Zitat von Tilean:Ich glaube keinesfalls, dass es Therapiebedürftig ist, wenn ein Mann gleichgeschlechtlich oder bi ist. Ist ja keine Krankheit. Ich kann nur sagen, ...
Nein, therapiebedürftig ist keiner, nur weil er queer ist.
Aber möglicherweise dann, wenn er mit der eigenen Identität extrem struggelt und sie nicht annehmen kann.
Menschen , die Bi sind wird ja häufig unterstellt, dass sie schneller fremdgehen würden, weil sie die Sexualität mit dem anderen Geschlecht quasi "benötigen". Durch die Bank weg alle, die ich dazu etwas habe sagen hören, sagen, dass sei absoluter Schwachsinn. Monogamie bedeute immer verzicht auf Sex mit anderen. Das zu wollen, zu leben oder abzulehnen habe nichts damit zu tun, ob man bi sei.
Ich kann mir bei deinem Mann eher vorstellen, dass der Teil von ihm, der hier verdrängt wird, Sichtbarkeit braucht. Deshalb ordne ich auch den Betrug anders ein, als ich es sonst sehr rigoros tue. Ich denke es ist Teil der Identitätsfindung, es ist die extreme Ablehnung, die ihn da lenkt. Dich so sehr abzulehnen, dass du einen elementaren Teil von dir ignorierst, kann weder gesund sein noch zu gesundem Verhalten führen. In der Anerkennung und der Annahme der eigenen Identität kann ich mir schon einen Weg vorstellen, durch den er solche Aktionen nicht mehr nötig hat. Etwas drängt da an die Oberfläche und er will den Deckel drauf halt. Also sucht es Umwege um rauszukommen.
Oder er ist natürlich einfach der typische AL-Fremdgeher. So beschreibst du ihn aber nicht.
Was bräuchtest du noch für Tipps gegen den Liebeskummer? Meine bisherigen schienen ja nicht die zu sein, nach denen du suchst.. Ein Allheilmittel gibt es nicht. Da hilft nur Zeit. Und den Schmerz zulassen und nicht weg drängen.