Zitat von Arnika: Die Mätresse von Ludwig, dem 14., wenn du so willst. Die eine ist standesgemäß für das Außen, die andere selbstgewählt für die Liebe
Das stimmt so nicht.
Die Mätresse von Ludwig XIV hatte durchaus einen festen Platz am Hof, eine feste, wohldefinierte offizielle Rolle und war allerbestens versorgt.
So wie in der Regel alle Mätressen der besseren Gesellschaft in der damaligen Zeit.
Ich finde es sehr verwunderlich, dass gerade in der heutigen, angeblich emanzipierten Zeit, sich so viele Leute (vor allem Frauen) in Affären begeben, in denen sie einseitig keinerlei Ansprüche und keinerlei offiziellen Platz einnehmen, sondern im Schatten so nebenher laufen und insgesamt die Klappe zu halten haben und nirgendwo in Erscheinung treten dürfen. Und das mitnehmen "dürfen", was eben für sie übrig bleibt. Und das ist in der Regel nicht besonders viel.
Sehr oft läuft es sogar darauf hinaus, dass sie sechsuell zur Verfügung stehen, ohne im sonstigen Lebensplan des Herrn die geringste Rolle zu spielen.
Die Gesellschaftsordnung anderer Länder oder die in früheren Zeiten, die wir hier so sehr verachten, waren dagegen regelrecht frauenfreundlich.
Das Konkubinat in China oder ähnliche Ordnungen in anderen Ländern unterlag festen Regeln: Diese Frauen hatten nicht dieselben Rechte wie die Hauptfrau, aber sie
hatten Rechte. Auch was die Versorgung betraf. Und sie hatten einen definierten gesellschaftlichen Platz.
Das Konstrukt, das diesem kurdischen Herrn hier vorschwebt, ist hingegen ausschließlich zu seinem Vorteil. Er hat nette Gesellschaft, solange er hier ist, ist ansonsten zu rein gar nichts verpflichtet, kann die Verbindung jederzeit wieder auflösen, wenn es ihm genehm ist und dann sagen: Ja, aber das wusstest du doch. Du hast das doch freiwillig (ab einem bestimmten Zeitpunkt zumindest) mitgemacht. Also beschwer dich nicht.
Und eben darum sollte man bei so etwas keineswegs mitspielen.
Ginge es um etwa einen geschäftlichen Vertrag, der den einen vollumfänglich begünstigt, während der andere im Prinzip leer ausgeht und rechtlos bleibt, würde sich jeder vernünftige Mensch sofort an die Stirn tippen und die Frage stellen, ob der andere noch alle Tassen im Schrank hat, ihm solche Vertragsbedingungen vorzuschlagen.
Wenn es um die angebliche "Liebe" geht, machen hingegen viele Leute mit.
Steig da aus, liebe TE.
Du kloppst nicht nur deine eigene Würde und deinen Selbstwert in die Tonne, du wirst das Ganze auch irgendwann bitter bereuen, wenn dir klar wird, wie viel du da reingebuttert und wie wenig du zurückbekommen hast.