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Ich möchte meine Ex zurück

M

2026mns
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Hallo zusammen,

ich bin seit etwa 2,5 Monaten von meiner Ex getrennt und versuche gerade zu verstehen, was genau passiert ist und ob es vielleicht noch eine Chance für eine Wiederannäherung gibt.

Wir haben uns über Bumble kennengelernt. Die Kennenlernphase lief sehr gut und nach etwa drei Monaten sind wir zusammengekommen. Wir hatten viele Dates, sind zusammen gereist und haben relativ schnell auch unsere Familien kennengelernt. Insgesamt hatten wir viele schöne Momente zusammen.

Nach ungefähr einem Jahr Beziehung wollte sie gerne zusammenziehen. Sie ist dann zu mir in die Wohnung gezogen. Am Anfang lief das auch alles gut.

Sie ist grundsätzlich ein offener Mensch und eigentlich auch sozial, aber sie sagt selbst, dass irgendwann ihre „Social Battery“ leer ist und sie dann unbedingt Rückzug braucht. Für sie war die Wohnung deshalb ein sehr wichtiger Ort, an dem sie sich zurückziehen und wieder aufladen konnte.

Die ersten größeren Probleme haben ungefähr rund um Weihnachten angefangen. Sie wollte nicht, dass jemand aus meiner Familie bei uns übernachtet. Ich komme aus einer Großfamilie und kenne es eigentlich so, dass Familie auch mal über Nacht bleibt, besonders an Feiertagen. Ich habe das dann auch mit meiner Familie geklärt und am Ende hat niemand bei uns geschlafen. Trotzdem hat allein die Vorstellung, dass jemand bei uns übernachten könnte, bei ihr extremen Stress ausgelöst und sie hatte sogar eine Panikattacke. Ähnliche Themen kamen auch später wieder auf, zum Beispiel bei möglichen Besuchen an Ostern oder generell wenn Familie zu Besuch kommen könnte. Sie hatte oft das Gefühl, dass ich ihre Bedürfnisse nicht genug priorisiere.

Ein weiteres Thema waren kulturelle und religiöse Unterschiede. Ich habe einen orthodoxen Hintergrund, bin selbst aber nicht besonders religiös. Trotzdem wurden Themen aus meiner Kultur oder Religion immer wieder kritisch hinterfragt. Zum Beispiel hat sie mich gefragt, warum Männer und Frauen in der orthodoxen Kirche teilweise getrennt sitzen oder warum bestimmte Dinge in meiner Kultur so sind. Ich hatte irgendwann das Gefühl, mich ständig rechtfertigen zu müssen für Dinge, die einfach Teil meiner Herkunft sind und die ich auch gar nicht aktiv beeinflussen kann.

Unsere Diskussionen wurden mit der Zeit immer intensiver. Einmal hatten wir sogar eine etwa acht Stunden lange Diskussion. Danach haben wir uns auch einmal getrennt. Nach ungefähr einem Monat sind wir aber wieder zusammengekommen und haben sogar eine Paartherapie versucht. Rückblickend muss ich sagen, dass wir diese Therapie beide nicht wirklich konstruktiv genutzt haben.

Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich immer mehr Angst hatte, meine Meinung zu sagen, weil ich Sorge hatte, wie sie reagieren würde. Dadurch habe ich mich immer mehr zurückgezogen. Ich hatte oft das Gefühl, dass meine Meinung sowieso falsch ist oder dass jede Diskussion wieder extrem lang wird. Zu dem Zeitpunkt war ich innerlich ziemlich überlastet.

In der letzten Phase der Beziehung wollte sie oft Dinge unternehmen oder reisen. Ein Beispiel war eine Reise, die sie gerne mit mir machen wollte, weil sie noch Resturlaub hatte. Da ich mich nicht richtig dazu geäußert habe und eher zurückhaltend war, ist sie schließlich mit einer Freundin verreist. Als sie zurückkam, habe ich gemerkt, dass sie deutlich distanzierter war.

