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Happy End Geschichten

Equiva

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Ist zwar schon ein etwas älteres Thema aber hier mal meine Meinung dazu:

Menschen sind zu bequem. Die Probleme zu lösen ist meist langwieriger und schwieriger als sich zu trennen.

Leider kann ich da nicht viel zu beitragen, denn meine Eltern und eigentlich meine ganze Familie ist bis jetzt noch mit Ihrem Partner zusammen.

Manchmal fehlt vielleicht ein wenig die Kompromissbereitschaft?
Oder man merkt erst spät, dass man nicht zusammen passt.
Ich z.B. habe meinen Freund damals in Australien kennengelernt, er war auch Deutscher, es war eine unglaublich schöne Zeit, danach haben wir eine Fernbeziehung geführt , also in Deutschland, waren auch mal eben 600 km. Trotzdem waren wir super glücklich und haben uns blind vertraut. Erst als wir zusammen gezogen sind kamen dann die Probleme. Ich kam mit dem typischen "Mann-Frau" Denken nicht klar. Er hat sich nicht mehr auf mich gefreut. Im Bett lief dann auch nichts mehr. Und irgendwann war es so weit, dass ich gesagt habe, "es passt einfach nicht".
Ich hab dann in den sauren Apfel gebissen, keine Familie hier, keine Freunde, aber es hat doch geklappt.

Vielleicht passt das auch zum eigentlichen Thread dem "Happy End" :D
Denn ich hab eine super Wohnung gefunden, in der meine zwei Samtpfoten einziehen durften, ein paar Freunde und Bekannte kennen gelernt und letztendlich meinen neuen Freund ( wobei es auch nicht immer das gelbe vom Ei ist - aber das ist eine andere Geschichte)
Aber ich bin super stolz, dass ich es mit meinen 19/20 Jahren selbstständig geschafft habe mir hier ein neues Leben aufzubauen, mich zu schätzen, mich gut und wohl zu fühlen. Inzwischen bin ich hier Zuhause.

25.10.2017 11:38 • x 5 #91


Kathii91

Kathii91

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Dann schreibe ich nun auch mal meine Happy End Geschichte :-)

Januar 2016 wurde ich verlassen - wir waren kaum ein halbes Jahr zusammen & doch war es eine sehr sehr intensive Zeit für mich. Ich war davor 2 Jahre Single, hatte viele Rückschläge erlitten und klammerte mich quasi an diese Beziehung & den Gedanken, endlich Mr. Right gefunden zu haben. Er verlies mich, weil er sich nicht in mich verliebt hatte... es war unglaublich schwer und sehr sehr traurig für mich - weil es so ein... naja offenes Ende war. Ich wusste gar nicht, woran es lag, suchte Fehler an mir, weshalb er sich nicht verlieben konnte und war weit weg davon, abzuschließen. Im Juni gab es sowas wie einen "Neustart"? Der jedenfalls nach hinten los ging und danach hatte ich es völlig satt mit ihm. Ich blockierte ihn und strich ihn aus meinem Leben - goldrichtig. Auch wenn es schwer ist, die Gewohnheit in Kontakt mit ihm zu sein, abzulegen - war es das einzig richtige. Ich war nach einigen Wochen "liebeskummerfrei" und hatte Ende 2016 zu 100% mit ihm abgeschlossen. Inzwischen führen wir eine "Fern-Freundschaft" - eher Bekanntschaft. Fragen uns ab und zu wie es dem anderen geht - nichts weiter. Er hat seit diesem Sommer eine neue Partnerin und es war da schon absolut okay für mich - ich freute mich sogar für ihn.

Und nach vielen Pleiten, Pech & Pannen mit der Männerwelt (ich lernte nur Vollidioten kennen - vergeben, Lügner, Draufgänger...), gab es diesen Spätsommer auch endlich Glück für mich. Wir lernten uns kennen und lieben - und endlich weiß ich, wie sich eine RICHTIGE Bezihung anfühlt - nach all den Jahren, weiß ich es nun. Er tut mir unglaublich gut, nimmt mich mit allen Ecken & Kanten und wir ergänzen uns perfekt. Er liebt mich & ich liebe ihn. Nächstes Jahr im Frühjahr ziehen wir zusammen, da ich einen Job in seiner Nähe angenommen habe (er wohnt nicht weit weg, aber es bietet sich dann an) und ich bin einfach nur glücklich & erfüllt. Mein Singleleben war natürlich nicht immer schlecht & ich habe es genossen - dennoch ist er mein "Plus", ein Zugewinn und ich bin sehr dankbar, dass 2017 so ein tolles Ende für mich hat.

