Zitat von Grabo: Fünf Monate Entzug,/Therapie und er fängt nach vier Tagen an zu trinken. Das ist schon ne Aussage.
Nö.. das ist ziemlich häufig der Fall.
Besonders wenn er das in Deutschland gemacht hat. In Sachen Entzug und Reha hinkt dieses Land leider weit zurück. 5 Monate, das riecht nach der typischen Reha, die in der Regel auf den körperlichen Entzug folgt. Die Leute verbringen die Zeit unter einer Käseglocke und werden danach ziemlich unvorbereitet in das eigentliche Leben zurückgeworfen. Sehr viele Betroffene brauchen etliche Anläufe, um auf einen grünen Ast zu kommen, viele schaffen es nie.
An die Te:
Abhängigkeit, besonders die mit Suff macht sehr viel mit einem Menschen. Besonders was Persönlichkeit, Charakter und Psyche betrifft. Es braucht eine lange trockene Zeit, bis die Betroffenen einen Weg zurück zu ihrem Selbst finden.
Eines musst du wissen:
Es ist eine Baustelle, die die Leute selbst angehen müssen und da leider auch nur mit Hilfe von Profis durchkommen. Als Partner kannst du da kaum etwas tun, im Gegenteil. Du stehst diesem Prozess eher im Weg, besonders weil du ihn ja auch nur so kennst.
Dazu kommt ein ganz wichtiger Fakt, den du unterschätzt. Du bindest einen solchen Menschen emotional an dich, dabei bist du in deiner jetzigen Lebenssituation Gift für ihn. Du bist verheiratet, hast drei Kinder und lebst weiterhin bei deiner Familie. Im Prinzip konfrontierst du ihn gerade mit der Rolle des einsamen Geliebten.
Das ist für gesunde Menschen schon alles andere als einfach hinzunehmen. Für ihn ist das eine Katastrophe.
Das scheint er erkannt zu haben denn er bittet dich nicht umsonst darum, dass du ihn in Ruhe lässt.
Und das solltest du deiner selbst wegen aber auch ihm zuliebe wirklich tun. Lass ihn in Ruhe seinen Weg aus der Krise finden und lass ihn gesund werden.
Liebe allein reicht oft nicht aus.