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Ich bin gegangen, obwohl ich bleiben wollte

Sakura_
Würdet ihr ihn denn anrufen und fragen, wie es ihm geht? Ich krieg einfach nicht aus dem Kopf, wie er weinend an der Tür stand, als ich mit dem Koffer raus bin. Das bricht mir einfach immer noch das Herz. Ich hab ihn auch nicht getröstet, sondern hab nur funktioniert. Und er hat geweint, während ich gepackt habe.

• #76


DieSeherin
Zitat von Sakura_:
Würdet ihr ihn denn anrufen und fragen, wie es ihm geht?


ich nicht... nicht jetzt schon! gib euch beiden ein wenig zeit, innerlich zur ruhe zu kommen!

• x 5 #77


A


Ich bin gegangen, obwohl ich bleiben wollte

x 3


Sakura_
Zitat von DieSeherin:
vielleicht war er das für eine zeit, aber ist es eben jetzt nicht mehr?

Ja, vielleicht. Er war mein erster Partner. Fühlt sich komisch an, sich jemals jemand anderen an meiner Seite vorzustellen.

• #78


DieSeherin
Zitat von Sakura_:
Fühlt sich komisch an, sich jemals jemand anderen an meiner Seite vorzustellen.


das ist doch noch gar nicht das thema... zuerst musst du dir darüber klar werden, ob du loslassen willst/musst und das dann auch akzeptierst.... erst danach kannst du nach vorne schauen. hey - und "jemals" sind bei dir (statistisch gesehen) noch ungefähr 50 jahre 😉

• x 5 #79


Heffalump
Zitat von Sakura_:
Ich tue mich wirklich schwer damit, jetzt zu verstehen, dass er nicht der Mensch für mich ist. A

Menschen entwickeln sich weiter und auch von einander weg

• x 1 #80


S
Zitat von Sakura_:
Würdet ihr ihn denn anrufen und fragen, wie es ihm geht?


Die Trennung ist wenige Tage her, da müssen beide erstmal zur Ruhe kommen.

Meine Trennung ist sechs Tage her. Ich würde gern wissen wie es meiner Ex Partnerin geht, aber wie soll es ihr schon gehen? Gut sicherlich nicht, zumal sie einige Erkrankungen hat. Bei mir spielen da weniger Gefühle rein, die litten die vergangenen Monate sehr, eher die Angst allein zu sein. Bei euch gehts um Gefühle, weshalb es umso mehr unter den Fingernägeln brennt anzurufen. Wie schon gesagt, kommt erstmal zur Ruhe, fasst klare Gedanken und dann kann es wieder was werden.

• x 1 #81


Sakura_
Zitat von Schranzi386:
Die Trennung ist wenige Tage her, da müssen beide erstmal zur Ruhe kommen. Meine Trennung ist sechs Tage her. Ich würde gern wissen wie es meiner ...

Ich danke dir für deinen Beitrag. Geht es dir denn gut nach der Trennung?

Ich hab ihn nicht angerufen, er hat sich auch nicht gemeldet. Ich denke, das tut uns beiden gut, auch wenn es mich immer noch verfolgt, wie ich ihm zurückgelassen habe. Aber ich merke auch ein klein wenig Erleichterung und realisiere, was für ein großer Stressfaktor die Beziehung die letzten paar Wochen und Monate war. Zumindest so, wie sie zuletzt lief. Ich war eigentlich seit Mitte Juni total unglücklich. Deshalb fühle ich mich trotz all des Schmerzes ein klein bisschen befreit. Aber ich traue dem Ganzen nicht. Ich denke, der große Ausbruch kommt noch. Spätestens nach unserem Gespräch, das früher oder später stattfinden wird.

• x 2 #82


S
Zitat von Sakura_:
Geht es dir denn gut nach der Trennung?


Einigermaßen gut ..
Durch ihre Erkrankungen und Medikamente hat sie sich in den letzten Monaten stark verändert. Das alles macht die Trennung für mich einfacher, zumal die Gefühle sehr gelitten haben. Trotzdem ist es schlimm den Partner zu verlieren, die Krankheit gewinnen zu lassen. Ich bin kein Mensch der gerne allein ist, das macht mir am meisten zu schaffen ...