Die endgültige Trennung kam dann am 19.12.2025. Es war kein großer Streit, sondern eher ein relativ normales Gespräch, bei dem wir gemerkt haben, dass es so gerade nicht weitergeht. Am nächsten Tag ist sie zu ihren Eltern gegangen und hat ihre Sachen aus der Wohnung geholt.

Nach der Trennung habe ich mich emotional sehr zurückgezogen und ihr nur noch sachlich geantwortet. Etwa einen Monat später hat sie mir dann eine längere WhatsApp geschrieben. Darin hat sie mir vorgeworfen, dass mein Verhalten respektlos gewesen sei und dass ich sie nach ihrem Auszug ignoriert hätte. Sie hat auch erwähnt, dass sie mir bewusst einige Dinge dagelassen habe, obwohl sie ihr zugestanden hätten, weil sie korrekt bleiben wollte.

Daraufhin haben wir telefoniert. Am Anfang lief das Gespräch relativ ruhig und wir konnten normal reden. Irgendwann sind wir aber wieder in unsere alte Dynamik gerutscht und sie hat viele Vorwürfe gemacht. Ich habe in dem Gespräch auch erwähnt, dass ich für drei Wochen nach Rio zum Karneval fliege.

Am Ende des Gesprächs meinte sie, dass sie mir auf Instagram entfolgen wird, weil sie nichts aus meinem Urlaub sehen möchte. Ich habe gesagt, dass ich das verstehe und dass ich ihr auch entfolgen werde, damit wir beide etwas Abstand haben.

Später in der Nacht hat sie mir dann noch eine Nachricht geschrieben, dass ihr Nervensystem sich immer noch nicht von mir erholt habe und dass Kontakt mit mir sie stark triggert und retraumatisiert. Sie hat mich gebeten, erstmal jeden Kontakt einzustellen.

Am nächsten Tag hat sie mich dann trotzdem angerufen und gefragt, was ich ihr am Abend zuvor noch sagen wollte. In dem Gespräch meinte sie auch, dass sie mir vermutlich die nächsten drei bis fünf Jahre nicht vergeben könne für das, was in der Beziehung passiert sei. Ich habe darauf nur gesagt, dass wir beide unseren Anteil an der Dynamik hatten und dass es wahrscheinlich nicht gut ist, jetzt wieder in diese alten Gespräche zu gehen.

Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr. Das ist jetzt etwa vier Wochen her.

In der Zwischenzeit war ich drei Wochen in Rio und habe versucht Abstand zu bekommen. Ich habe dort viel erlebt und mich auch abgelenkt, aber ich merke trotzdem, dass ich emotional noch nicht wirklich über sie hinweg bin und sie mir immer noch fehlt. Nach langem reflektieren denke ich , dass die eigentlichen Trennungsgründe weniger Religion oder kulturelle Unterschiede waren, sondern eher emotionale Themen. Ich habe wohl zu wenig auf der Gefühlsebene kommuniziert und sie hat sich dadurch nicht wirklich priorisiert oder gesehen gefühlt. Durch meinen Rückzug in Konflikten hat sich das bei ihr wahrscheinlich noch verstärkt.



Mich würde interessieren, wie ihr die Situation einschätzt und ob ihr glaubt, dass es grundsätzlich noch eine Chance auf eine Wiederannäherung geben könnte oder ob ihr denkt, dass das eher unrealistisch ist. Wie gehe ich das am besten an.

x 2 #1


S
Ich finde das liest sich wie ein Hin und Her. Das sie nicht richtig weiß was sie will und trotz Trennung immer wieder Kontakt aufnimmt. Ein wenig wie so ein Fähnchen im Wind.

Da ihr noch nicht lange zusammen wart und trotzdem so starke Probleme aufgetaucht sind und auch viele kulturelle Unterschiede, die sie zu stören scheinen, befürchte ich, dass ihr nicht zusammen passt. Vielleicht hat sie auch noch viele Baustellen mit sich selbst. Ich meine eine Panikattacke kommt auch nicht aus dem Nichts. Vielleicht ist sie noch nicht bereit für eine Beziehung, weil sie erst einmal mit sich klar kommen muss. Vielleicht deshalb auch das teils widersprüchliche Verhalten.

