Darlena
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Ich habe sortiert, aussortiert genau genommen. Sechs große Plastiktüten Klamotten und eine Umzugskiste Bücher. Die Bücher nimmt meine Schwägerin am Wochenende und freut sich total drüber. Das ist doppelt schön. Mal sehen, was morgen dran ist.
Es hat ein bisschen weh getan, muss ich sagen. Es macht die Trennung so handfest. Sichtbar, spürbar. Man kann sie wegtragen. Gleichzeitig hat es gut getan. Vielleicht passt es einfach in die Phase.
Morgen habe ich Friseurtermin. Da will ich die Haare wieder deutlich kürzer, nicht so mild. Das finde ich auch passend.
Ich habe eben zum zweiten Mal seit dem Wochenende ganz intensiv mit meinem Hund gekuschelt. Ich habe eine Decke im Garten liegen und gelesen und sie stand daneben und hat quasi gefragt, ob sie mit da liegen kann. Das habe ich sehr genossen, sie aber noch mehr. Und ich habe festgestellt, dass ich sie sehr vernachlässigt habe in den letzten Monaten. Es war viel zu tun. Ich hatte viel Stress. Da war für Hund-Kuscheln nicht viel Zeit. Nur für Hund versorgen und Spazierengehen.
Das gleiche gilt für meine Wohnung. Es können spontan Gäste kommen, aber es ist echt viel liegen geblieben. Wenn das Wetter nicht mehr so schön ist, werde ich da eins nach dem anderen nachholen.
Meine Coachin hat gesagt, dass es auffällig ist, dass ich wenig liebevoll mit mir umgehe. Wahrscheinlich bin ich dann wie Wohnung und Hund in den letzten Monaten von mir selbst grundversorgt worden, aber mehr auch nicht.
Das wird auch bei meiner Beziehung so sein, vermute ich. Das macht mich traurig. Ich habe es nicht gemerkt und muss den Gedanken noch mal weiter denken. Aber es erscheint mir schlüssig.
Vielleicht passt es auch dann, was ich "zurück" bekommen habe. Ich war in meiner Beziehung "grundversorgt". Ich meine emotional, denn ansonsten versorgt sich jeder selbst. Und dann ist es natürlich einfacher zu merken, dass jemand anders nicht liebend und liebevoll ist als man selbst zu sich.
Auch wenn es mich traurig macht, fühlt es sich gut an, das zu wissen. Entweder zum echten Anknüpfen an die Beziehung in ein paar Wochen oder aber auch für die nächste Beziehung irgendwann oder nur für mich selbst. Es ist als hätte ich auch da eine Plastiktüte vollgemacht und weggeräumt. Das ist gut!
Heute morgen war ich mit Inlinern unterwegs. Das wollte ich schon den ganzen Sommer und es hat sich nie ergeben. Ich wollte es als Sport, als Bewegung zu einer Zeit, wo Fitti noch nicht geöffnet hat und es noch kühl ist. Und ich habe festgestellt, ja, Sport ist es auch. Aber vor allem fühle ich mich leicht und schnell und beweglich. Das war ein schönes Gefühl. Und so schließt sich der Kreis zur Selbstliebe. Inliner fahren um sich leicht zu fühlen und nicht Sport zu machen, das ist doch Selbstliebe oder Selbstfürsorge. Oder etwa nicht?
Ich werde es weiter beobachten, wenn die Zeit dafür da ist. Es soll jetzt auch kein Belauern sein. Und es soll auch nicht so unglaublich anstrengend werden. Auch Selbstliebe, finde ich
Gruß Darlena