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Ich bin gegangen, obwohl ich bleiben wollte

Heffalump
Zitat von Sakura_:
Nach alldem, was passiert ist, ist das schon hart zu hören, dass ich einfach mal selbstbewusst über so was stehen sollte.

Ja recht hat er, nur ohne ihn, solltest du in dich reinhören, ob du diese Verbindung meist alleine tragen darfst, weil er sich überfordert fühlt. Wie du dich fühlst, scheint ihm ziemlich egal zu sein

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Sakura_
Zitat von WildBloom:
Es tut mir leid, falls meine Worte etwas hart oder direkt sind. Vielleicht hat er einiges versucht, aber gleichzeitig auch sehr viel kaputt gemacht ...

Ich danke dir für deine Worte. Ich weiß im Kopf , dass er viel kaputt gemacht hat. Und frage mich oft, wie ich denn wäre, wenn das alles nicht passiert wäre. Weil es sich irgendwann so angefühlt hat, als sei es einfach mein Charakter, so zu sein. Ich hab sehr damit gehadert, wie sehr ich mich eingeigelt habe. Er meinte mal zu mir, wenn wir am Telefon sind und jemand reinkommt, bin ich total fröhlich und albern. Bei ihm sei ich kaum so. Und ich hab mich immer mehr gefragt, welches Ich eigentlich mehr mir entsprach.

Wo ich mir die Schuld gebe, ist einfach die Tatsache, dass ich gesagt habe, wir versuchen es. Und da hab ich manchmal das Gefühl, es war unfair von mir, dass immer wieder rauskam, wie es mir zeitweise damit ging. Und dass es sich die negativen Gefühle irgendwann verfestigt haben. Spätestens als ich gemerkt habe, er kann mich bei meiner Heilung nicht so unterstützen, wie ich es brauche, hätte ich den Schlussstrich ziehen müssen. Stattdessen hab ich es ausgesessen und immer gedacht, es wird schon noch besser und hab gefühlt uns beide damit unglücklich gemacht.

#62


A


Ich bin gegangen, obwohl ich bleiben wollte

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B
Dieser Kampf, der bei euch stattfindet: Hast du so viel Fantasie den Ausgang So positiv zu sehen, wie man sich eine Beziehung letztlich wünscht? Integrität, Loyalität, Ehrlichkeit? Heiraten, weil alles passt….

Ganz ehrlich: Du bist ein Mensch, der schon recht reflektiert ist. Er hat noch mehr Defizite. Du aber gehst nicht Und denkst alles.

Hier meine fünf Cent: Geh und Heile erst mal Und finde dir einen Mann, der weiß, was er möchte.
Diesen Kampf würde ich an deiner Stelle nicht weiter kämpfen.

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Sakura_
Zitat von Heffalump:
Ja recht hat er, nur ohne ihn, solltest du in dich reinhören, ob du diese Verbindung meist alleine tragen darfst, weil er sich überfordert fühlt. ...

Oh Mann, ich will ihn nicht die ganze Zeit verteidigen. Ich glaube nur nicht, dass es ihm egal war, wie ich mich fühlte. Er wollte immer, dass es mir gut geht. Das meinte er mit Energie, er wollte immer, dass ich einfach Ich bin.

Aber konnte oder wollte sich nicht mit den Themen beschäftigen, wo die Unsicherheit unmittelbar ihn betraf. Das hat er immer sofort von sich weggeschoben. Wahrscheinlich, weil er dann hätte darüber nachdenken müssen, dass er das mit verursacht hat. Aber die Erklärung ist ja im Endeffekt egal, das ändert nichts daran, dass es sich zumindest für mich so angefühlt hat, als sei ihm das manchmal egal.

#64


Sakura_
Zitat von BrightnessLove:
Dieser Kampf, der bei euch stattfindet: Hast du so viel Fantasie den Ausgang So positiv zu sehen, wie man sich eine Beziehung letztlich wünscht? ...

Gerade kann ich mir das nicht vorstellen, nein. Und er offenbar auch nicht. Deshalb sind wir jetzt an diesem Punkt. Tut weh, aber ist wohl leider die Realität.

