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Ich bin gegangen, obwohl ich bleiben wollte

Heffalump
Zitat von Sakura_:
Ich bin recht wählerisch

dagegen spricht ja nichts, aber du willst geliebt werden - und das liefert er nicht, sonst wärt ihr noch zusammen

• #106


downie
Hallo,

Zitat von Heffalump:
aber du willst geliebt werden

Ich lese hier in keiner Silbe, dass der Ex der TE sie nicht geliebt hat.

Ich glaube, die beiden sind einfach nicht mehr kompatibel. Die beiden entwickeln sich in andere Richtungen. Das kommt vor und ich meine es ist besser die beiden merken es jetzt, in noch relativ jungen Jahren, als in 10 Jahren mit Haus, Kind, Hund und Kegel.

Ich glaube, es kommt nicht so häufig vor, dass die erste große Liebe ein Leben lang hält.

@te ich finde Du schreibst sehr reflektiert über eure gemeinsame Zeit. Klasse finde ich, dass Du auch Deine Anteile am Scheitern Eurer Beziehung erkennst. Du kannst ganz klar auch die guten Zeiten Eurer Beziehung benennen, schreibst respektvoll über Deinen Expartner und das finde ich großartig.

Konzentrier Dich auf Dein Leben und sieh zu, dass Du die beste Version von Dir selbst wirst. Wichtig ist, dass Du glücklich und zufrieden mit Dir und Deinem Leben bist. Der Rest kommt von alleine...

LG
downie

• x 2 #107


A


Ich bin gegangen, obwohl ich bleiben wollte

x 3


Sakura_
Noch mal ein kleine Update:

Mittlerweile sind fast drei Wochen vergangen und zwischen uns ist weiterhin nichts geklärt. Von ihm kam kein Versuch, über uns zu sprechen. Gleichzeitig hat er noch meinen Schlüssel und ich habe seinen Koffer und andere Sachen hier. Bis auf das Stoppen des Dauerauftrags hat er auch organisatorisch nichts geregelt.

Diese Woche hatten wir einmal Kontakt wegen meiner Versicherung, weil er vor der Trennung noch einen Fondswechsel für mich angestoßen hatte. Der Kontakt war überraschend warm. Er hat mir nicht nur erklärt, was ich machen soll, sondern den Antrag komplett für mich ausgefüllt, sodass ich nur noch unterschreiben musste, wollte ihn für mich weiterleiten und schrieb, dass ich ihn bei Fragen auch außerhalb der Arbeitszeit immer erreichen könne. Auf mein „Vielen lieben Dank für deine Unterstützung“ antwortete er mit „Immer!“.
Das hat mich kurz sehr beruhigt. Seit gestern trifft mich die Trennung aber wieder richtig. Freitag war immer unser Tag: Nach seiner Arbeit bzw. seinem Training haben wir uns gesehen und das Wochenende zusammen verbracht.

Gestern habe ich ihn zum ersten Mal richtig schlimm vermisst und auch zum 1. Mal geweint. Heute musste ich zusätzlich an seine Eltern und Weihnachten denken. Meine Familie feiert selbst kein Weihnachten und die letzten Jahre habe ich Heiligabend immer mit ihm und seiner Familie verbracht.

Gleichzeitig merke ich, dass ich diesen Schwebezustand immer weniger aushalte. Ich bin selbst noch gar nicht sicher, ob ich die Beziehung zurückmöchte. Wenn überhaupt, würde ich schauen wollen, ob wir etwas anderes miteinander aufbauen können. Aber nach fast drei Wochen kommt von ihm keinerlei Initiative in Richtung „uns“.
Ich überlege deshalb, jetzt einfach die Sachen zu klären und meinen Schlüssel zurückzufordern. Nicht um eine Reaktion zu provozieren, sondern weil ich merke, dass diese offenen Dinge für mich zu einem Hintertürchen werden. Ich möchte auch kein Beziehungsgespräch über diesen Umweg erzwingen, zumindest rede ich mir das ein.
Würdet ihr die Sachen jetzt klären, obwohl ihr selbst emotional noch nicht sicher seid, ob es endgültig vorbei ist?

