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Ich habe ihn verlassen

C

Candra
Mitglied

Beiträge:
80
Themen:
1
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49
Mitglied seit:
Hallo, vor zwei Monaten habe ich mich nach 10 Jahren turbulenter Beziehung getrennt.
Wir haben Gott sei Dank keine gemeinsamen Kinder. Hängen aber doch sehr aneinander. Immer noch. Trotzdem fühlt sich die Trennung einfach nur richtig an. Es ist einfach so viel passiert.
Diese kam jetzt auch nicht so überraschend. Aber irgendwie doch. Es gab natürlich einen Auslöser. Mal wieder, der aber diesmal alles geändert hat.

Jetzt stecke ich in einem ziemlichen Gefühls Strudel. Zum Teil ist das ja auch normal. Nur weiß ich nicht was jetzt noch normal ist und was nicht. Ich wechsel von Schuldgefühlen, zu, Angst vor Einsamkeit, von, wie wird das alles werden, zu, ist das alles richtig so.

Im Großen und Ganzen war alles recht harmonisch. Nur bin ich mit vielen Dingen einfach nicht zurecht gekommen. Zwischenmenschlich. Es stand mir einfach immer wieder dazwischen. Es ging einfach nicht.

#1


M
Wenn es nicht ging, dann ging es nicht. Dein Gefühlstornado wird sich dann mit der Zeit legen. Und deine Entscheidung war dann auch vollkommen richtig. Denn es ist deine Entscheidung zu allererst, ein Ich, kein Wir, und wenn du nach reiflicher Überlegung zu dieser Erkenntnis gekommen bist, dann wird sich mit der Zeit auch die Richtigkeit herausstellen.

Wenn es allerdings, auch unbewusst, das Gefühl war, ist schon ok das Ganze mit meinem Partner, aber vielleicht ist das Gras woanders grüner, vielleicht verpasse ich ja gerade etwas, dann wünsche ich dir von Herzen, dass das Gras wirklich grüner ist für dich. Denn wenn dem nicht so sein sollte, und der naechste Heinz, Max oder Frank dich doch nicht DAUERHAFT so liebt wie dein Partner, dann kommt ein Schmerz, der lange bleiben wird.

Noch etwas. Wie hat es denn dein Partner aufgenommen. Unbewusst erleichtert, weil es auch auf seiner Seite nicht mehr richtig passte, oder traenenüberströmt tiefgetroffen, weil er nicht damit rechnete.

Verstehe mich nicht falsch. Unabhaengig davon wie er es auffasst, ist die Entscheidung zu gehen oder zu bleiben deine ganz eigene, die du davon nicht abhaengig machen solltest, wie jetzt sein Gemütszustand ist. Darauf wollte ich jetzt nicht hinaus.

Worauf ich hinaus wollte, ist, wenn es ihn unerwartet traf und er nun in einem Seelentief ist, dann weisst du wenigstens, dass auf der Gefühlsautobahn die Gegenfahrbahn stark befahren war. Dass er dich wohl liebte. Und das damit die Messlatte für die naechste glückliche Partnerschaft (die ich dir von ganzen Herzen wünsche) hoch liegt.

x 1 #2


A


Ich habe ihn verlassen

x 3


C
Danke für deine Antwort. Ehrlich gesagt kann ich mir gar nicht vorstellen dass mich irgendjemand ansatzweise genauso lieben könnte wie er.
Nur einer der Punkte war, dass ich die Beziehung in der Beziehung vermisst habe. Und das schon sehr lange.

Ich glaube jeder der unzufrieden ist hat solche Gedanken wie es wäre wenn. Das ist für mich aber kein Grund das Weite zu suchen. Überhaupt nicht. Ich wollte mit ihm alt werden. Konnte mir das sehr gut vorstellen. Nur diese ganzen Probleme, bei denen ich mich dann auch oft sehr allein gefühlt habe.
Reden geht bei uns gar nicht. Gefühle können nicht ausgesprochen werden. Konflikte werden nicht gelöst. Wenn dann auch nur von mir angesprochen.

Selbst jetzt bei der Trennung ist es nicht möglich darüber zu sprechen.

Ich habe auch überhaupt nicht das Bedürfnis einen anderen Mann zu suchen. Kann mir das gar nicht vorstellen.
Trotzdem wünsche ich mir für mich dass ich Gras finde was grüner ist.