#65


S
@Sakura_
Mein ExF hat von Anfang an in meinem Beisein immer wieder geflirtet. Eigentlich mit jeder Frau, die irgendwie mit uns in Kontakt kam. Das ist nie einfach so an mir vorbei gegangen. Es ist ja auch eine Aussage dazu, wie er zu mir steht. Es verletzte mich und es war mir auch peinlich. Ich habe es nie angesprochen, erst als ich nicht mehr konnte, war das auch der Grund, warum ich gegangen bin. Ihm war mein Inneres auch egal und er konnte keine Fehler zugeben, sondern hat dagegen gekämpft bis zum letzten. Auch mit von ihm bei mir verursachten Schmerz wollte er nichts zu tun haben. Es waren immer alle anderen einschl. mir schuld. Nach der Trennung schrieb ich ihm mal was zu dieser Flirterei, weil ich es nicht verstand. Er hat dann für sich heraus gefunden, dass er Minderwertigkeitskomplexe hat. Auch früher, als er schon in einer Beziehung lebte, wollte er auch immer von anderen Frauen gut gefunden werden. Er brauchte diese externe Bestätigung, um sein schlechtes Selbstwertgefühl auszugleichen. Diesen inneren Mangel kann niemand von außen auffüllen, es ist ein Fass ohne Boden. Nur die Person selbst könnte es schaffen, ihr eigenes Selbstwertgefühl aus sich heraus zu stabilisieren. Deine Geschichte erinnert mich daran.

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K
Zitat von Arnika:
Was immer auch dich dazu geführt hat, dass dein nächster Mitmensch sich so neben dir fühlen muss, lass das Trauerspiel bitte endlich los - oder ändere dich.

@Arnika,

was ist der Sinn dieses Forums? Hilfe zu geben.

Hilfreiche Beiträge hier sollten empathisch, objektiv und vorurteilsfrei sein. Wenn es dazu eine Umfrage hier gäbe, würde ganz sicher die Mehrheit der Teilnehmer das ebenso sehen.

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Sakura_
Zitat von Sincerite:
@Sakura_ Mein ExF hat von Anfang an in meinem Beisein immer wieder geflirtet. Eigentlich mit jeder Frau, die irgendwie mit uns in Kontakt kam. Das ...

Oh, du Arme… Wie lange hat es gedauert, bis du nicht mehr konntest? Und wie geht es dir jetzt damit?

Aber ja, das klingt ungefähr nach ihm. Zwar nicht so extrem, aber seine ganze Haltung ändert sich, sobald jemand Attraktives in der Nähe ist, sein Ton usw. Und ich denk mir, er ist ja nicht blind, aber er brauchte einfach die Bestätigung, dass sie ihn irgendwie auch gut finden. Er wusste, dass das ein Selbstwertthema war und wollte deshalb daran arbeiten. Hat er auch. Aber ganz weg ging es nie und wird es wohl auch nicht gehen. Er wollte immer, dass ich auch sehe, wie viel er tut, um sich für uns zu ändern. Hab ich auch. Aber das hieß irgendwie gleichzeitig, dass mich gewisse Dinge nicht stören durften, oder ich war einfach nicht selbstsicher genug.

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Sakura_
@Kopf_hoch Danke schön

#69


S
Zitat von Sakura_:
Oh, du Arme… Wie lange hat es gedauert, bis du nicht mehr konntest? Und wie geht es dir jetzt damit?

Arm, bin ich nicht. Ich hätte gleich zu Beginn wieder gehen können, aber ich wollte ihn noch nicht aufgeben. Wir hatten 9 Monate. Mir geht es mittlerweile wieder gut. Ich habe alles zu Ende gefühlt, was nach der Trennung hoch kam, wobei sich meiner Kindergeschichte gleich mit geklärt hat. War heftig. Aber jetzt bin ich nur noch in einer Erschöpfungsdespression. Seit dem ich das weiß, kämpfe ich auch nicht mehr gegen die Trägheit an und verurteile mich auch nicht mehr dafür. Das hat zu einem angenehmen Lebensgefühl geführt.

#70


A


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