Engel07
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Ich fand wir waren auf einen guten Weg. Allerdings hab ich irgendwie die Warnsignale nicht sehen wollen. Wir haben uns gut verstanden, meine Frau schien dabei zu sein mir verzeihen zu können. Aber ich habe immer diese Distanz gespürt. Und wenn ich ganz ehrlich bin, ich hab gerade alle unsere WhatsApp Nachrichten gelesen. Das ist mindestens schon 6 Jahre so. Ich war geschockt, wie ich oft mich von meiner Frau angegriffen gefühlt habe und dann gereizt reagiert habe. Ich merke wohl, dass sie mich nicht mehr liebt. Hab mich immer nur über fehlenden S. beklagt. Ich hab es einfach mir nicht vorstellen können, dass ihre Liebe weggeht. Wir haben uns beide nicht mit Ruhm bekleckert. Da ich meine Frau geliebt habe und mir der S. als Bestätigung der gemeinsamen Zuneigung gefehlt hat, hat sie gelitten weil ich ihrerseits sich nicht geliebt gefühlt hat. Wir haben das unterschiedlich festgemacht. Ich an S. sie an Zärtlichkeiten. Also mal sinnliches Küssen oder umarmen usw.
Wir haben nie wirklich geredet. Ich habe mich nur über S. beschwert, meinte aber eigentlich ihre Zuneigung. Sie hat leider nie richtig geredet. Das ihr Zärtlichkeiten fehlen hat sie wohl mal gesagt, dass sie sich dadurch von mir entfernt nicht. Ich war oft sehr misstrauisch und provozierend in unseren Unterhaltungen. Wenn ich das jetzt lese, also die alten Unterhaltungen, schäme ich mich. Wir haben beide schuld und aneinander vorbeigeredet. Die Affäre war für sie nur der Triggerpunkt. Das war letztendlich nicht der Grund der Grund. Wir hatten neulich eine verordnete Streicheleinheit von der S.Therapie. Die Initiative ging von mir aus und dann sollte sie nicht. Wir haben diskutiert ich hab verschiedene Sachen gesagt und sie sagte nie was. Und dann fragte ich: was denkst du Sie sagte nichts und irgendwann sagte sie: es würde dich sehr verletzten Ich sagte dann, ich glaube wir sollte. Beide endlich offen über alles reden. Sie sagte dann, dass sie nicht mehr wisse, ob sie mich noch liebt. Ob da wirklich noch Gefühle sind für mich und ob das reicht. So nebeneinander will sie nicht mehr leben. Sie möchte eine Trennung. Die Paartherapie umwandeln in eine Mediation zur Trennung. Die S.Therapie auf jedenfalls aufhören. Ich war so verletzt, dass ich erst mal das Weite gesucht habe. Sie mache sich Sorgen und sagte, dass ich bitte erreichbar sein soll. Sie schrieb mir dann, dass sie erst mal ins Gästezimmer zieht. Ich schrieb ihr: puh, wir wird gerade bewusst, dass du das echt ernst meinst Sie sagte: ja, mir auch. Ich bin dann irgendwann nach Hause gekommen und sie gefragt, ob wir noch mal reden wollen. Wir lagen dann im Ehebett und haben lange gesprochen. Sie wollte dann irgendwann schlafen und ist sagte dann, ob es ok wäre wenn sie hier bleibt. War es für mich. Ich habe die ganze Nacht keine Minute geschlafen. Ich bin dann früh zur Arbeit gefahren. Um 8 Uhr mussten die Kinder aufstehen. Ich hab sie dann angerufen und gesagt, dass es Zeit ist die Kinder zu wecken. Sie bedankte sich und fragte, ob wir abends noch mal reden wollen. Ich hatte schon Hoffung, dass sie irgendwie noch was retten will. Wir trafen uns dann in einer Kneipe und redeten. Sie sagte, sie möchte eine Trennung. Das heißt wir haben getrennte Wohnungen, sind aber noch ein Paar. Wir unternehmen dann ab und zu was und gucken dann, wie es sich entwickelt.
Ich habe aber gespürt (oder ich alter Pessimist hab es mir eingeredet, dass sie mich nicht mehr liebt und das nur macht, um eine sachte und Schrittweise Trennung hinzukriegen. Sie hat mit mir Mitleid. Sie sagt, das das kein Mitleid ist. Ihr liegt halt noch was am mir und sie macht sich Sorgen und es tut ihr leid, dass sie mich verletzt. Für mich ist das die Definition von Mitleid.
Ich habe ihr dann gesagt, dass ich diese ewige Hoffnung bei schönen Treffen und dann die Enttäuschung wenn sie wieder alleine nach Hause fährt nicht ertragen. Ich habe dann gesagt, wir trennen uns wirklich, ohne Verpflichtung. Ich ziehe um und wir brechen den Kontakt voll ab. Nur wenn wegen der Kinder was ist, schreiben wir. Am 28. treffen wir uns bei der Paartherapie und dann gucken wir, ob sie klarer denken kann. Sie fragte ob das provozieren ist oder Selbstschutz. Ich sagte, dass ist Selbstschutz. Ich möchte keine Trennung, respektiere aber das sie eine Auszeit braucht. Nur so auf halb acht, verletzt mich zu sehr.
Mein Gefühl sagt mir, dass sie gut zurecht kommen wird und beim Treffen mir sagen wird, dass die Trennung endgültig ist. Im Moment würde ich es nicht ertragen. Daher überlege ich da überhaupt hinzugehen.
Nun quält mich ein Gedanke. Mach ich durch meinen Totalrückzug alles entgültig kaputt. Ich überlege ihr zu schreiben und zu sagen, dass ich auf das Angebot eingehe. Was meint ihr?
Ich bin so verzweifelt. Es ist die zweite Nacht im Hotel und ich fühle mich so einsam und verlassen. Danke für eure Meinung