Isadora
Gast
ob und wann er es bereut ist für mich gar nicht relevant, ich weiß das Leben das er nun führt ist nicht das Gelbe vom Ei, es ist nicht so wie er es sich gewünscht hatte. Nun ist er es der sich verbiegen und verändern muss, der nicht mehr der Mann sein kann der er war und mit dem ich gelebt habe.
Er denkt an unsere gemeinsame Zeit, er weiß auch was er aufgegeben hat, die wenigen Male die es mir das gesagt hat, hat er das sehr respektvoll und bedauernd getan aber immer so dass er in mir keine Hoffnungen mehr geschürt hat.
Ich bin weit davon entfernt Wut zu empfinden, es ist nur Trauer in mir und eine maßlose Enttäuschung und ein Rest von Selbstvorwürfen.
Trauer um den Menschen der mich 33 Jahre begleitet hat, Enttäuschung wegen dem Wie und dem Warum, dass es so gekommen ist und so geendet hat. Die Selbstvorwürfe weil ich unsere Ehe anders gesehen hatte als er und wegen meiner Blindheit gegenüber ihm und seinen Bedürfnissen, dass ich meine Antennen für ihn anscheinend im Alltag verloren habe.
Was geblieben ist eine innere Verbundenheit beiderseits und ein verletztes Herz meinerseits.
Aber keine Freundschaft, das würde ich nicht zulassen können.
Ich glaube ihr habt den Strang damit jetzt zu einem tiefen und sinnvollen Ende gebracht. In wenigen Worten!