Falena
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Was ich sagen kann: Ich hatte immer den Lebenstraum von eigener Familie, 2 Kindern und Eigenheim. Bei einer Trennung mit 31 habe ich mich damit abgefunden, dass es vielleicht doch nur ein Kind geben wird. Jetzt bin ich 33. Ich befürchte nun ernsthaft, dass der Traum geplatzt ist. Das Schlimme: Ich habe keinen anderen Traum, der mich so trägt wie dieser. Ich habe keine Alternative oder einen anderen Lebenssinn.
Seit meiner Trennung kommen immer wieder diese Gedanken von Sinnlosigkeit. Ich bin eigentlich ein geselliger Mensch. Ich habe viele Freunde, die ich regelmäßig sehe. Ich bin in einer Tanzgruppe, die eine große Community bildet mit regelmäßigen Partys. Ich habe einen sozialen Beruf, in dem ich "Problemkindern" helfe. Ich habe unzählige Hobbys wie segeln, Yoga, lesen, Filme, kreatives Schreiben, Kochen, reisen. Nur seit der Trennung frag ich mich jedes mal: Wofür? Für wen? Es kommt mir jedes Mal so vor, als würde ich eine Todo Liste abhaken (zur Arbeit, dann Hund, dann Freunde treffen, Sport usw.). Es erfüllt mich bei weitem nicht so sehr wie der Kinderwunsch. Ich habe kein anderes Ziel. Und die Vorstellung, dass es niemals etwas werden wird, lähmt mich und fühlt sich an wie als läuft mein Leben in eine Einbahnstraße. Ich kriege dann öfter Gedanken wie: Wozu überhaupt noch weitermachen? Was ist das Leben dann noch wert?
Am schlimmsten ist das Bewusstsein, dass ich mit dieser Einstellung niemanden entspannt kennenlernen kann. Ich werden dann schnell ungeduldig und habe das Gefühl, wertvolle Zeit zu verschwenden (innere Uhr). Ich kann dadurch nichts genießen und setze mich völlig unter Druck. Und irgendwann den anderen.
Kennt das jemand? Wie komme ich da raus? Therapeutische Unterstützung habe ich mittlerweile, aber die Tiefenpsychologie bringt mich da nicht so weiter. Ich brauch iwas praktisches.
Danke fürs Lesen