• x 1 #83


DieSeherin
Zitat von Sakura_:
auch wenn es mich immer noch verfolgt, wie ich ihm zurückgelassen habe


eine trennung ist (fast) nie ein sonntagsspaziergang und ich finde es meist besser für alle zu gehen - auch wenn der andere bitterlich weint.

• x 1 #84


mokka_23
Zitat von Sakura_:
Ich krieg einfach nicht aus dem Kopf, wie er weinend an der Tür stand, als ich mit dem Koffer raus bin. Das bricht mir einfach immer noch das Herz. I

Es kann sein, dass er nicht wegen deinem Weggang weinte, sondern weil er innerlich zerrissen ist. So wie es sich für mich liest, liebt er dich nicht mehr genug, um die Beziehung fortzusetzen und er hat deswegen Schuldgefühle. Gerade weil er sich nicht meldet, würde ich mich auf diese Möglichkeit gefasst machen. So wie du die Entwicklung eurer Beziehung schilderst, kannst du nicht viel machen. Er hat dich betrogen, ein Teil des Vertrauens und der Unbeschwertheit ist aufgrund seiner Tat kaputt gegangen. Das ist nicht deine Schuld, dass du danach nicht locker flockig weitermachen kannst. Wichtig ist, dass du für dich weisst, was du im Leben willst und wie sich eine Beziehung für dich gut anfühlt. Ich wünsche dir viel Kraft in dieser schwierigen Phase.

• x 2 #85


Sakura_
Zitat von mokka_23:
Es kann sein, dass er nicht wegen deinem Weggang weinte, sondern weil er innerlich zerrissen ist. So wie es sich für mich liest, liebt er dich nicht mehr genug, um die Beziehung fortzusetzen und er hat deswegen Schuldgefühle. Gerade weil er sich nicht meldet, würde ich mich auf diese Möglichkeit gefasst machen. So ...

Ich danke dir sehr 🤗 Gerade dein letzter Absatz beschäftigt mich sehr. Ich glaube, ich habe in den letzten Jahren sehr viel Energie darauf verwendet, wieder Vertrauen und Sicherheit aufzubauen und gleichzeitig auch meinen eigenen Anteil an unseren Problemen zu sehen. Dabei habe ich manchmal aus den Augen verloren, wie viel die damalige Trennung und vor allem ihre Umstände darum mit mir gemacht haben. Nicht nur die andere Frau. Auch was er bei der Trennung für Gründe genannt hat, das saß so richtig. Und er hatte mir ja nicht mal den richtigen Grund genannt. Angeblich, um mich zu schützen. Dabei waren die Worte, die er bei der Trennung nutzte, nicht weniger hart. Da hätte er mir gleich die Wahrheit sagen können. Ich weiß nicht, wie ich auf die wahnwitzige Idee kam, dass ich einfach entspannt einen Neuanfang starten kann.

Ich glaube auch, dass ich für mich herausfinden muss, wie sich eine Beziehung für mich anfühlen soll. Ich weiß es nicht. Denn diese war sehr schnell von Unsicherheit geprägt.

Was seine Gefühlslage angeht, weiß ich es nicht. Da war so viel Ambivalenz. Und genau diese konnte ich nicht mehr mittragen, deshalb bin ich gegangen.

• x 2 #86


mokka_23
Zitat von Sakura_:
sehr viel Energie darauf verwendet, wieder Vertrauen und Sicherheit aufzubauen und gleichzeitig auch meinen eigenen Anteil an unseren Problemen zu sehen.

Du hörst dich sehr klar an und Hut ab vor deinem Versuch, deinen Anteil zu sehen. Das zeugt von einer grossen emotionalen Reife. In Beziehungen haben die Beteiligten immer eine Mitverantwortung, sei es nur, indem sie ein Verhalten dulden und ihre Bedürfnisse nicht mitteilen. Was würdest du brauchen, um weiter zu machen? Was hat dich seit Juni unglücklich gemacht?

• x 1 #87


Sakura_
Zitat von mokka_23:
Was würdest du brauchen, um weiter zu machen? Was hat dich seit Juni unglücklich gemacht?

