Worrior
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So banal und doch so tiefgründig.
Erst wenn man nicht mehr unter den Einflüssen einer Beziehung und der darin agierenden Person steht werden Dinge nach und nach klarer.
Auch über sich selbst, Dinge die man verdrängt hat, nicht sehen wollte oder nicht sehen konnte.
Der Teil von uns den wir weggeschlossen haben, den nie jemand sehen sollte, der aber nun um so lauter an die Tür hämmert.
Man wird klarer, auch die andere Person wird entthront, er beginnt zu wackeln.
Ein Thron den sie vielleicht niemals wollte und auch gar nicht darauf passte.
Auf dem sie aber blieb, weil sie mochte was wir ihr gaben.
Es war bequem, unsere Aufmwrksamkeit, unsere Fürsorge, unser Respekt, all das was wir unter Liebe verstanden.
Doch irgendwann fällt die Maske der Geduld, unsere Verfügbarkeit wird als Kontrolle empfunden, das was wir gaben wurde selbstverständlich, unser ständiges Nachgeben und Einlenken wurde als Schwäche empfunden.
Klagten wir dies an waren wir plötzlich kompliziert und schwierig, egoistisch und kalt.
Sie mochten was wir ihnen geben konnten, nicht uns.
Oft kommt dann Lüge, Verrat und Betrug, Respektlosigkeiten, jeden Tag etwas mehr.
Sie schreiben dann ihre Version der Geschichte, welche relativiert, verharmlost und moralisch rechtfertigt.
Denn auch sie sind für die Wahrheit nicht bereit oder wollen diese gar nicht.
Mit der Maske, getarnt durch vermeindliche Selbstfindung, Neuanfang und Befreiuung lebt es sich leichter.
Keine Konflikte, keine Selbstzweifel, keine schlaflosen Nächte, keine belastende Arbeit an sich selbst, genug Ablenkung.
Aber es ist egal was sie tun, es hat nichts mehr mit Dir zu tun.
Die Frage ist "wächst du an dieser Prüfung, nutzt du diese Chance oder bleibst Du da unten, im Schmerz und im Selbstmitleid."