Heißt ,du ghostest nicht,also möge es der ander gleich tun.
Wo fängt das an und wo endet das..? Die moralischen Ansprüche..?
Gegenseitige Höflichkeit und Fairness und Respekt sind eigentlich keine "Ansprüche" in dem Sinne, sondern ein gewisser gesellschaftlicher "Grundkonsens" ohne den Zusammenleben und das Gestalten von Beziehungen (egal welcher Art) kaum möglich ist. 🤔
Wenn jeder es so halten würde, dass er egoistisch jeden so achtlos, lieblos und respektlos behandeln würde... wo kämen wir da als gesamte Gesellschaft hin..? Ich möchte meinen Kindern so etwas niemals vorleben.
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Ghosting - Ich zerbreche gerade
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Stella31 Mitglied
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Zitat von Nur-ein-Mensch:
Hoffe du verstehst was ich sagen möchte,es geht hier nicht um dich sondern im das allgemein Denken.
Nein, das verstehe ich nicht und sehe es auch überhaupt nicht ein. Denn wir hatten die Diskussion ja bereits vorher: Ohne gesellschaftliche Umgangsformen gibt es Anarchie! Daher gibt es auch in einem gewissen Rahmen Erwartungen. Besonders bei Menschen, mit denen man dachte, dass man eine Beziehung führt. Das hat mit Anstand zu tun! Alles andere ist widerlich und lässt den Anderen mit Fragezeichen zurück. Da kann man noch so selbstbewusst sein. Wir sind alle voller Gefühle und Emotionen!
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AmeiseNextDoor Mitglied
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Zitat von Stella31:
Ohne gesellschaftliche Umgangsformen gibt es Anarchie!
Genau mein Gedanke... Habe zum gleichen Zeitpunkt genau das Gleiche geschrieben. 😅
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Nur-ein-Mensch Mitglied
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Ich bin hier jetzt wirklich raus.
Ich hoffe die TE bekommt alles in dem Griff.🙏🏻
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Arnika Mitglied
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@Nur-ein-Mensch Niemand bestreitet, dass Akzeptanz das Ziel ist. Der fundamentale Denkfehler ist jedoch, dass du Akzeptanz mit einer rationalen Willensentscheidung verwechselst. Man entscheidet sich nach einem emotionalen Schock nicht einfach beim Kaffee dazu, jetzt mal monatelang zu leiden oder nicht zu leiden. Zu implizieren, das Leid und die Trauer wären eine mangelnde Bereitschaft, die Situation einfach zu akzeptieren. tut sich offensichtlich umgekehrt schwer, die menschliche Psychologie und Biologie zu akzeptieren.
Wenn wir deine Logik der totalen Eigenverantwortung mal konsequent und drastisch zu Ende denken: Wo führt das eigentlich hin? Wenn ich dich und dein Kind auf einen netten Kaffee einlade und dein Kind dann vor deinen Augen spontan und aus dem Nichts heraus erschieße, dann ist das für dich zwar erstmal unschön. Aber nach deiner Philosophie bist du für das anschließende Trauma und deine Trauer selbst verantwortlich. Ich war dir schließlich nichts schuldig, du erwartest ja auch nichts, nicht mal Mindeststandards, hättest ja quasi damit rechnen können und müssen. Und dann müsstest dich dann einfach nur dazu entscheiden, deine Gefühle auszuknipsen und so die Situation nach kurzer Zeit akzeptieren. Merkste selber, oder?
Akzeptanz ist das Ergebnis eines schmerzhaften, zutiefst menschlichen Prozesses und nicht der Startpunkt, den man einfach mal schnell per Willenskraft beschließt.
Also ja, ich erwarte Mindeststandards, ich erschieße niemanden und gehe auch nicht bei meinem liebsten Menschen davon aus, angeschossen zu werden. Und wenn Brutales passiert, dann weiß ich, dass ich die menschlichen darauffolgenden Emotionen dann nicht flott per Willenskraft und auf Knopfdruck in leidlose Akzeptanz umwandeln kann. Sondern dass der Mensch dann einfach Zeit braucht, um zu heilen. Und es ein immenser Fehler wäre, dann niemand mehr zu vertrauen und nix mehr von niemanden zu erwarten.