LisaMarie
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das was du beschreibst Sonnemond hab ich auch erlebt. es ist doch schon mal gut, dass er die schuld nicht nur bei dir sieht. denn ganz unschuldig ist der andere ja auch nicht wenn man fremd geht.
für einen erfolgreichen neuanfang müssen soweiso beide etwas ändern, sonst bringt es nichts. ich weiß wie groß die angst nach einer trennung und bei einem neuversuch ist. ich hab es 3x mehr oder weniger erlebt. beim erstem mal hatte ich die angst noch ganz gut im griff und ich war noch recht unabhängig von ihm. dadurch bin ich nicht so sehr in die unterlegenenrolle gerutscht und wir konnten wieder zusammen finden. unter psychosomatischen beschwerden litt ich damals auch über 3 monate. kurz nach dem neubeginn waren wir ein paar tage im urlaub und ich habe da noch so stark gespürt wie unsicher er sich noch ist. mir ging es dann von tag zu tag schlechter und ich hatte das gefühl bald zusammen zu brechen, weil ich immer mal wieder seine ablehnung spürte. aber wie gesagt es wurde wieder.
ein gutes jahr später kam es ja wegen unserem "länderproblem" wieder überstürzt zu einer trennung von ihm aus. wir waren damals zwar nur wenige wochen getrennt, aber danach ging es mir eben viel schlechter als bei der ersten krise. ein erneuter vertrauensbruch macht es nicht gerade leichter....und zusätzlich hatten wir dann auch noch das problem das er nicht mehr aus seiner heimat weg will. wieder litt ich monate unter psychischen und körperlichen beschwerden. ich weiß nicht ob bei dir vielleicht auch eine mögliche erneute auswanderung eine rolle spielt? das du davor doch wieder angst hast? und die angst er könnte sich wieder umentscheiden wird es dir sicherlich auch nicht einfacher machen wieder weg zu gehen.
ich denke das ich ab diesem zeitpunkt mein misstrauen nicht mehr in den griff bekommen habe und ich immer wieder stress machte deswegen. in folge dessen kam es ja ein weiteres jahr später fast wieder zum bruch und ein paar weitere monate trennte er sich schließlich.
ich hab es in all dieser zeit nicht geschafft einen kühlen kopf zu bewahren und mich mal wirklich zurück zu ziehen. ich hätte wirklich ohne mit ihm kontakt zu haben darüber nachdenken müssen was ich will. wo ich leben will, was ich an mir ändern muss und kann und wie ein neubeginn wirklich gelingen kann. aber die angst ihn zu verlieren was immer so groß und übermächtig das ich es nicht schaffte aus dieser unterlegenenrolle raus zu kommen. ich dachte immer ich müsse ihn so schnell wie möglich zurück gewinnen sonst sei es zu spät, hatte angst auf distanz zu gehen weil ich dachte das er dann weg ist usw.
aber jetzt weiß ich das das alles falsch gedacht war...
du musst irgendwie versuchen diese angst in den griff zu bekommen. irgendwann wenn er dir immer wieder zeigt wie sehr er dich liebt wirst du ihm hoffentlich wieder vertrauen können!
und du musst versuchen dich um deine seele und deinen körper zu kümmern. tut dir etwas gutes, versuche die beschwerden zu lindern, versuch dich zu entspannen...die ungewissheit ist leider da. und absolute gewissheit gibt es eben im leben nicht. ich dachte auch immer wieder ich halte diese ungweissheit nicht mehr aus. wie gesagt, schon 3 jahre vor der endgültigen trennung bei der ersten krise dachte ich so. und doch ging es weiter...ich habe erst jetzt gemerkt wieviel schlechter es einem wirklich mit einer definitiven trennung geht. aus jetziger sicht kann ich sagen, dass meine damaligen beschwerden noch "relativ schwach" waren im vergleich zu jetzt. aber ich wusste es eben nicht anders. und die ungewissheit ist nach einer endgültigen trennung viel größer. die komplette sicherheit ist erst mal lange zeit restlos weg...
von daher weiß ich jetzt, dass es das wert ist sich dieser ungewissheit bei einem neuversuch zu stellen.
und selbst wenn man eine schlimme trennungserfahrung hoffentlich irgendwann überwunden hat, wird die angst und ungewissheit beim einlassen auf einen neuen partner vermutlich auch wieder sehr groß sein...von daher denke ich wirklich das es das wert ist sich erneut auf den expartner einzulassen!
Liebe Grüße
Da kann man dann wohl wirklich nur noch versuchen, abzuschließen... auch wenn das sicher ein ganz, ganz langer und schwerer Weg wird.