Vielleicht tickt ihr sehr verschieden was Emotionen angeht und Bedürfnisse. Meinst du denn, das könnte klappen, ohne das sich einer komplett verbiegen muss? Da auf einen Nenner zu kommen. Meistens tauchen Probleme erst im Laufe der Beziehung auf und selten direkt.

Wie ist es bei dir ? Wie fühlst du, wenn du an sie denkst? War das für dich eine Beziehung wie du sie dir vorgestellt hast?

x 2 #2


A


Ich möchte meine Ex zurück

x 3


Worrior
@2026mns
Nehmen wir doch mal an es würde wieder was geben.
Was sollte sich geändert haben?
Hast Du dann eine neue Religion?
Verleugnest Du Deine Familie?
Wo soll sie in dieser kurzen Zeit ihren Anteil reflektiert haben?
Ihr könnt ja noch nicht mal sachlich telefonieren ohne dass es eskaliert.
Oder ist das alles egsl, hauptsache sie kommt zurück und Du versuchst ihr alles recht zu machen?

x 6 #3


M
@Sonnenschein85

Also
Die Beziehung ging 3 Jahre.
Wenn ich an sie denke fehlt sie mir als Mensch. Und Anfangs ja war es eine Beziehung wie ich sie mir vorgestellt habe. Nur diese Konfliktdynamik war irgendwann nicht mehr schön.
Und ich denke sie hat sich einfach irgendwann nicht mehr sicher gefühlt

x 1 #4


S
@2026mns ...und wo war genau der Wendepunkt? Wieso fühlte sie sich unsicher ? Und so sehr das sie Panik bekam?

Ich denke wenn es klappen soll, müsstet ihr viel kommunizieren und versuchen euch gegenseitig auch zu verstehen. Vielleicht tut Abstand erst einmal gut, um Gedanken zu sortieren und zu wissen, wie man fühlt.

#5


S
Das klingt jetzt paradox...
Ich selbst häng nach 2 Jahren noch an der Ex auch wenn ich spürbar Fortschritte mach.

Trotzdem sag ich dir wenn was vorbei ist ist es vorbei. Mach es nicht so wie ich Lachendes Gesicht. Das zieht sich sonst in die Länge.

x 5 #6


GreenTara
@2026mns
Der Weihnachtsbesuch ist schwierig einzuschätzen, wenn deine Großfamilie einfällt und möchte verköstigt und verwöhnt werden, oder ob zwei vernünftige Leute kommen, die etwas mit anpacken, macht schon einen Unterschied.
Auf der anderen Seite kommt sie mir doch etwas intolerant vor, wenn sie deine Kultur und Religion so selbstgerecht hinterfragt. Und ihre Schuldzuweisungen wegen ihren Nerven gehen garnicht.
Wie stellst du dir das eine "Rückeroberung" vor? In dem ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ansichten zu deinem Maßstab werden? Dass du dich unterordnest und schweigst, damit ihre zarten Nervchen nicht beansprucht werden?
Es hat sich bei euch immer mehr heraus gestellt, dass ein harmonisches Miteinander nicht möglich ist. Ich denke, das solltest du akzeptieren. Ihre vorwurfsvolle Haltung ist ja auch eindeutig. Sie muss sich jetzt "von dir erholen", da kannst du nur noch gute Besserung wünschen.

x 9 #7


Nur-ein-Mensch
Moin

Meistens ist es nicht der Mensch den wir zurück wollen,sondern nur das Gefühl,das er uns in der Anfangszeit gegeben hat.

Unser Hirn will den Dopaminkick,den es in der Kennlernphase hatte,aufrecht erhalten,deswegen tut es immer so weh wenn wir an den Ex Partner denken und dann folgt der Absturz,weil du realisierst,das du das nicht mehr haben kannst.

Wenn das Leben es gewollt hätte,das ihr zusammen bleibt,dann hätte es dafür gesorgt.

Es hätte dafür gesorgt,das ihr einen gemeinsamen Nenner findet,das ihr über alles hättet reden können.

Hat es aber nicht,ihr solltet nur etwas lernen.

