Ja Ava, vielen Dank, das ist die Wahrheit.
Ich denke, wenn Kraknheit passiert ist alles nicht mehr so einfach. Vor 3,5 Jahren habe ich auch ein ubeschwertes Leben geführt und dachte nie an sowas. Aber wenn Schicksalssschläge passieren ist das nicht mehr so einfach. Pflegedienste können unterstützen, aber viel hilft das nicht, wenn jemand eine halbe Stunde da ist. Und die Realität sieht anders aus. Wie gesagt, wir haben uns gut eingespielt, es hat gut funktioniert. Meine Mama hat das meiste übernommen, aber jetzt wurde sie krank. Und nein, leider gibt es niemanden sonst. Ich habe nur mehr meine Eltern, es gibt keine Geschwister, Tanten etc. Leider sind alle, die meine kleine Familie ausmachten bereits verstorben.
Freunde gibt es, aber ja Krankheit und Leid macht auch einsam, wenn dies ein Dauerzustand ist. Und ja ein Partner ist der größte Halt, das war es für mich.
Am Anfang unserer Beziehung gab es dieses Thema "kranke Eltern" auch nicht.
Es kommt vielleicht falsch rüber, er musste nicht mir bei schier unmöglichen Dingen helfen, hier geht es um Besorgungen mit mir machen, Auto in Werkstatt, Garten helfen etc. Also Alltagsssachen, die man so auch hätte. Ich habe das meiste alleine gestemmt, die letzten 6 Monate. Er arbeitet sehr sehr viel, jede zweite Woche sogar immer von Mo bis So von 6 bis 18 Uhr.
Die Arbeitssituation war auch von Anfang immer Thema bei uns, weil er im Grunde immer grantig und viel mit Widerwillen gemacht hat. Er war es von seinem früheren Leben so gewohnt, arbeiten, nach Hause, rumliegen, viel gab es sonst nicht. Deswegen war das Thema KInder immer schwieirg, da ich mir oft dachte, das sind alles Dinge, die wir auch hätten und erledigt werden müssen, wenn wir ein Kind hätten.
Es kommt auch vielleicht falsch rüber, ich habe meinem Partner auch sehr viel geholfen, der Anfang unserer Beziehung bestand daraus, sein Leben zu ordnen, seine desolate Wohnung auf Vordermann zu bringen, ein geordnetes Leben zu führen mit Alltagsdingen, die gemacht werden müssen. Ich habe das gemacht aus Vertrauen in uns und Liebe.
Und ja ich sehe es schon so, dass ein Partner, wenn Schicksalsschläge passieren, den Weg gemeinsam bestreitet.
Und ich denke, dass er mir niemals in dieser Situation das antun hätte dürfen. Wenn es stimmt, dass er erst vor 6 MOnaten dort war, hat er es gemacht als ich so gefordert war und sich auch für mich wieder alles änderte.
Ich werde es aber nie herausifnden, was die Wahrheit ist. Lügen war immer schon schwierig, er stellt immer alles so dar, dass er gut da steht. Die Wahrheit habe ich immer nur über Umwege herausgefunden. Er hatte ja auch vorgestern zuerst von einer Mass. geredet und dann waren wir plötzlich bei S.
Ich verstehe auch nicht, wie er so weiterleben kann. Unser Leben war doch das. Wir haben jetzt beide viel Urlaub, ich habe mich so gefreut, dass er mehr da ist.
Und ja ich bin sehr traurig über das, dass ich ihn verloren habe. Wir hatten oft Krisen, jedoch immer uns wieder zusammengerauft. <Jetzt weiß ich, dass das nicht mehr geht. Und das zu fassen ist ganz schlimm. Ich wollte ihn nie verlieren. Und das ich Angst habe allein jetzt zu sein mit allem, ist natürlich ein ganz großer Angstpunkt.
Ich weiß auch, dass er jetzt derjenige wäre, der auf hart schaltet und er würde mir jetzt auch keine Antworten mehr geben. Ich kann das auch nicht verstehen, wenn man sowas tut, dass man keine pure Reue hat. Er hätte es mir wohl auch nie so erzählt. Er hat es eigentlich nur gesagt, weil er jetzt Panik hatte wegen seinem Zustand. Da ging es nicht um mich, er wollte in dem Moment Hilfe von mir. Ich weiß auch nicht, ob ich ihn nochmal fragen soll, wann er kommt wegen meinen restlichen Sachen und er seine holt. (Leider reden wir hier von einem Hausstand, seine (im Grunde unsere, aber es war seine) Wohnung besteht eigentlich nur aus meinen Sachen. Alles möchte ich eh nicht, aber es fehlen noch einige persönliche Sachen.
Ich bin eigentlich noch immer unter Schock, weine oft nur panisch. Meiner Mama ist leider generell in keinem guten Zustand, auch versucht sie jetzt natürlich mir beizustehen.
Meine Ansichten und ich mich selbst hat sich die letzten Jahre viel verändert, wenn man viele Schicksale mitbekommt und Krankheit und Leid, sieht man Dinge anders. Deswegen ist es für mich so unfassbar, dass er zu P. geht. Das ist doch nicht das was zählt im Leben. 😥