Selvica
Gast
Ich habe schon seit ein paar Tagen mit den Gedanken gespielt, ob ich hier mal schreiben soll, weil ich nicht mehr weiter weiß und mir vielleicht ein paar Außenstehende objektive Meinungen helfen könnten wieder klar zu sehen. Ich erzähle vorher ein wenig über die Beziehung.
Mein Freund und ich führen seit 3 Jahren eine Fernbeziehung (Er 24, Ich 25). Ich muss dazu erwähnen, dass ich eine Borderline Persönlichkeitsstörung habe und andere psychische Probleme (PTBS)
Aber ich befinde mich schon lange bevor wir uns kennengelernt haben in Therapie. Und es wird auch immer besser, da ich ihm alles erkläre über die Erkrankung und er auch mal nachfragt und mein Psychologe gibt auch gute Ratschläge. leider sehe ich den aber nur alle 3 Wochen und auf die richtige stationäre Therapie warte ich seit 1 1/2 Jahren. Er freut sich auch für mich, wenn die Therapie startet.
Drei nennenswerte Symptome welche die Beziehung beeinflussen sind (bei mir): Starke Verlustängste (Allerdings bin ich sehr, sehr selten eifersüchtig) Und ich kann selbst nicht so schnell einschätzen, bei Streitigkeiten was falsch lief.
Dazu kommt, dass ich ein sehr direkter und ehrlicher Mensch bin und sage was ich denke. Mir ist Kommunikation sehr, sehr wichtig. Leider hat ihn das schon öfter verletzt. aber er wusste, dass ich so bin von Anfang an
Er ist da leider nicht so und hat mich auch schon in den 3 Jahren sehr oft angelogen. Es waren meistens kleinere Lügen. Trotzdem für mich schwierig weil ich das Vertrauen zu ihm sehr mühsam aufgebaut habe. Er redet auch nicht gerne, wenn wir einen Konflikt haben oder auch über Probleme.
Mein Psychologe meinte ich selbst sei sehr abgeklärt mit dem was mir wichtig ist und kann mittlerweile ganz gut kommunizieren, aber mein Freund hat da große Probleme und bei Kritik kommt so ein trotziges Verhalten von ihm, das hab ich noch nicht mal bei einem kleinem Kind erlebt und er baut eine Mauer um sich. egal was man wie sagt kein durchdringen.
Trotzdem hat es bis jetzt immer irgendwie geklappt und haben uns immer zusammen gerauft und gekämpft und er bedeutet mir auch sehr viel.
Nun habe ich das Gefühl, dass sich was geändert hat. Wir haben beide momentan größere Probleme. Ich mit meiner Wohnung und Existenz und er mit seiner Familie.
Ihn nervt es schon tierisch, wenn ich mit ihm über meine Sorgen spreche und es kommen Sätze wie "Es geht nur noch darum", "Was ist denn jetzt schon wieder". Ich höre ihm immer zu, egal was er hat und frage auch manchmal nach weil er nie von sich aus was erzählt. war schon anfangs so. Also ich höre allgemein gerne anderen Menschen zu auch bei Sorgen und gebe Ratschläge. Dazu kamen aber letztens Vorwürfe "Du fragst doch nie nach, du hörst nie zu"
Und er hat in der letzten Zeit wenig Zeit für mich, ist sehr oft genervt mir gegenüber und lässt seine Launen an mir aus. Ich finde es normalerweise sehr gut, wenn er weg geht und mal was alleine macht, weil ich gerne ab und zu auch mal alleine was mache. aber in der letzten Zeit geht er nur noch weg, Er ist irgendwie total anders geworden auch sehr abweisend und kratzbürstig. Wenn ich auf Abstand gehe meckert er wieso ich mich nicht melde.
Kann mir hier jemand vielleicht einen Rat geben was ich tun könnte?
Die Beziehung war ab dem 2. Jahr schon schwer oft, aber das hat uns bis jetzt immer noch mehr zusammen geschweißt. Nun weiß ich nicht mehr weiter. Kein ran kommen an ihn weil er auch immer so trotzig reagiert
Freue mich über jeden ernsten Ratschlag, aber bitte keine Beleidigungen (davon habe ich leider schon gelesen hier und mich erst nicht getraut zu schreiben)