bumblebee112
Mitglied
- Beiträge:
- 46
- Themen:
- 4
- Danke erhalten:
- 65
- Mitglied seit:
ich weiß nicht wie ich genau anfangen soll oder auch wo aber ich fühle mich hilflos.
Wie in meinem letzten Beitrag beschrieben habe ich die letzten Wochen und Monate die Hölle durchlebt, ein Auf und Ab.
Nun ist ein bisschen ruhiger Wind in die ganze Geschichte gekommen und ich sehe nun die Situation mit einem etwas klareren Kopf. Seitdem ich in psychologischer Behandlung bin und nun auch schon seit 2 Wochen in meiner eigenen Wohnung wohne, geht es mir deutlich besser. Ich kann wieder essen (wenn auch noch Kinderportionen) und zum Teil auch wieder etwas schlafen.
Seit meinem Auszug aus der gemeinsamen Wohnung (31.5) habe ich mit meinem Ex Partner Null Kontakt, alles wichtige regeln wir über seine Eltern (Abschlussrechnung vom Strom. ). Auch wenn ich die Möglichkeit habe ihn zu kontaktieren, mir ist überhaupt nicht danach und es fällt mir auch nicht schwer keinen Kontakt zu haben.
Offiziel sind wir schon seit dem 01.5 getrennt, doch haben vorher noch ganze Zeit zusammen gewohnt, der andere war trotzdem dauerhaft präsent und man konnte sich beim anderen jederzeit auskotzen, zusammen lachen. So richtig getrennt fühle ich mich und er auch uns erst seitdem wir räumlich nun auch getrennt sind. Vorher war es uns schon bewusst, doch es hat sich ja nichts wirklich an den anderen Lebensumständen/ Gewohnheiten geändert, die man zusammen hatte.
Habe mir eine neue Handynummer einrichten lassen, die er auch nicht hat, wie meine neue Adresse. Er hat mich mittlerweile blockiert, auch wenn wir nicht im bösen auseinander sind (meine Psychologin meinte, er kann nicht damit umgehen, dass er die Möglichkeit hat Zugriff auf meine Profile zu haben wann er will). Seine Art alles zu verarbeiten, finde ich zwar nicht sehr erwachsen, da keiner von dem anderen etwas sehen konnte aber nun ja seine Entscheidung, kann ich auch mit Leben.
Bekomme nur über den Kontakt mit seinen Eltern ab und zu etwas mit. Wie zum Beispiel das es ihm nicht besonders gut aber auch nicht besonders schlecht geht. Ihm setzt das ganze zu (seine Aussage dem Vater gegenüber) und das er sehr schnell mit allem Überfodert ist momentan (einige Mahnungen kamen schon, früher nicht eine einzige da ich mich um alles gekümmert habe). Und ihn das alles sehr beschäftigt, wenn er auf der Arbeit ist oder Abends im Bett liegt, was ich davon halten soll keine Ahnung, will nichts auf die Goldwaage legen. Habe nur mitbekommen, dass er sich über einen gemeinsamen Freund über meine neue Wohnung, den Vermieter und mich erkundigt hat. Der Freund hat zum Glück abgeblockt und gemeint, frag sie bitte selbst wenn dich das interessiert. Auch davon weiß ich nicht was ich halten soll, mich erst blockieren aber sich hintenrum Infos über mich einholen?!
Ich bin nun zu meinen Eltern und Freunden in die Heimat gefahren und bin froh über die Ablenkung, hier geht es mir deutlich besser.
Trotzdem, und jetzt kommt der springende Punkt, kreisen meine Gedanken im Kopf von morgens bis Abends. Wenn ich meine Augen öffne ist der erste Gedanke er, ständig zwischendurch wenn ein Lied kommt, ein Ort oder ähnliches was mich an ihn erinnert, zieht es mich gleich wieder runter. Jeder normale Mensch würde mir sagen, hack die Sache ab es ist vorbei für immer! Und ja ich sehe alles nun auch aus einer anderen Sicht. Mein Kopf sagt mir nun seit längerem: Sei froh das du ihn nicht geheiratet hast und er dann erst sein wahres Gesicht gezeigt hätte, das wird nie wieder was es ist viel zu viel vorgefallen, du verdienst definitiv jemand besseren, so jemand kannst du doch nicht mehr vertrauen oder so lieben wie früher. Tausend andere Sachen könnte ich noch aufzählen. Jetzt kommt aber das aber! im Herzen tut es sau weh und dann erwische ich mich in einigen Momenten bei dem Gedanken, hoffentlich steht er doch bald vor der Tür oder konatktiert dich mit dem Satz: Es war alles ein riesen Fehler, es tut mir leid. Obwohl ich momentan noch nicht mal selber wüsste, ob ich die Beziehung mit ihm noch mal wollen würde. Eigentlich würde ich mir wünschen ich kann loslassen, das wäre das Beste für mich. Ich könnte mich auf mein neues Leben konzentrieren und mich. Wo ich so hart dran arbeite.
Aber dann kommt wieder der Rückschlag, Anfang Juli muss ich meinem Personalchef meine Entscheidung verkünden. Bleibe ich hier oder gehe ich in die Heimat? Was willst du hier alleine frage ich mich dann immer, bei Familie und Freunden wird es dir besser gehen und du müsstest ihm nie wieder über den Weg laufen oder ihm und seiner Neuen (wenn es dann mal soweit ist).
Ich fürchte mich vor dem Tag, andem ich ich entscheiden muss. Umso näher er rückt um so verwirrter werde ich einfach. Geh! Nein bleib hier, vielleicht wird es ja doch noch was. Nein! Auch wenn das kann doch nicht funktionieren. Herz gegen Kopf, Engel gegen Teufel. Es ist momentan ein unglaublicher Krieg. Ich fühle mich überfordert, früher habe ich immer ein guten Rat und eine andere Sichtweise durch mein Ex bekommen, jetzt muss ich alleine und nur für mich handeln, sehr ungewohnt. Ich fühle mich auch nicht alleine oder einsam ohne ihn, klar ab und zu fehlt er mir aber auch da weiß ich nicht, ist es der Mensch (mit Liebe und Gefühlen die ich mal hatte/ habe) oder einfach nur die Gewohnheit? Ich fühle mich irgendwie unvollständig, ein Teil von mir ist mit ihm gegangen.
Und diese tausend Fragen in meinem Kopf machen mich verrückt.
Warum tut es trotzdem so weh, nachdem was er alles mit mir gemacht hat, was muss denn noch alles kommen, dass mein Herz und Kopf sich einig sind- Ich will das nicht mehr?
Warum kann ich denn nicht loslassen, obwohl ich selbst nicht weiß ob ich eine Beziehung noch mal wollen würde?
Warum juckt mich der Gedanke so sehr, er könne bald wieder mit einer anderen Frau intim werden auch wenn es nur Spaß ist, obwohl er mich bereits betrogen hat und ich ihm vergeben hätte?
Ich fühle mich hin und her gerissen, ich will definitiv loslassen, dann wieder auch nicht. Es geht mir eigentlich gut ohne ihn, ich komme besser klar als gedacht, dann wieder überhaupt nicht. Wie soll ich für mich so einen klaren Cut machen, mit einem klare Gewissen voller Überzeugung, wenn ich Anfang Juli dann doch verkünde ich gehe wieder zurück? Ich fühle mich wie ein Ballon, dauerhaft auf Spannung bis eine kleine Nadel kommt und mich zum platzen bringt und die ganze Luft verloren geht.
Ich würde gerne ein paar Meinungen hören


