Bille
Gast
Ich habe heute ein Gefühl der Ohnmacht und des nicht mehr existent sein meiner selbst. Ich bin nur noch eine Hülle die für ein paar Momente, Stunden , Minuten sich aufrafft um am Leben teilzunehmen. Das war bis kurz vor Silvester nicht so...
Ich muss von Anfang an beginnen ..,
Ich habe vor 15 Monaten einen 15 Jahre jüngeren Mann kennengelernt. Ich bin verheiratet und ließ mich auf eine Affäre mit ihm ein. Wir verbrachten wunderbare Tage und Nächte und alles schien leicht und trotz aller Umstände zu gehen. Wir waren uns einig, dass wir diese schöne Zeit einfach genießen und nicht über die weitere Zeit nachdenken. Wir verliebten uns ineinander, dadurch wurde es zwar noch inniger und auch schöner, aber es wurde auch schwieriger. Denn er war Single und will noch Familie. Das ist für mich undenkbar. Ich habe zwei Kinder und außerdem trennen uns so viele Jahre. Das geht einfach nicht, das passt in unserer kleinen gemeinsamen Welt aber nicht im Alltag und in unserer beider Leben. Das wissen wir beide, nur sag das unseren Gefühlen..
Jetzt hat er kurz vor Silvester jemand anderes kennengelernt. Er bat mich ihn gehen zu lassen, damit er seinen Weg gehen kann.. Schweren Herzens ließ ich ihn gehen. Ab und an schrieben wir uns, aber nicht mehr mit den Nettigkeiten wie noch Tage zuvor.
Vor einer Woche haben wir uns dann getroffen und es war wie immer. Alles war wie immer, nur dass er jetzt eine Freundin hat. Seit diesem Treffen schreiben wir uns wieder täglich, auch mit allen Nettigkeiten und Küssen.
Gestern sahen wir uns kurz. Er suchte meine Nähe und nahm mich in den Arm und küsste mich und sah dabei so traurig aus. Ich fragte ihn was los ist, da sagte er, "nichts". Ich weiß was er durchmacht, er hat sich noch nicht von mir entliebt und möchte aber auch dem Neuen eine Chance geben.
Gestern ist er mit seiner Freundin zu ihrer Schwester auf den Geburtstag und vorhin schrieb er mir, dass er weiß, dass ich das nicht unbedingt hören möchte, aber er ist noch bei seiner Freundin, er aber schaut, dass wir uns heute Abend noch sehen.
Ich bin komplett zerrissen mit mir. Normalerweise müsste ich ihn freigeben und ihm nicht im Weg stehen. Aber ich kann nicht. Stattdessen tue ich mir selbst weh, wenn ich sage, ich akzeptiere das, denn er hat dies in den vergangenen Monaten ja genau so mit mir aushalten müssen.
Für mich ist es gerade unerträglich und ich weiß nicht was ich machen soll. Ich möchte, dass er glücklich wird und ist aber trotzdem genieße ich seine Aufmerksamkeit und seine Nähe.
Aber diese Schmerzen im Herzen die den ganzen Körper und den Kopf lahm legen, sind furchtbar.
Ich bin wie gefangen in mir selbst ...