist das Problem, das mitzuteilen?

Auch hier wieder,du erwartest zu viel von den Menschen.

Es geht doch eher darum,das man seine Werte,seine moralischen Ansprüche gern auch beim Gegenüber sehen möchte.

Heißt ,du ghostest nicht,also möge es der ander gleich tun.

Die Frage ist ,muss er das nur um dir und deinem denken zu entsprechen?

Hoffe du verstehst was ich sagen möchte,es geht hier nicht um dich sondern im das allgemein Denken.

• x 1 #134


Nur-ein-Mensch
Zitat von Arnika:
@Nur-ein-Mensch Ich bilde mir kein Urteil über dich, ich kritisiere dein Post. Er hat sie auf ein Podest gehoben („meine Königin“), sie mit ...

Wir kommen hier nicht weiter.

Du hast deine Sichtweise,ich meine.

Nochmal,ich sage nicht das Ghosting schön ist.

Ich empfehle darüber Nachzudenken,ob man Wochen oder Monate lang darüber Nachdenken und zerbrechen möchte,oder ob man nach kurzer Zeit die Situation akzeptiert.

• #135


A


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