Zitat von PsychoMantis: ch bin immer wieder in den Widerstand gegangen als Kind und wurde dafür ignoriert, eingesperrt und geschlagen. Es hörte erst auf als ich gedroht habe zur Polizei zu gehen. Dann ging es mit Abwertung weiter bis ich ausgezogen bin.
Da kam ich noch gut weg. Abwertung seitens meiner Mutter kenne ich, aber auch Lob. Es hing von der Tagesform ab. Ignorieren, so dass ich mich fühlte, als ob ich in der Ecke stehe und zuschaue und dass sich keiner richtig für mich interessiert, kenne ich auch. Gefühle von Ohnmacht und Einsamkeit kenne ich gut. Ohrfeigen gab es auch des öfteren, denn sie wurde schnell wütend, wobei ich meist das Gefühl hatte, dass die Wut weniger mir gilt sondern dass sie wütend auf sich und ihr Leben war. Aber an mir ging es aus.
Beschädigt, traumatisiert durch Kriegserfahrungen, da bleibt oft viel hängen, wenn man schon als Kind die Unsicherheit erfahren hat. Insofern nicht verwunderlich.
Als ich älter wurde, wurde es besser. Und mein Vater war immer der ruhende Pol, auf den man zählen konnte. Der hat viel in mir ausgeglichen. Und dann waren da noch die Großeltern im selben Haus. Ein Hort der Akzeptanz, der bedingungslosen Liebe, des Aufatmens, der Erleichterung. Das glich auch viel aus.
Es ist schlimm, wenn Kinder in destruktiven Familien aufwachsen müssen. Sie werden viel zu früh zu Alleinkämpfern oder aber sie verzweifeln. Schade, sehr schade, wenn es so weit kommt, dass nur noch Entfremdung hilft. Die ist die logische Konsequenz, aber glücklich damit wird man nicht. Weder man selbst noch die Eltern, die das Kind verloren haben, wenn auch aus eigener Schuld.
Du bist sicher eine Kämpferin geworden. Sei dankbar für die Entschlusskraft, zu entfliehen.