Ich schlafe sowieso seit Monaten schlecht, die Arbeit war viel, und ich war seit seinem Urlaub im Juni permanent mental beschäftigt. Mit ihm, mit mir, mit meinem Anteil, mit seinem Anteil, mit Vertrauen, mit Sex, mit anderen Frauen, mit seiner Einsamkeit, mit meiner Verschlossenheit, mit der Frage, ob ich zu viel erwarte, mit der Frage, ob ich zu wenig gebe, mit der Frage, ob ich einen großartigen Mann aufgrund alter Verletzungen von mir wegstoße, mit der Frage, ob und wie ich leichter werden kann. Ich hab mich nicht mehr getraut, schwierige Themen anzusprechen. Ich hab mich für meinen und für seinen Zustand verantwortlich gefühlt und für seine Reaktion darauf.

Dann diese emotionale Asymmetrie: Wenn es ihm schlecht ging, konnte ich stark für uns beide sein. Wenn es mir schlecht ging, musste ich je nach Thema, vor allem wenn es um ihn ging, stark für mich alleine sein plus teilweise seine Hilflosigkeit und seine unerfüllten Bedürfnisse mittragen. Seine praktische Fürsorge hab ich wahrgenommen, aber er konnte nicht stark für mich sein, sondern mich quasi dann nur "aushalten", weil ihn das gestresst hat. Das Thema Sexualität wurde immer mehr zu einem Bereich, in dem ich mich bewertet gefühlt habe. Ihm fehlte nicht nur Sex, sondern das Gefühl, stark und spontan von mir begehrt zu werden. Mal davon abgesehen, dass meine Sexualität eher kontextabhängig funktioniert, waren es so Sachen wie "Dann musst du dich bitte schöner hinlegen", "Nimm dir, was du willst", wenn ich mich frisch machen wollte, hat das die Spontanität unterbrochen, er sei ein sehr visueller Mensch beim Sex, mag Ästhetik, auf der anderen Seite wollte er, dass ich nicht darüber nachdenke, wie ich währenddessen aussehe. Und dann dieses große Bedürfnis nach Bestätigung...

Ich will ausdrücklich nicht sagen, dass ich nicht auch anstrengend für ihn sein konnte, das weiß ich selber nur zu gut. Er hat meinetwegen viel zurückstecken müssen, das will ich nicht kleinreden. Aber mein Kopf hat einfach nicht mehr aufgehört zu arbeiten. Und deswegen fühle ich mich gerade auch erleichtert, weil ich gerade nichts in diese Richtung lösen muss, sondern einfach bin, ohne Verantwortung für irgendjemanden sonst. Und deswegen glaube ich, dass ich gerade nichts außer Ruhe brauche. Mich einfach nur um mich kümmern, um keine Beziehung oder um die Bedürfnisse eines Partners.

• x 3 #88


mokka_23
Zitat von Sakura_:
Ich hab mich für meinen und für seinen Zustand verantwortlich gefühlt und für seine Reaktion darauf.


Zitat von Sakura_:
stark für mich alleine sein plus teilweise seine Hilflosigkeit und seine unerfüllten Bedürfnisse mittragen

Ganz ehrlich, das hört sich alles furchtbar anstrengend für dich an. Es tut mir aufrichtig leid, dass du diese emotionale Last quasi alleine tragen musstest. Das ist echt keine gute Ausgangslage für eine langfristige, solide auf Wertschätzung und persönlicher Entfaltung basierende Beziehung. Du verdienst echt etwas besseres mit einem emotional reifen Mannm mit einer ebenso reifen wie feinfühligen Sexualität. Kein Wunder kam dir die Lust abhanden. Kopf hoch, es warten noch viele interessante und gute Begegnungen auf dich. Diese Beziehung ist es nicht wert, vor allem wenn er, wie mir scheint, 0,0 Problembewusstsein hat. Da kannst du dich noch 10 Mal so sehr anstrengen, das wird nichts bringen.

• x 1 #89


S
@Sakura_
...wirkt auf mich sehr anstrengend alles...

• x 1 #90


A


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