Zitat von Rosiely: Uns hilft Verständnis und kein Lächeln oder Mitleid.
„Euch“ hilft vor allem Akzeptanz. Und ein Lächeln sollte jedem gut tun.
Zitat von Rosiely: Hast du sonst noch etwas über Behinderungen oä gesehen/gehört ? Warum auch ? Das sind und bleiben nun mal Menschen zweiter Klasse. Somit nicht Gesellschaftsfähig
Meine beste Freundin (seit fast 40 Jahren) ist seit Kindertagen blind. Möchtest Du noch mehr wissen, ob und was ich zum Thema „Behinderung“ weiß? Sie ist jedoch sowieso erstklassig und auf jeden Fall gesellschaftsfähig!
Zitat von Rosiely: Ich glaube man kann das nur fühlen/erleben,wenn man selbst betroffen ist.
Damit meinst Du, dass der „gesunde (was immer das ist) Mensch“ grundsätzlich nicht empathiefähig ist?
Zitat von tina1955: Schon als Dein Mann noch bei Dir war, hättest Du Dienste von Einrichtungen in Anspruch nehmen können.
Und ja sorry, jetzt werde ich auch mal frech oder deutlich:
Dienste oder Betreuung für Behinderte dienen auch dazu, die Familie oder den Ehemann zu entlasten.
Ich finde das nicht frech, aber deutlich, und das zu recht. Eine schwerwiegende chronische Erkrankung ist natürlich erst einmal sehr schlimm für den/die Betroffene/n, keine Frage. Da fühle ich auch mit; das geht, auch wenn ich nicht in der Situation bin und das sicher nicht in vollem Umfang nachvollziehen kann.
Aber natürlich betrifft es auch das gesamte Umfeld und am meisten die, die besonders nahe sind: Partner, Kinder, Eltern. Auch deren Leben wird eingeschränkt und verliert an Leichtigkeit. Auf die Frage, was Rosiely denn bisher - als ihr Mann noch da war - unternommen hat, um zumindest ein wenig eigenständiger und unabhängiger von seiner Hilfe zu sein, geht sie leider nicht ein.
Klar, ist natürlich einfacher, allen anderen die Schuld zu geben (Medien, Nichtbehinderten, Behörden, Selbsthilfegruppen tbc.), statt selber in die Pötte zu kommen.
Ich sage NICHT, dass alles prima ist für Menschen mit Handikap, ganz gewiss nicht. Aber sich als „Mensch zweiter Klasse“ einzurichten hilft auch niemanden.