Was das ist,darfst du selber herraus finden.

Bis dahin,ich kenne jetzt deinen Zustand nicht,Achte auf dich,Pflege dich und deinen Haushalt.

Verfalle in keine Süchte,mach deinen Job, reflektiere über die Beziehung,aber immer in gesundem Maß,damit du deine Anteile an der Trennung siehst und das nicht mit in eine neue Beziehung nimmst.

Bleib entspannt alles hat seinen Sinn.

x 5 #8


K
Zitat von 2026mns:
Sie wollte nicht, dass jemand aus meiner Familie bei uns übernachtet.

Zitat:
bei ihr extremen Stress ausgelöst und sie hatte sogar eine Panikattacke.

Zitat:
Sie hatte oft das Gefühl, dass ich ihre Bedürfnisse nicht genug priorisiere.

Zitat:
Trotzdem wurden Themen aus meiner Kultur oder Religion immer wieder kritisch hinterfragt.

Zitat:
Ich hatte irgendwann das Gefühl, mich ständig rechtfertigen zu müssen f

Zitat:
Mit der Zeit habe ich gemerkt, dass ich immer mehr Angst hatte, meine Meinung zu sagen

Zitat:
Dadurch habe ich mich immer mehr zurückgezogen.

Zitat:
dass meine Meinung sowieso falsch ist

Zitat:
dass mein Verhalten respektlos gewesen sei und dass ich sie nach ihrem Auszug ignoriert hätte.

Zitat:
und sie hat viele Vorwürfe gemacht.

Zitat:
dass ihr Nervensystem sich immer noch nicht von mir erholt habe und dass Kontakt mit mir sie stark triggert und retraumatisiert.

Zitat:
die nächsten drei bis fünf Jahre nicht vergeben könne


Lies Dir obiges mal durch. Und dann vielleicht nochmal. Merkst Du nicht, dass ihr Verhalten Dich in die Situation bringt, Dich dermaßen anpassen zu müssen, dass von Dir und Deinem Charakter, Deiner Art und Weise zu leben, fast nichts mehr übrig bleibt?

Du bist Du. Du hast den kulturellen Hintergrund. Und Du hast die Großfamilie. Das ist gefälligst zu respektieren. Wenn man Dein wichtigster Mensch in Deinem Leben sein will, ist es dann das richtige Verhalten, das als negativ auszulegen, teilweise Dir das sogar vorzuwerfen und Dich in die Rechtfertigung zu zwingen? Oder würde ein Mensch, der Dich liebt und Dich nimmt, wie Du bist (gerade weil Du so bist), nicht genau so sein lassen und das lieben?

Stattdessen lese ich nur, wie sie Dich kritisiert und Dich dafür verantwortlich macht, dass es ihr schlecht geht. Das geht dann so weit, dass Du in der Beziehung überhaupt nicht mehr Du selbst sein kannst. Ist das erstrebenswert? Will man in solch einer Beziehung sein?

Natürlich muss man in einer Beziehung Kompromisse eingehen. Ich komme auch aus einer Großfamilie, habe aber auch die Herausforderung einer kleineren social battery. Damit geht meine Freundin aber um und versucht, es mir einfacher zu machen. Sie beschwert sich nicht bei mir, dass das ja so blöd ist und ich mich da bitte ändern solle. Sie erwartet von mir, dass ich mich engagiere, versucht aber, meine persönlichen Grenzen nicht zu überschreiten. Das klappt echt gut und zeigt mir, sie respektiert das.

Du hingegen bekommst ausschliesslich vorgeworfen, wie erschöpfend Du doch für sie seist und dass sie sich erstmal die nächsten Jahre von Dir erholen muss. Das sind Aussagen, die Dich klein halten sollen und keinerlei konstruktiven Hintergrund haben. Was bitte ist das für ein erbärmliches Verhalten? Weisst Du, man kann es sich einfach machen, indem man den anderen für alles verantwortlich macht, dann muss man nicht an sich selbst arbeiten. Dass derlei Aussagen aber recht sehr wenig mit der Realität zu tun haben, solltest Du dann unbedingt im Hinterkopf haben.

