Zitat von Brightness:Du hast vor 20 Jahren einen Vertrag unterschrieben, der dir Rechte und Pflichten auferlegt hat. Das Recht jetzt als Eigentümerin in diesem Haus zu wohnen und über die Grundstücke frei zu verfügen. Gleichzeitig auch die Pflicht, deinen Mann zu pflegen. Das war ja wohl der Deal?
NEIN - wir hatten keinen deal - mein Mann war noch nicht krank, als er mir alles überschrieb, die Krankheit war noch nicht zu sehen.
Er wollte es unbedingt, er war damals 70, wollte mich im Alter versorg sehen, alles überschreiben, bevor es irgendwann vllt. einmal heißen konnte, dass er nicht im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war.
Ich wollte es damals nicht, weil ich dachte, dass er sich das Alter damit absichern wollte, eben einen deal machen.
Nein, er hat mir - ohne jede Bedingung - alles überschrieben. Der Notar machte ihn - als er mir die beglaubigten Papier überreichte - noch extra darauf aufmerksam, dass ich ihn nun auf die Straße setzen konnte.
Mein Mann nickte.
Er wurde erst mit 80 krank. Ich hätte ihn nicht pflegen müssen.
Zitat von Brightness:Weil du gerne als Gutsherrin lebst?
Bringt es dir Spaß, anderen etwas zu unterstellen. Mir ist es damals nicht leicht gefallen, ich hätte lieber sofort meinem Sohn alles überschrieben. Mein Mann wollte es anders. Er war der Überzeugung, dass unser Sohn alles hat, um sich locker durchs Leben zu bringen.
Zitat von Brightness:Die TE hat im reifen Alter von +/- 50 Jahren einen Vertrag unterschrieben, der sie auf Gedeih und Verderb ihrem nach ihren Aussagen narzisstischen und gewalttätigen Mann auslieferte. Sie hätte auch darauf verzichten können und wäre ihrem Lebensglück näher gewesen. Sie selbst hat aber die wirtschaftliche Karte gezogen. Ich möchte dadurch an die Konsequenzen des eigenen Handels statt Opferhaltung erinnern.
Du solltest Romane schreiben, denn das sind alles deine Hirngespinste, die nichts mit der Wahrheit zutun haben. Ich hätte nach der Überschreibung einfach gehen können, oder meinen Mann aus dem Haus jagen können und einen andren Mann mir zulegen.
Zitat von Brightness:Selbstverständlich darf und soll sie sich abgrenzen. Bitte aber auch die beiden Frauen nicht als geduldete Fremde behandeln sondern als Teil ihres machmal mehr oder weniger geliebten Sohnes.
Es ist schön, dass du deine Vorstellungen hast, ich habe meine Vorstellungen - vor allem suche ich mir die Menschen selber aus, mit denen ich umgehe.
Wie ich schon schrieb, ich akzeptiere die Frau als Freundin meines Sohne - aber mehr nicht.
Und wir haben heute ein Gespräch gehabt. Ich habe ihm klar gesagt, es geht hier nur weiter, wenn er akzeptiert, dass er hier bei mir wohnt, dass ich mit den Leuten, die er bei sich aufnimmt, nichts zutun habe, aber auch gar nichts, dass ich nicht mehr damit behelligt werden will, dass er ganz alleine die Verantwortung trägt für alles was passiert, dass ich notfalls sogar mit ihm vor Gericht ziehe, wenn er seinen Pflichten nicht nachkommt.
Er war sofort einverstanden, und ich denke, dass er durch den letzten Streit auch etwas begriffen hat.