• x 3 #108


mokka_23
Zitat von Sakura_:
Aber nach fast drei Wochen kommt von ihm keinerlei Initiative in Richtung „uns“.
Ich überlege deshalb, jetzt einfach die Sachen zu klären und meinen Schlüssel zurückzufordern. Nicht um eine Reaktion zu provozieren, sondern weil ich merke, dass diese offenen Dinge für mich zu einem Hintertürchen werden.

Mach das, es bringt Klarheit. Nur so kannst du abschliessen. Wie es sich liesst, will dein Ex vermutlich nicht zurück in die Beziehung. Wahrscheinlich kommt der richtige Trennungsschmerz noch, fürchte ich.

• x 2 #109


Sakura_
@mokka_23 Das denke ich auch. Bin, ehrlich gesagt, verblüfft darüber, wie sehr er das Ganze einfach totschweigt. Also sich nicht mal um seine Sachen kümmert, die hier noch rumliegen, seinen Koffer, den ich mitgenommen habe. Er macht einfach absolut gar nichts. Das tut schon weh.

• x 1 #110


St_Jappi
Guten Tag @Sakura_
Ich würde die organisatorischen Dinge tatsächlich jetzt klären – gerade weil du selbst merkst, dass sie für dich inzwischen zu einem „Hintertürchen“ geworden sind.
Seinen Schlüssel zurückzufordern und ihm seine Sachen zu geben bedeutet ja nicht automatisch: „Unsere Beziehung ist endgültig vorbei.“ Es bedeutet zunächst einmal nur, dass ihr die praktische Seite der Trennung sauber regelt.
Ich kenne dieses Gefühl übrigens auch aus eigener Erfahrung. Wenn man selbst noch nicht richtig losgelassen hat, sucht man manchmal regelrecht nach kleinen Zeichen, die die Hoffnung am Leben halten. Ein warmer Kontakt, ein bestimmter Satz, ein Gegenstand, der noch beim anderen liegt – und schon denkt man: Vielleicht ist da doch noch etwas.
Deshalb würde ich auch den Kontakt wegen deiner Versicherung nicht überbewerten. Dass er dir geholfen hat und auf dein „Vielen lieben Dank“ mit „Immer!“ geantwortet hat, kann natürlich bedeuten, dass du ihm noch wichtig bist. Aber es sagt nicht zuverlässig etwas darüber aus, ob er die Beziehung zurück möchte. Und genau dieses Interpretieren von Kleinigkeiten kann einen sehr lange in diesem Schwebezustand halten.
Du hast fast drei Wochen gewartet und von ihm kam bisher keine Initiative, über eure Beziehung zu sprechen. Das ist ebenfalls eine Information – nicht zwingend darüber, was er fühlt, aber darüber, dass er im Moment offenbar nichts in diese Richtung unternimmt.
Deshalb würde ich die Sachen ganz nüchtern regeln. Schlüssel zurück, seine Sachen zurück, deine Sachen holen, was organisatorisch noch offen ist. Ohne Vorwurf und ohne versteckte Erwartung, dass daraus plötzlich ein Beziehungsgespräch entsteht.
Und dann würde ich mir selbst ein bisschen Ruhe gönnen.
Denn vielleicht ist das Interessante an deiner Situation sogar, dass du nach dieser Klarheit zum ersten Mal wirklich herausfinden kannst, ob du ihn zurückhaben möchtest – oder ob du gerade einfach den Verlust, die Gewohnheit, die gemeinsamen Wochenenden, seine Familie und das vertraute Leben vermisst.
Das sind nämlich nicht unbedingt dieselben Dinge.
Ich glaube, es gibt einen Unterschied zwischen Hoffnung haben und an Hoffnung hängen. Hoffnung darf da sein. Aber sie sollte nicht bestimmen, wie lange man in einem Schwebezustand bleibt.
Und wenn ihr irgendwann wieder miteinander reden wollt, könnt ihr das auch tun, nachdem die Schlüssel und Koffer längst ausgetauscht sind. Eine abgeschlossene organisatorische Angelegenheit nimmt euch diese Möglichkeit nicht.
Manchmal braucht es gerade keine offene Tür, durch die man ständig schaut, sondern ein bisschen Abstand, damit man überhaupt merkt, ob man wirklich noch einmal hindurchgehen möchte.

