Zitat von Nad1:@FrauDrachin Das ist schon sehr wichtig für mich. Ich mache und mache, aber es fühlt sich so an, als käme nichts zurück.
Versteh ich total.
Und dem würde ich auf den Grund gehen.
Wenn du einen Hund willst, musst du dir einen Hund holen, aus einer Katze einen Hund machen wollen, funktioniert nicht. Und solange du unbedingt einen Hund willst, wirst du nicht schätzen können, was dir eine Katze zu bieten hat.
Das bedeutet aber nicht, dass die Katze dich zu wenig/ gar nicht liebt, das heißt nur, dass sie dich auf Katzenart liebt, und nicht auf Hundeart.
(Wobei da schon ein paar red flags auch drin waren, in deiner Geschichte, so, nicht Ernst nehmen, keine Kompromissbereitschaft, Worte im Mund umdrehen usw. also, ich verstehe absolut, dass das kein einfacher Mensch war, und dass man seine Beziehungsfähigkeit von dem, was wir hier von dir hören her schon in Frage stellen kann...)
Ich habe nicht den Eindruck, dass es an der Liebe gescheitert ist. Und solange du dich an dem traurigen Gedanken aufhängst, dass er dich wohl nicht genug geliebt hat, wirst du nicht sehen, wo dein Handlungsspielraum ist.
Um im Beispiel zu bleiben:
Noch so niedliche Kätzchen stehen lassen, und dir einen Hund holen,
Oder: die Katze lieben, weil sie eine Katze ist, und es eben eine Katze war, in die du dich verliebt hast.
Alles andere wird weder dir (!) noch der Katze gerecht.
Ich denke, wenn wir eine Beziehung eingehen, dann spielen immer zwei Dinge eine Rolle: es gibt Befürfnisse, die wir durch eine Partnerschaft erfüllen wollen, eine Leerstelle in unserem Leben, die wir mit einer erfüllten Partnerschaft füllen möchten.
Und: wir verlieben uns aus den merkwürdigsten Gründen in einen Menschen, und wollen diese Liebe leben.
Es wird immer eine Mischung aus beidem sein, aber unsere Partnerschaften werden freier und mehr Partner werden passend sein, wenn wir uns mehr auf den Menschen einlassen können, in den wir uns verlieben, und ihn weniger brauchen, um Bedürfnisse und Leerstellen zu füllen.
Also... Der eine Mann hat dich nicht genug geliebt, um dir treu zu sein, oder es zumindest anständig zu beenden. Ich vermute, das ist die eigentliche Verletzung.
Dieser neue Mensch hat dich scheinbar nicht genug geliebt, um dir eine hohe Priorität und viel Platz in seinem Leben einzuräumen. Dadurch hat er den Schmerz: Ich werde nicht genug geliebt getriggert.
Ok, irgendwie ist mir der rote Faden abhanden gekommen... Ich hoffe, du kannst trotzdem was damit anfangen.