Sannne11
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gerade weiß ich nicht mehr weiter und möchte meine Geschichte hier schreiben in der Hoffnung, dass ich mich danach vielleicht etwas weniger verzweifelt fühle.
Ich, w, Mitte Fünfzig, habe mich 2012 nach fast 25 Jahren Ehe getrennt, da mein Ex-Mann mich mehrfach betrogen hatte. Was folgte, war eine schwierige Zeit mit unschöner Trennungsauseinandersetzung, Umzug, Sortieren der Freunde und beruflicher Neuorientierung. Ich war sehr am Boden, habe mich aber Schritt für Schritt in mein neues Leben eingefunden und bin auch als Single glücklich geworden mit einer kleinen, aber sehr liebevollen Familie und ganz engen langjährigen Freunden.
Im Frühjahr 19 habe ich über ein gemeinsames Hobby (Sport) meinen jetzigen Partner kennengelernt. Alles war stimmig, wir hatten ohne Eile eine wunderbare Kennenlernphase und sind Mitte 2019 zusammengekommen. Es war so ein gutes Miteinander, ich habe mich angekommen und geliebt gefühlt, obwohl die Rahmenbedingungen nicht ganz einfach waren (beruflich bei mir, vorübergehend gesundheitlich). Trotzdem hatten wir auch viele schöne unbeschwerte Momente. Unser 6 (war uns beiden wichtig) war innig und schön, bis zum Schluss.
In den letzten Wochen hat mein Freund sich etwas zurückgezogen und mein Bauchgefühl war nicht so gut. Darauf angesprochen meinte er, dass er sich nicht richtig unbeschwert fühlen würde durch unsere Alltagsthemen (sein und mein Berufsalltag, auch meine Erkrankung); obwohl wir auch viele andere Themen hatten. Zu Weihnachten habe ich noch einen sehr liebevollen Brief von ihm bekommen.
Heute morgen hat mein Freund sich von mir getrennt mit absoluter Klarheit, dass es kein zurück mehr geben wird. Ich bin völlig geschockt, verzweifelt, tief traurig und weiß nicht wie ich die nächsten Tage und Wochen überstehen kann. Essen geht gar nicht und ich hab Kopfschmerzen, mein Körper rebelliert.
Danke für das Lesen und Euch ein gesundes und glückliches 2021!
Liebe Grüße
Sannne
PS Die Übergabe aller Dinge hat heute schon stattgefunden (wir haben nicht zusammen gewohnt). Äußerlich war ich ruhig, aber gefühlt war es ganz furchtbar; und ein echtes Highlight zum Schluss des Jahres
