Miss Hope
Gast
heute vor 2 Jahren zog mein Mann von zu Hause aus, nachdem ich ihn während (s)eines Urlaubes mit "Der Neuen" entlarvte. Ein Schock (bis heute) und meine Welt zerplatze in Sekunden wie eine Seifenblase. Wir haben ein gemeinsames Kind. Mein Mann hat zudem aus seiner ersten Ehe ein weiteres Kind - hierzu konnte ich den Kontakt bislang halten, was ich unter anderem auch für die beiden "Geschwister" tue.
Ich war und bin es noch wirklich am Ende und alles veränderte sich plötzlich. Ich war damals noch in Elternzeit und hatte nicht einen Cent in der Tasche, aber plötzlich Kosten und ein Kleinkind.
Ich musste also auf den Ämtern nach Geld betteln, Umziehen und einen Kindergartenplatz in der neuen Stadt suchen und natürlich Arbeit finden.
Heute kann ich sagen, geht es mir finanziell gerade so "ausreichend" - ich weiß aber leider auch, das es schlimmer geht.
Die Scheidung an sich hat er schnell eingereicht, lügt das sich die Balken biegen und zog gleich von der Ex zur Next und seine Kinder sind seitdem unwichtig und der Kontakt - naja - schleppend bis gar nicht.
Trotz ALLEM was ich mitgemacht habe - und ganz ehrlich, es ist teilweise ehrlich die Hölle - glaube ich ganz feste daran, dass er diesen Weg gehen MUSSTE. Es hört sich vielleicht verrückt an, aber egal was er mir andichtet und antut - ich liebe ihn und kann ihm verzeihen und denke eben auch er ist einfach in eine Situation gelangt, aus der er nicht rauskommt und vielleicht auch zur Zeit nicht will.
Immerhin fangen wir langsam wieder an miteinander zu reden. Was im Bezug auf das gemeinsame Kind goldwert ist.
Ich glaube fest daran, dass es noch mal eine Chance gibt und ich werde von meinem Umfeld dahingehend nur noch mit einem Kopfschütteln begrüßt. Ich solle sehen, was er tut und getan hat und Stolz haben.
Ja das mag alles sein, aber egal was war - eine Trennung ist nie nur einer Schuld. Es machen immer beide Fehler und ja, auch ich habe meine Fehler gemacht. Jeder muss für sich eben entscheiden, wie gravierend es für einen selbst ist, auch wenn man selbst vielleicht eine andere Empfindung hat.
Lange Rede kurzer Sinn:
Wann meint Ihr wäre der beste Zeitpunkt, irgendwie noch einmal eine Art "Versuch" zu starten?
Jede Beziehung durchläuft doch gewisse Phasen. Ich meine wir waren auch in einer "instabilen Phase" sonst hätte "Sie" nicht die Change gehabt, dort einzugreifen. Das muss doch anders rum auch möglich sein?
Uns hat es im übrigen im 7. Jahr zerrissen, gekannt (ohne Beziehung) haben wir uns 10 Jahre.
Die beiden sind nun 2 Jahre (soweit ich es weiß) zusammen.
Hat jemand Erfahrungen? Ich sollte vielleicht noch erwähnen, wenn wir uns sehen (eine Kontaktsperre ist aufgrund des Kindes unmöglich) guckt er mich weder an, noch spricht er wirklich - aber es fühlt sich immer noch nicht "fremd" an, er ist mir noch so Nahe.
Kennt das jemand?
Was hab ich zu tun? Tipps?
Freue mich auf Eure Antworten, Rat und Erfahrungen.
Gute Zeit, Miss Hope