Auch wenn man es im ersten Moment des Liebeskummers niemals glauben mag... es geht vorbei. Das Forum hier hat mir unglaublich gut getan & war ein toller Halt in dieser Zeit. Außerdem haben @Belltier und ich uns hier kennengelernt & sie ist inzwischen eine meiner besten Freundinnen <3

05.12.2017 11:21 • x 10 #92


Tempi

Über Belltier oder Dich -als Schwiegertochter- hätte ich mich auch gefreut. Musste mal gesagt werden.

05.12.2017 11:23 • x 1 #93


Blake88

Blake88

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Ich wünsche euch alles gute, genieß die Zeit ;)

05.12.2017 11:33 • x 1 #94


Kathii91

Kathii91

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Vielen Dank :)

05.12.2017 11:47 • #95


norwid68

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ich kenne 2 Paare die hier zusammengekommen sind. das eine ist sogar verheiratet... hatten uns hier alle 2011 kennenglernt :-)

31.12.2017 22:02 • x 1 #96


Eremit

Eremit

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So das Jahr ist jung und was gibt es besseres zu tun als ein neues Jahr mit einer Happy End Geschichte zu beginnen.

Im Januar 2016 teilte mir meine Ex Frau per Whats App mit das sie nach 10 Jahren Ehe aus dem gemeinsamen Haus ausziehen wird . Vor dieser Ankündigung gab es eine lange Zeit in der sie kein Wort mehr mit mir sprach, mir aus dem Weg ging und keine Zeit für unseren Sohn hatte . beinahe ein Jahr habe ich bis zu diesem Zeitpunkt wie ein Löwe um diese sterbende Ehe gekämpft, doch vergebens . eine Seite alleine kann eine Ehe nicht am Leben erhalten wenn der Konterpart sie einfach sterben lassen möchte . außerdem hatte meine Ex ja bereits einen "besten Freund" mit dem sie alles teilte.

Es folgte eine schwere Zeit . Neuorientierung, Umstellung auf Alleinerziehenden Vater, dem Kind beibringen das die Mutter weg ist und und und . Ja, es hat gedauert und eine Menge Kraft und Zeit gekostet all das zu realisieren, Maßnahmen zu ergreifen und daran zu wachsen aber es hat funktioniert und zwar wirklich gut.

Jetzt, zwei Jahre später wage ich vorsichtig ein Happy End zu verkünden.
Ich lebe wieder in einer glücklichen Beziehung mit einer tollen Frau die ich liebe wie keine zweite vor ihr . mein Sohn ist endlos begeistert von ihr und ihr Sohn weicht mir kaum von der Seite . es ist wirklich toll.
Aber DIES ist nicht einmal das wirklich Happy End denn dies ist in meinen Augen das Resultat .

Eremit labert wieder Unfug denkt ihr ?
Nix da . ich bin nüchtern weil Arbeit über Silvester :wink:

Ich empfinde die Trennung und das beendigen meiner Ehe inzwischen als das wahre Happy End denn nur das konnte mich im Endeffekt auf den Weg führen der mich dorthin gebracht hat wo ich jetzt bin.
Ein ehrlicher Rückblick auf meine Ehe zeigt mir auf wie unglücklich ich in dieser Beziehung war und aus purem Pflichtgefühl wäre ich womöglich für den Rest meines Lebens bei meiner Frau geblieben . Meine Ex-Frau und ich waren wahrlich nicht für einander geschaffen . im Sturm kennengelernt, viel zu schnell zusammengezogen, geheiratet und Eltern geworden und dieses Konstrukt wurde aus Pflichtgefühl von mir niemals angezweifelt . wie konnte ich eine Ehe NICHT anzweifeln in der es seit Jahren keine körperlichen Zuneigungen mehr gab obwohl ich mir dies so sehr gewünscht habe ? Wie konnte ich bereit sein darauf den Rest meines Lebens freiwillig zu verzichten . Liebe ist schön, aber man muss sich auch selbst lieben und das habe ich in dieser Ehe einfach weggeworfen.
Jetzt bin ich meiner Ex-Frau auf eine seltsame kranke Art dankbar diese Ehe beendet zu haben . natürlich wäre ein Ende ohne warmen Wechsel eleganter und schöner gewesen aber ich hätte es nicht getan . niemals.

