fragility
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mir geht es gerade wahnsinnig schlecht und ich muss mir nun einfach etwas von der Seele schreiben. Bei mir geht es nicht um Liebeskummer aber um extremen Trennungs- bzw. Verlustschmerz.
Vor etwa 3 Jahren lernte ich einen Mann kennen. Wir wollten und wollen miteinander keine Liebesbeziehung, keiner von uns beiden verliebte sich in den Anderen. Wir waren zu dieser Zeit beide Single und es ergab sich eine Affäre. Sechsuell liegen wir absolut auf einer Wellenlänge und finden uns diesbezüglich nach wie vor gegenseitig sehr anziehend. Mit der Zeit entwickelte sich aber auch eine gute Freundschaft. Seit einiger Zeit gibt es keinen einzigen Tag, an dem er sich nicht bei mir meldet. Der Kontakt geht dabei immer zuerst von ihm aus. Eine "Gute Morgen"-Nachricht jeden Morgen und über den Tag verteilt dann mehrere Nachrichten.
Gestern passierte das, was irgendwann passieren musste. Er erzählte mir, dass er eine Frau kennengelernt hat, bei der er glaubt, dass mehr daraus werden könnte. Er denkt, dass es für eine Beziehung passen könnte. Ich fragte ein wenig nach und er erzählte, dass sie 3 oder 4 Mal zusammen essen waren. Es sei aber nichts gelaufen, kein Kuss oder ähnliches. Ein neues Treffen sei noch nicht geplant, sie hätte gerade auch viel um die Ohren.
Er möchte nun schauen, wie es sich weiterentwickelt und hat quasi mit mir "Schluss gemacht". Wobei er sagte, dass es für ihn schwer werden wird, mir zu widerstehen. Als er gehen wollte, sagte er: "Wahrscheinlich stehe ich eh in einer Woche wieder bei dir vor der Tür. Ach was, das dauert nicht mal eine Woche." Ich habe das unkommentiert stehen gelassen.
Nun zu meinem größten Problem mit dem Ganzen. Er schrieb mir dann gestern Abend noch, dass er meine Nummer erstmal löscht, weil er mir sonst eh wieder schreibt. Und dass wir erstmal keinen Kontakt haben sollten, weil er sonst wieder einknickt. Ich bin jemand, der wahnsinnig schlecht mit Verlusten umgehen kann. Jedes Mal leide ich extrem. Und mir tut das gerade so unfassbar weh, ich kann an nichts Anderes denken. Nicht das mit der anderen Frau. Sondern der Verlust eines Freundes. Jemanden, der so präsent in meinem Leben war. Mit dem ich jeden Tag Kontakt hatte, ihm alles erzählen konnte und der in vielen Situationen ein Anker für mich war. Ich weiß gerade nicht wohin mit mir