Was ihr beide da habt, ist ein grundsätzliches Problem. Ich denke, wenn ihr nochmal zusammenkommen solltet, dann wird das Beziehungskonstrukt nur halten, wenn Du Dich selbst komplett vergisst und Du Dich so verhälst, wie sie es erwartet. Für Dich bedeutet das, dass Du andauernd auf Eiern läufst und Angst haben wirst vor der nächsten Diskussion. Du wirst Dinge unterlassen, die Du gerne tun würdest. Du wirst Dich immer und immer wieder zurücknehmen.

Auch wenn Du die guten Zeiten mit ihr vermisst, solltest Du meines Erachtens keinen zweiten Versuch starten. Du hast jemanden verdient, der Dich will. Und diese Frau gibt es auch. Deine Ex will Dich ganz offensichtlich nicht so, wie Du bist. Und das disqualifiziert sie dafür, in Deinem schönen Leben einen Platz zu haben, denke daran.

x 9 #9


hotte
@2026mns

Vieles von dem was du da schreibst erinnert mich an meine eigene Geschichte. Ich glaube ihr habt einfach nicht mehr zueinander "gepasst". Das klingt hart aber im Endeffekt geht es doch darum das man mit einem Menschen zusammenkommt weil einem dieser Mensch gefällt. Und wenn man dann erwartet das sich dieser Mensch ändert, wird er ja zu jemand anderem.

Eine Thereapeutin von mir hat mal gesagt das bei meiner NochFrau und mir die "Beziehungsantennen einfach nicht mehr aufeinander ausgerichtet wären". Das muss man nicht bewerten, das kann man so einfach akzeptieren. Klar, das Herz will was das Herz will aber glaub mir, mit etwas Abstand wird es immer weniger weh tun.

x 4 #10


A
Zitat von 2026mns:
Mich würde interessieren, wie ihr die Situation einschätzt und ob ihr glaubt, dass es grundsätzlich noch eine Chance auf eine Wiederannäherung geben könnte oder ob ihr denkt, dass das eher unrealistisch ist. Wie gehe ich das am besten an.

Oh je, was ist bloß mit den Frauen heute los?. Ehrlich ich verstehs nicht mehr.
Mal sehen was die anderen so schreiben.
Ich komme erst heute Nachmittag dazu, aber am liebsten würde ich dir mal den Kopf waschen, wie man so schön sagt.
Warum um Himmels willen, willst du diese Frau zurück?

Ihr passt doch überhaupt nicht zusammen.
Von den ernsten Lebensthemen her und auch, wie man die Dinge angeht.
Wenn ich eins gelernt habe, dann geht es in der Partnerschaft darum, glücklich zu sein, alles nicht so schwer zu nehmen oder zu müssen, miteinander entspannt zu sein.
Unbedingt Stressoren vermeiden zu können, weil es eine gute Passung gibt.
Je besser die Passung, desto weniger Stress, desto glücklicher das Leben.
Soweit erst mal meine erste Überlegung.

Du verbiegst dich ja komplett.
Daran, dass Familie übernachtet, ist nichts verkehrt.
Es ist nur für sie nicht das Richtige.
Ihr habt diese Passung nicht, die euch glücklich macht.
Manchmal stellt man das erst später fest, aber ihr stellt es doch schon so früh in der Partnerschaft fest. Das ist doch gut, dass ihr das jetzt schon merkt.

Such dir doch bitte eine Frau, bei der du dich nicht komplett verbiegen musst.
Ihr seid in der Verarbeitung eurer sozialen Stressoren komplett unterschiedlich.

x 4 #11


S
Zitat von 2026mns:
Mich würde interessieren, wie ihr die Situation einschätzt und ob ihr glaubt, dass es grundsätzlich noch eine Chance auf eine Wiederannäherung geben könnte oder ob ihr denkt, dass das eher unrealistisch ist. Wie gehe ich das am besten an.

Naja, du liebt sie immer noch, das habe ich eindeutig raus gehört, da ist man nach 2,5 Monaten emotional immer noch raus - das ist normal.