Das wirklich Happy End war meine Entlassung aus einer einseitigen Beziehung . Ich habe den Leidensweg genutzt viel über mich, meine Bedürfnisse und Grenzen zu lernen, ich habe viel an mir gearbeitet, körperlich wie auch geistig und erst als ich der Meinung war eine Partnerschaft eingehen zu können ohne mich wieder selbst aufzugeben habe ich mich auf die Suche gemacht.

und das hat gar nicht mal so lange gedauert :mrgreen:
Jetzt fühle ich mich zum ersten mal seit vielen Jahren wirklich zufrieden und glücklich . ich arbeite GEMEINSAM mit einer tollen Frau an einer echten Beziehung und einer gemeinsamen Zukunft auf eine Weise die mir wohl ohne meine gescheiterte Ehe und den darauf folgenden Weg des aufrappeln und neu orientieren, selbst reflektieren und Ziele setzen niemals möglich gewesen wäre.
Vielleicht war meine Ehe ja nur Vorspiel für das was jetzt noch auf mich zukommt . ich nehme nichts mehr als gegeben hin sondern sehe jeden Tag der Beziehung als Herausforderung, Möglichkeit und Belohnung in einem . Ja, es macht Spaß am eigenen Leben zu arbeiten, und diese Erkenntnis habe ich aus meinem alten Leben gewonnen.

Und an alle diejenigen die jetzt hier aufschlagen, frisch getrennt, verzweifelt und orientierungslos: Es wird besser, dieses Gefühl geht vorbei . Phrasen wie:"Das ganze ist eine Chance neu zu Beginnen . blablabla", das prallt jetzt erst noch an euch ab, ihr denkt bei euch ist es schlimmer als bei den anderen und bei euch geht es nicht einfach so weg . ist es nicht und tut es doch.
nutz die Anfangszeit, leckt eure Wunden und suhlt euch im Schmerz . aber dann, wenn es langsam besser wird . nehmt euer Schicksal selbst in die Hand . ihr selbst legt fest in welche Richtung sich euer Leben verändern soll und niemand sonst.

Ein frohes Jahr 2018 an all diejenigen die sich mein gesülze hier seit nunmehr fast 98 Wochen mit anhören müssen . ihr habt mir auf meinem Weg enorm viel geholfen, geholfen mich zu orientieren und geholfen meinen neuen Weg zu finden.

Happy New Life :grinsen:

Der Happy
Eremit :mrgreen:

01.01.2018 03:49 • x 22 #97


escapancho

escapancho

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@Eremit Das treibt mir fast ein bisschen Pipi in die Augen. Eine wunderbare Geschichte, die ich heute Morgen lesen darf. Danke dafür!

02.01.2018 09:22 • #98


bifi07

bifi07

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Zitat von Eremit:
Ich empfinde die Trennung und das beendigen meiner Ehe inzwischen als das wahre Happy End denn nur das konnte mich im Endeffekt auf den Weg führen der mich dorthin gebracht hat wo ich jetzt bin.
Ein ehrlicher Rückblick auf meine Ehe zeigt mir auf wie unglücklich ich in dieser Beziehung war und aus purem Pflichtgefühl wäre ich womöglich für den Rest meines Lebens bei meiner Frau geblieben . Meine Ex-Frau und ich waren wahrlich nicht für einander geschaffen.

Mir geht es genauso! Auch ich habe durch meine jetzigen Liebe erkannt, dass ich nicht wirklich mit meinem Ex-Mann zusammengepasst habe, aber auch ich wäre wohl nie aus dieser Ehe ausgebrochen, da ich es nicht sehen wollte oder konnte.
Du wirst es nicht glauben, aber ich habe meinem Ex letztes Jahr wirklich dafür gedankt, dass er die Trennung eingeleitet hat (natürlich mit anderen Worten). Er ist weiterhin mit seiner damaligen Beziehung (1 Jahr neben unsere Ehe) zusammen, wenn auch nicht so, wie er sich das erträumt hat, aber das ist weiterhin sein Problem. :mrgreen:

Ich wünsche dir, dass ihr weiterhin glücklich miteinander seid und das das Neue Jahr nur Gutes bringt. :D

02.01.2018 09:48 • #99


stillsad

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Zitat von bifi07:
Mir geht es genauso! Auch ich habe durch meine jetzigen Liebe erkannt, dass ich nicht wirklich mit meinem Ex-Mann zusammengepasst habe, aber auch ich wäre wohl nie aus dieser Ehe ausgebrochen, da ich es nicht sehen wollte oder konnte.