#3


BrokenHeart
Zitat von Candra:
Hallo, vor zwei Monaten habe ich mich nach 10 Jahren turbulenter Beziehung getrennt.
Wir haben Gott sei Dank keine gemeinsamen Kinder. Hängen aber doch sehr aneinander. Immer noch. Trotzdem fühlt sich die Trennung einfach nur richtig an. Es ist einfach so viel passiert.
Diese kam jetzt auch nicht so überraschend. Aber irgendwie doch. Es gab natürlich einen Auslöser. Mal wieder, der aber diesmal alles geändert hat.

Jetzt stecke ich in einem ziemlichen Gefühls Strudel. Zum Teil ist das ja auch normal. Nur weiß ich nicht was jetzt noch normal ist und was nicht. Ich wechsel von Schuldgefühlen, zu, Angst vor Einsamkeit, von, wie wird das alles werden, zu, ist das alles richtig so.

Im Großen und Ganzen war alles recht harmonisch. Nur bin ich mit vielen Dingen einfach nicht zurecht gekommen. Zwischenmenschlich. Es stand mir einfach immer wieder dazwischen. Es ging einfach nicht.


Aus Deinem Text geht nicht hervor, worum es überhaupt geht und weshalb Du Dich nach 10 Jahren getrennt hast.
Eine aufrichtige Meinung kann ich m. E. nicht liefern .......
sorry

#4


Gorch_Fock
Und was war nun der Trennung Grund? Darf man raten? Ein lieber Affairenmann? Der "liebe" Arbeitskollege?

#5


C
Der Hauptgrund ist ein Suchtproblem. Ich habe zunehmend das Gefühl dass mein Leben mehr und mehr von seinen Problemen beeinflusst wird die seine Sucht leider Gottes mit sich bringt.

Nach diesem Auslöser Vorfall habe ich lange nachgedacht und ihm gesagt zu welchen Bedingungen ich bei ihm bleibe oder ich mich trenne.

Jetzt bin ich hier. Ich möchte mein Leben einfach nicht vergeuden. Versteht ihr das? Aber es tut trotzdem so so weh.
Wir wohnen auch noch zusammen. Suchen uns jetzt getrennt jeder für sich eine Wohnung.

x 1 #6


M
Zitat von Candra:
Der Hauptgrund ist ein Suchtproblem. Ich habe zunehmend das Gefühl dass mein Leben mehr und mehr von seinen Problemen beeinflusst wird die seine Sucht leider Gottes mit sich bringt.

Nach diesem Auslöser Vorfall habe ich lange nachgedacht und ihm gesagt zu welchen Bedingungen ich bei ihm bleibe oder ich mich trenne.

Jetzt bin ich hier. Ich möchte mein Leben einfach nicht vergeuden. Versteht ihr das? Aber es tut trotzdem so so weh.
Wir wohnen auch noch zusammen. Suchen uns jetzt getrennt jeder für sich eine Wohnung.



Ich denke, das kann hier jeder verstehen.

x 1 #7


BrokenHeart
welche Sucht denn?

Worum geht´s Dir denn?

#8


C
Eigentlich wollte ich die Sucht hier gar nicht so stark thematisieren. Sie ist halt nur der ultimative Grund, nach dem hier gefragt wurde.

Worum es mir geht? Ich weiß es gar nicht so genau. Vielleicht einfach nur schreiben und ein bisschen putput bekommen.
Vielleicht kann ich ja auch ganz froh sein dass er so verschlossen ist. Ich würde bestimmt schnell einknicken. Er ist nämlich nicht so einer der mir Versprechungen macht. Oder mich um den Finger wickeln will. Dann sagt er lieber gar nichts.

#9


BrokenHeart
Und nun? Keiner weiß hier wirklich, worauf man reagieren soll.
Du hast Dich nach langer Zeit aufgrund irgendwelcher Suchtprobleme getrennt.

Wenn es Dir gut tut, ist es doch in Ordnung so.

Ginge es Dir damit wirklich gut, würdest Du hier nicht schreiben .....

Und was ist putput? Du meintest InPut? ....

Mmh ..... Wenn ja, wofür?

#10


E
Zitat von BrokenHeart:

Und was ist putput? Du meintest InPut? ....

Mmh ..... Wenn ja, wofür?