• x 2 #111


DieSeherin
Zitat von Sakura_:
Gleichzeitig merke ich, dass ich diesen Schwebezustand immer weniger aushalte.


ist es denn wirklich ein schwebezustand?

• #112


Sakura_
@DieSeherin Mit „Schwebezustand“ meine ich nicht, dass ich denke, wir wären eigentlich noch zusammen. Faktisch sind wir getrennt und mir ist auch bewusst, dass drei Wochen ohne jegliche Initiative eine Information sind.
Ungeklärt fühlt sich für mich eher die Endgültigkeit an, weil wir nie an dem Punkt waren, an dem einer gesagt hat: „Ich will diese Beziehung nicht mehr.“ Er sagte noch, dass ihm das zu schnell geht, er selbst nicht weiß, was seine Zweifel bedeuten und dass ich bitte wissen soll, dass er damit nicht meint, dass er nicht mit mir zusammen sein möchte. Und ich meinte, dass ich so nicht daneben sitzen kann, während er zweifelt und dass er weiß, wo ich wohne. Und danach kam einfach gar nichts, weder ein Gesprächswunsch noch ein klares Abschließen oder überhaupt irgendwas.
Vielleicht ist sein Nichtstun am Ende die einzige Antwort, die ich bekomme. Deshalb hab ich ihm auch während der Sachen selbst geschrieben.

• #113


DieSeherin
Zitat von Sakura_:
Ungeklärt fühlt sich für mich eher die Endgültigkeit an, weil wir nie an dem Punkt waren, an dem einer gesagt hat: „Ich will diese Beziehung nicht mehr.“


dein gehen und sein dich-nicht-aufhalten spricht doch mehr als viele worte!?

• x 3 #114


S
Ich habe hier gelernt, dass nicht Worte, sondern die Taten die Fakten sind.

• x 1 #115


Sakura_
Deshalb sage ich ja, dass sein Nichtstun die einzige Antwort ist, die ich bekommen werde. Ich weiß, dass Taten mehr zählen als Worte. Ich weiß im Kopf auch, was das alles bedeutet. Ich bin nicht delusional. Ich komme mit dem Gefühl nur nicht hinterher, und das schreibe ich hier auf, damit es mich nicht auffrisst.

• #116


S
@Sakura_
ich wollte dich nicht angreifen oder bevormunden. Sorry, wenn das so rüber kam.

• #117


Sakura_
Zitat von Sincerite:
@Sakura_ ich wollte dich nicht angreifen oder bevormunden. Sorry, wenn das so rüber kam.

Das hast du nicht, bitte entschuldige dich nicht. Meine Gefühle schwanken nur so ständig. Ich weiß im Kopf so viel und bin auch eigentlich sehr klar darin zu wissen, was das alles heißt oder nicht heißt. Aber dann sind da noch die ganzen Emotionen, und plötzlich fühle ich mich nicht mehr so klar. Und ich weiß, dass es für alle von außen sehr eindeutig erscheint, und für mich fühlt es sich oft auch so an. Nur ist das Verständnis in meinem Umfeld oft nicht so groß, wenn ich sage, dass mir diese Worte vielleicht doch was bedeuten. Weil er tut ja nichts…

• x 1 #118


S
Zitat von Sakura_:
dass mir diese Worte vielleicht doch was bedeuten.

und du hast ihm deine Türe offen gelassen und ihm das gesagt. Wenn er weiß, dass er mit dir weiter machen möchte, dann kann er sich jederzeit melden. Das weiß er. Ich glaube dir, dass das alles unendlich weh tut und kaum auszuhalten ist.

• x 1 #119


mokka_23
@Sakura_ Andere Frage... könnte es sein, dass er bereits jemanden kennengelernt hat? Wie wäre das für dich? Mich erinnert diese Stille an jmd, der grad anderweitig involviert ist.

• x 1 #120


A


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