Habt ihr, die das so schreibt, eigentlich alle eine neue Partnerschaft? Oder aber ist dieses Denken unabhängig davon? Weil ich immer noch glaube, das letzte Quäntchen Loslassen von der ehemaligen Beziehung hat doch sehr viel mit einem neuen Partner zu tun. Und den kann ich mir weder vorstellen, noch gibt es irgendwelche Verehrer (bin auch leider nicht der Typ dafür und da ich mich von allem mit Tinder fernhalte, auch in der Hinsicht alleine, weil das analoge Kennenlernen in der Hauptstadt anscheinend nicht mehr modern ist). Fürchte deshalb, niemals von meinem Ex wegzukommen, weil eben keine brauchbare Alternative in Sicht ist. Denn, ich sehe jetzt schon, dass er auch Fehler hatte, vor allem am Ende, sobald aber keine "bessere" Alternative auftaucht, macht die Trennung trotz allem für mich keinen Sinn. Denn lieben tu ich ihn leider immer noch, ich doofe Nuss. Aber gleichzeitig habe ich keine Lust, das Loslassen vom Finden eines neuen Mannes abhängig zu machen.

Oh Mann, werde niemals mehr glücklich sein :( .

28.03.2018 23:01 • x 1 #100


bifi07

bifi07

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Von einer unglücklichen Beziehung in eine vermeintlich glückliche zu wechseln nennt man warmwechseln und geht in den meisten Fällen nicht gut!
Ich bin jetzt seit anderthalb Jahren mit meinem Lg sehr glücklich. Im November bin ich fünf Jahre von meinem Ex getrennt.
Ich für meinen Teil kann sagen, dass es sehr gut war, dass ich damals länger alleine gewesen bin. Ich habe fast zwei Jahre gebraucht, bis ich über meine langjährige Ehe hinweh war.

29.03.2018 05:12 • x 1 #101


stillsad

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Gibt es denn nicht noch mehr Happy End Geschichten? Würde mich gerade so sehr darüber freuen, der Sonnenschein setzt einen so unter Druck, fröhlich zu sein.

09.04.2018 14:06 • #102


Megeas

Megeas

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Zitat von stillsad:
einen so unter Druck, fröhlich zu sein.

Nope ich bin wie ich bin ;) warum unter druck setzen wenn man es nicht ist ;) klar lächeln aber nicht aufgesetz

Ansonsten es gibt eben nicht viele Happy end geschichten die sind eben mega selten

09.04.2018 14:08 • #103


Eagle

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Zitat von stillsad:
Gibt es denn nicht noch mehr Happy End Geschichten? Würde mich gerade so sehr darüber freuen, der Sonnenschein setzt einen so unter Druck, fröhlich zu sein.


Lies diesen Thread 2016-nicht-mein-jahr-der-lebende-beweis-eines-ar-t36387.html?hilit=Zwischen%20zwei%20Stühlen#p881807
Das ist definitiv eine solche Geschichte.

09.04.2018 14:21 • x 1 #104


schmerz_89

schmerz_89

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Zitat von stillsad:
Gibt es denn nicht noch mehr Happy End Geschichten? Würde mich gerade so sehr darüber freuen, der Sonnenschein setzt einen so unter Druck, fröhlich zu sein.


Ich weiss nicht ob man "meine Geschichte" schon als "Happy End" ansehen kann. Ich versuche mich kurz zu fassen :lol:
Ich bin mit meinem Mann zusammen seit ich 15 Jahre alt bin, sowas wie Trennung kannte ich bisher nicht. Nun sind wir 13 Jahre zusammen, 10 davon verheiratet. Viele Jahre führten wir eine Wochenendbeziehung, berufsbedingt beiderseits. Ich wurde von ihm schwanger als ich 16Jahre jung war, aber dank der klasse familiären Unterstützung (vor allem durch meine Mamiii) habe ich Abi gemacht, studiert usw...
Die letzten Monate lief es irgendwie nicht rund...wir hatten nie direkt gestritten, eher uns gegenseitig angeschwiegen...ich weil er mich anschwieg und er weil ich ihn anschwieg.
Irgendwann platzte dann die Bombe: Er stellte mich per WA vor vollendete Tatsachen ("ach übrigens, ich treff mich am freitag noch mit meiner besten Freundin") meine Antwort darauf: "Pack deine Sachen und gehe, ich will dich nie wieder sehen", habe dann noch einen schönen Haufen mit seinen Klamotten gemacht. Er kam dann abends von der Arbeit heim packte sein zeug in Kartons und Müllsäcke und verschwindete dann...Anfangs wusste ich nicht wo er war, war mich auch egal. Irgendwann setzte das Vermissen ein und ich schrieb ihm, dass es mir leid tat, aber er wollte auch nicht wieder kommen.
Lange rede, kurzer Sinn,nach 6 Wochen und durchaus langen Gesprächen kam er dann doch wieder....aber was sind schon 6 Wochen wenn ich hier so die Zeiträume der Trennung lese :?

09.04.2018 14:47 • x 1 #105




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