Scherben_herz, ich möchte dir nochmal nahelegen, diese Sache (auch für dich) nicht als Beziehung zu bezeichnen. Sechs Wochen sind keine Beziehung, das ist nicht mal eine Kennenlernphase (die normalerweise locker ein halbes bis Jahr dauern kann), sondern im Grunde nur eine Anbahnung oder ein ganz frühes Kennenlernen.
Dass du das als Beziehung betrachtest (in deinem Alter - bei einer Jugendlichen mit ihren ersten Beziehungs-Gehversuchen würde man das noch nachvollziehen können), zeigt eigentlich nur deutlich, wie krass du diese Geschichte mit deinem
Wunsch nach einer Beziehung überfrachtet hast.
Zitat von scherben_herz: Auch das mit der Geschlechtskrankheit offenbarte mir mein Exemplar 3 Wochen nach dem Kennenlernen und warf mir vor, ich hätte ihn angesteckt.
Schau mal, scherben_herz, das wäre bei mir auch so ein absoluter Stop-Punkt gewesen... (neben jedem, und zwar wirklich jedem anderen Aspekt in deiner Auflistung über die Dinge, die du mit diesem Mann erlebt hast):
Nach DREI Wochen kommt dir ein Mann mit so einer Frechheit - dir vorzuwerfen, ihn mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt zu haben. Während du ja genau weißt, dass das nicht stimmt, und im Gegenteil, dir womöglich bei ihm noch was abgeholt hast.
Ich hätte allein deswegen an der Stelle ein Kennenlernen beendet, weil doch völlig klar ist, dass mit dem Kerl was Entscheidendes nicht so ganz stimmt.
Wenn du dagegen nicht nur nicht abbrichst, sondern mit noch mehr Bemühen weiter machst, ist sehr schnell klar, dass (auch) mit dir etwas Entscheidendes nicht stimmt: deine ureigene Aufgabe, dich selbst zu schützen, vor Schaden zu bewahren und angemessene Grenzen zu ziehen.
Ich habe nochmal dein Eingangsposting überflogen und muss erneut feststellen, dass diese Ansammlung an katastrophalem Verhalten allein schon im Hinblick auf die Masse in der kurzen Zeit kaum nachvollziehbar für mich ist. Dein eigenes Verhalten ist überhaupt nicht schlüssig, denn so abhängig, wie du dich benommen hast, ist man normalerweise erst nach deutlich längerer Zeit in einer destruktiven Beziehung, und üblicherweise geht dieser Abhängigkeit zumindest eine Phase voraus, in der die Beziehung wirklich schön ist und man vom anderen sehr idealisiert wird (sonst entsteht ja erst gar nicht diese Problematik, denn kaum jemand würde sich doch an einen Menschen binden, der einen von vornherein total schrecklich behandelt).
Auch dass dein Exemplar in absolut kürzester Zeit dekompensatorisches Verhalten zeigt, finde ich ungewöhnlich. Normalerweise sollte jemand, vor allem jemand der in seinem Umfeld ansonsten positiv gesehen wird, nicht in so kurzer Zeit derartig unterirdisches und gestörtes Verhalten an den Tag legen. Üblicherweise wird da gerade in einer Beziehungsanbahnung erstmal fleißig geblendet, und die Schokoladenseite präsentiert, in die der andere sich dann auch wirklich verlieben kann. Hier bei dir ist aber nirgends nachvollziehbar, worauf sich deine vermeintliche emotionale Abhängigkeit diesem Mann gegenüber denn eigentlich gründet, weswegen dein Verhalten auf mich ja auch so unglaubwürdig/schwer nachvollziehbar erscheint, im Gegensatz zu zahlreichen anderen Geschichten ähnlicher Thematik hier im Forum.
Du siehst, ich kriege deine Geschichte immer noch nicht eingeordnet, du schilderst Ereignisse aus einem Zeitraum von ein paar Wochen, die sich dann anhören wie eine lang eingespielte destruktive Narzisstenbeziehung. Wenn das alles so wie geschildert von dir erlebt wurde, muss dir doch irgendwo auch klar sein, wie extrem alarmierend deine eigenen Anteile an diesem Geschehen für Außenstehende sind, und dass einiges unrund wirkt.