Zanzibar
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Die Anfangszeit war sehr rosig, er hat viel für mich getan, hofiert, wie Frau es sich wünscht. Wir haben auch einen ähnlichen familiären Background, weshalb wir uns sehr verbunden fühlen.
In der letzten Zeit ist er sehr gestresst, er ist selbstständig und muss teilweise selbst am Wochenende arbeiten. Dazu hat er ein Kind mit seiner Ex, diese hat aber auch eine neue Beziehung. Die Scheidung steht auch noch aus, ergo noch eine Baustelle zu beackern.
Ich verstehe, dass das alles sehr viel ist. Allerdings ist er in der letzten Zeit oft schlecht gelaunt und ich merke, wie die Laune sich auf mich überträgt. Wir waren diese Woche im Urlaub in Bayern und ich muss sagen- ich bin froh, jetzt wieder zu Hause zu sein und zwar in meiner eigenen Wohnung, weil sein Sohn bei ihm ist in der ersten Ferienwoche und dieses We.
Im Urlaub war er auch mies gelaunt, während des Essens wurde ich angeschwiegen. Dann wollte ich in einen Laden und er meinte trotzig "ich gehe dann solange hier n Kaffee trinken" anstatt mal mitzukommen. Ich habe mir dort die Augenbrauen stutzen lassen, er meinte dann "das hätte ich besser hinbekommen". Als ich seitlich im Bett lag, kam auf einmal der Spruch "du hast da einen Besenreißer!". Was soll bitte sowas?
Gestern ist mir dann der Kragen geplatzt und ich habe ihm per WA (ich musste es mir mal konkret von der Seele schreiben) eine Ansage gemacht. Dass ich mich so nicht mehr behandeln lasse und dass ich für seine schlechte Laune nichts kann.
Er meint, er liebt mich, aber es ist alles zuviel, er müsse seine Mitte wiederfinden. An mir würde es nicht liegen, ich sei perfekt für ihn aber es ginge ihm gerade nicht gut. Ich vermute ein Burnout, er auch, weil er einfach total apathisch ist. Noch will er aber nicht in Therapie gehen. Im Endeffekt werde ich jetzt wieder vermehrt den Fokus auf mich legen und meinen Akku aufladen. So kann es aber nicht weitergehen.
Wie schätzt ihr die Lage ein und was würdet ihr tun?