Mein Tipp:
Überleg dir was willst du? Willst du weiter auf rohen Eiern laufen und Angst haben das falsche zusagen?
Immerhin diskutiert ihre wenigsten, bei meinen letzten Exemplar war das nur schwer möglich...

Die Frage ist, wenn du mit ihr wieder zusammen bist, glaubst du es ändert sich dann was?
Denn du hast es gut erfasst, es sind keine Probleme wegen der Religion, sondern weil sie hyper sensibel ist.
Ich meinen wenn Sie es schon stresst, wenn niemand übernachtet, nur weil die Frage im Raum stand, dann hat sie dort eine sehr große Baustelle und nicht du.

Also, überleg dir will ich so eine Beziehung auf Dauer?

x 2 #12


S
Zitat von Schnuddel74:
Naja, du liebt sie immer noch, das habe ich eindeutig raus gehört, da ist man nach 2,5 Monaten emotional immer noch raus - das ist normal. Mein ...

Genau. Geh in dich. Höre auf dein Bauchgefühl. Kann und möchte ich so leben? Wie kann man Unterschiede ( charakter und kulturelle) ausgleichen? Wie kann man auf einen gemeinsamen Nenner kommen ohne das sich wer komplett verbiegt?

Ihr müsstet beide bereit sein etwas zu ändern und aufeinander zu zugehen. Das geht aber nur, wenn sie auch bereit ist.

#13


Löwenzeh
@2026mns
Alles Negative, was die Beziehung belastet, geht von ihr aus:

Zitat von 2026mns:
Trotzdem hat allein die Vorstellung, dass jemand bei uns übernachten könnte, bei ihr extremen Stress ausgelöst und sie hatte sogar eine Panikattacke

Panikattacke bei der bloßen Vorstellung. Das ist... ungewöhnlich.
Vielleicht auch Manipulation.
Am Ende schlief niemand bei euch.
Das wäre auch der Zukunftsstandard, der zu gewährleisten ist, sonst Stress und Panikattacken.
Zitat von 2026mns:
Als sie zurückkam, habe ich gemerkt, dass sie deutlich distanzierter war.

Sie distanziert sich.
Zitat von 2026mns:
Am nächsten Tag ist sie zu ihren Eltern gegangen und hat ihre Sachen aus der Wohnung geholt.

Sie zieht aus .
Zitat von 2026mns:
Nach langem reflektieren denke ich , dass die eigentlichen Trennungsgründe weniger Religion oder kulturelle Unterschiede waren, sondern eher emotionale Themen

Absolut, alles nur emotional. Sie hat Schwierigkeiten mit ihren Emotionen.
Zitat von 2026mns:
dass ihr Nervensystem sich immer noch nicht von mir erholt habe und dass Kontakt mit mir sie stark triggert und retraumatisiert. Sie hat mich gebeten, erstmal jeden Kontakt einzustellen.

Und obwohl alles von ihr ausgeht, sucht sie die Schuld bei dir. Knüpft an ein abgeschlossenes Gespräch an und:
Retraumatisiert? Getriggert?
Die Beziehung ist also ein Trauma für sie?! Okay..
Zitat von 2026mns:
dass mein Verhalten respektlos gewesen sei

Klar. Respektlos passt immer, wenn man will. Passt für mich nicht.
Ich Trenne mich, zieh aus und wenn mein Ex dann auf Distanz geht, ist das respektlos. Hä?

Mein Rat: Lauf.
Es gibt so viele Frauen. Frauen, die kein Trauma haben und keine Panikattacken, Frauen, die sich über Familie freuen und zu dir passen.
Ich verstehe nicht, wieso du das wiederholen willst und kann dir nur abraten.
Beendet ist beendet, reite kein totes Pferd und wundere dich, nicht vom Fleck zu kommen.

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S
Zitat von 2026mns:
Trotzdem hat allein die Vorstellung, dass jemand bei uns übernachten könnte, bei ihr extremen Stress ausgelöst und sie hatte sogar eine Panikattacke.



Weißt du, ob sie sexuellen Missbrauch erlebt hat? Klingt stark nach Retraumatisierung.

#15


A


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