Nicht so unkreativ! zwinkern

Sie meint imho mit "PutPut bekommen" kontextbezogen wohl Trost, Streicheleinheiten.

x 1 #11


BrokenHeart
geschockt
ok und upps

dann mal los

x 1 #12


FloraVita

C
Ja also wie gesagt ich weiß selber nicht genau was ich mir hiervon erhoffe. Letztendlich kann ich mir ja nur selber helfen. Es ist auch nicht nur die Sucht unser Problem. Sondern vieles drumherum. Worüber ich mit ihm nicht sprechen konnte. Grundlegende Probleme können einfach nicht geklärt werden. Streitereien nicht versöhnt.
Ich kann jetzt nicht genau beurteilen inwieweit unsere Beziehung problematisch mit der Sucht zu tun hat. Letztendlich hat ja jeder seine Baustellen und Probleme. Es fällt mir halt nur so schwer mir ein Leben ohne ihn vorzustellen. Also so richtig. Mit allem drum und dran.
Ich würde so gerne einfach nur mal reden. Oder wieder lachen und Spaß haben.
Die Monate vor dem letzten Vorfall waren sehr sehr harmonisch. Es brodelt der aber unterschwellig in mir. Unsere Beziehung war einfach kaum vorhanden. Arbeiten, Essen, Duschen, schlafen. Und dazwischen Konsum. Nix mit gemeinsamen Aktivitäten oder körperliche Nähe.
Es war einfach nur noch eine WG. Jeder hat sein Ding gemacht. Das wollte ich so nicht mehr. Wäre wahrscheinlich aber noch viel länger so gelaufen wenn dieser Vorfall nicht gewesen wäre.
Es war ja auch nicht alles schlecht. Nur er fing an mir zu fehlen. Versteht ihr was ich meine? Er hat mir einfach angefangen zu fehlen. Für ihn war das aber in Ordnung so. Glaube ich zumindest. Wenn ich versucht habe darüber zu reden war das für ihn okay sagt er.

Momentan ist sowieso kein reden möglich. Er ist völlig in sich zurückgezogen.
Am liebsten wäre mir es wäre einfach alles egal hier. Einfach mein Ding machen und gut. Aber das kann ich nicht. Ich bin gefühlsmäßig einfach zu tief drin.
Durch diese tiefgreifende Suchtproblematik kann man unmöglich an Beziehung arbeiten. Es ist wie ein Fluch. Endlich war es mal okay und dann macht es Peng. Immer und immer und immer wieder. Diesmal war es für mich ganz besonders schlimm. Das Vertrauen was man jedes Mal neu aufbauen muss dauert jedes Mal länger. Und jetzt ist bei mir der Groschen gefallen. Es wird einfach immer so weitergehen. Ein kleines hoch mit tiefen Fall. Gefühlsmäßig ist das die reinste Achterbahn. Deshalb habe ich für mich Prioritäten gesetzt. Entweder er zieht mit oder nicht.

Ich weiß auch gar nicht was ich jetzt überhaupt noch erwarten darf. Bzw ihn mit einbeziehen in irgendwas. Ich bin total ratlos. Versuche ständig auf mich zu achten und in mich hinein zu hören was für mich gut ist und was nicht.
Ich möchte natürlich dass es ihm gut geht. Ich möchte nicht dass er wegen mir noch mehr leidet.
Am liebsten wäre es mir wirklich wenn ich einen freien Kopf hätte. Habt ihr eine Idee wie das geht?

Er äußert sich auch einfach zu gar nichts. Ich höre immer nur ein ich weiß nicht oder ja. Oder auch gar nichts. In dieser ganzen Zeit konnten wir nie ernsthaft über uns sprechen. Es gab immer nur Monologe die ich geführt habe. Ich habe so die Schnauze voll. Wir wollten eine Paartherapie machen. Musste abgesagt werden wegen seiner Sucht. Macht ja auch gar keinen Sinn mehr. Vielleicht versteht er einfach nicht das eine Sucht eines seiner grundlegenden Probleme sind, mit den er zusammen nichts an seiner ursächlichen Problematik ändern bzw arbeiten kann.
Die Sucht ist nämlich auch nur ein Symptom der Ursache.

#14


Nela-Mary
Wenn du es arbeitstechnisch hinkriegst, fahr ein paar Tage weg. Nur du allein, ohne Kontakt zu deinem Expartner.
Einfach mal rauskommen um durchatmen zu können. Abstand gewinnen.
Jetzt gerade klingst du so, als seist du selbst noch in einem völligen Gefühlschaos. In diesem Zustand kannst du keine vernünftige Entscheidung treffen.

#15


A


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