LeilaS
Gast
Dann traf ich meinen Affärenmann vor einigen Jahren. Wir hatten ein gemeinsames Seminar in einer anderen Stadt, kommen aber aus der selben Region. Wir verstanden uns auf Anhieb. Er ist Single und will das auch nicht ändern. Er sagt, er mag das Leben so. Er ist ein sehr charmanter, lieber Mensch, der sich in seinem Beruf sehr engagiert. Er leitet eine Einrichtung hier in der Nähe und trägt dort viel Verantwortung. Irgendwie ist das wohl sein Familienersatz und außerdem hat er noch viele Nichten und Neffen, gute familiäre Strukturen und will ansonsten seine Freiheiten nicht aufgeben. Das machte er mir von Anfang an sehr klar. Während des Seminars kamen wir einander schon etwas näher und als wir uns hier in unserer Heimatstadt wieder trafen funkte es heftig. Jedenfalls bei mir. Wir hatten eine kurze Affäre und ich wollte mich damals schon von meinem Mann trennen. Er wollte das aber nicht. Er sagte, das wäre ein großer Fehler, denn er würde mir niemals diesen Halt geben können, wie ich ihn brauche. Ich war, nein ich bin so verliebt in ihn. Schweren Herzens beendeten wir die Affäre. Ich kam mit meinem Gewissen nicht klar und er war sowieso nicht verliebt in mich. Dabei hatte ich mir genau das so sehr gewünscht. Meine Gefühle für diesen Mann hatten mich völlig überwältigt.
Nach der Trennung wurde ich depressiv, kümmerte mich nicht mehr um mich selbst und landete im Krankenhaus. Es dauerte Wochen und Monate, bis ich mich und meine Krankheit wieder stabiliesieren konnte. Seitdem mache ich eine Therapie, reiße mir die Beine aus, um wieder in mein altes Leben zurück zu finden. Aber das will einfach nicht gelingen. Gestern dann der Schock, ich traf ihn zufällig auf der Straße. Besser gesagt ich sah ihn in einiger Entfernung, drehte mich sofort um und ging so schnell wie möglich weg. Ich wollte nicht das er mich so sieht, wie ich jetzt aussehe. Ich bin sehr dick geworden wegen der Medikamente, habe keinen Wert mehr auf mein Aussehen gelegt und leide außerdem noch unter den Nebenwirkungen. Einige Medis darf ich inzwischen absetzen, was mir auch noch schwer zu schaffen macht. Ich hab echt genug zu kämpfen eigentlich aber diese kurze Begegnung gab mir auch Kraft, mich endlich wieder um mich selbst zu kümmern. Ich habe mich beim Sport wieder angemeldet, habe nach längerer Pause endlich einen neuen Therapeuten gefunden und fühle mich irgendwie gestärkt. Ich vermute mal, der Grund dafür ist ein Entschluss, den ich nun getroffen habe: ICH WILL IHN WIEDERSEHEN!
So wie ich jetzt bin, geht das allerdings nicht. Insgeheim schmiede ich Pläne, meinen Mann jetzt doch zu verlassen. Ich suche nach einer Wohnung, jedenfalls hab ich mal den Markt sondiert und hätte echt Spaß dran, meine eigene kleine Wohnung einzurichten. Und wenn er mich dort ab und zu besuchen könnte, sei es auch nur für Sex, das wäre himmlisch. Ich liebe diesen Mann, ich würde alles für ihn tun. Ich weiß, ich hätte ihn nie für mich alleine. Ich müsste ihn mit vielen anderen Frauen teilen und mit seiner Familie, seinem Job und allem anderen. Bin ich jetzt völlig durchgedreht? Bitte sagt mir, das ich bei meinem Mann in meinem kleinen sicheren Leben bleiben soll. Ich habe Angst vor mir selbst!