Plötzlich extreme Wut nach drei Jahren Trennung

Franzi82

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Hallo liebe Community!

Ich weiß leider nicht, mit wem ich über meinen aktuellen Gefühlszustand reden soll, aber ich muss es einfach loswerden, weil ich langsam das Gefühl habe, dass ich nicht mehr ganz normal bin. Vielleicht finde ich ja Gleichgesinnte, die mir helfen können.

Mein Ex-Freund hat mich vor drei Jahren während seines Auslandssemesters stillschweigend verlassen. Wir waren zu dem Zeitpunkt 8 Jahre zusammen, wovon wir 5 Jahre eine gemeinsame Wohnung geteilt haben. Jeglicher Kontaktversuch meinerseits wurde von ihm ignoriert. Auch eine Begründung für die Trennung wurde mir nicht geliefert. Ich hab ihn erst mal während seines Auslandsaufenthaltes in Ruhe gelassen, in der Hoffnung, dass wir uns bei seiner Rückkehr darüber unterhalten. Als ich von seiner Rückkehr erfahren habe, habe ich ihn erneut kontaktiert mit der Bitte, dass er mit mir über die Sachlage reden soll, damit ich ihn loslassen kann. Wieder wurde mir mit Ignoranz begegnet... Ihr könnt euch also vorstellen, dass es viel Unausgesprochenes gibt.

Ich hab dann mit der Sache abgeschlossen. Aber dieses Erlebnis hat mich zutiefst erschüttert. Zwei Jahre hatte ich Liebeskummer, manchmal mehr manchmal weniger.

Seit einem Jahr gings mir gut. Doch hat letztens aus meinem Freundeskreis eine Freundin eine gleiche Erfahrung gemacht. Als sie mir davon erzählte, kochte ich vor Wut. Ja, ich hab dann sogar vor Wut Tränen in den Augen gehabt. Und dieser ganze Schmerz, den ich damals verspürte, hat mir erneut einen Stich ins Herz versetzt. Ich hab mich über mich selbst gewundert und nicht verstanden, warum plötzlich meine Gefühle Achterbahn fahren. Habe versucht mich selbst zu beruhigen. ABER:

Seitdem wünsche ich meinem Ex-Freund Pest und Cholera. Ich wünsche ihm, dass er nie mehr wieder glücklich wird. Ich verfluche ihn regelrecht. Und währenddessen spüre ich, wie mein Herz ganz schwer auf der Brust liegt. Ich würde ihn am Liebsten anrufen, ihn anschreien und ihm klar machen, wie sehr ich ihn hasse. Eine derartige Wut und einen derartigen Hass hatte ich nichtmal damals, als er gegangen ist. Ich hab ihn nie gehasst, noch hatte ich irgendwelche Rachegedanken.

Es nervt mich extrem, dass er wieder zu einem Thema in meinem Leben geworden ist. Es kann doch nicht sein, dass ich nach drei Jahren solche negativen Gefühle empfinde? Werde ich dieses Gefühl wieder los? Ist das nur ne Phase? Kann es sein, dass ich erst jetzt die Wutphase durchgehe, um die Trennung zu verarbeiten? Dabei hatte ich gedacht, dass ich schon geheilt bin


Liebe Grüße
Franzi

28.07.2014 12:26 • #1


Käptn Nemo

Käptn Nemo


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Hallo Franzi,

ich bin zwar nicht der beste Ratgeber hier und habe auch nicht so sonderlich viele Erfahrungen gemacht, aber ich denke schon, dass sowas passieren kann, wenn man eine ähnliche Situation erlebt bzw. in diesem Fall ja nun Deine Freundin.

2 Jahre trauern ist meines Erachtens aber nicht gesund. Eine Trennung ist immer schwer, egal wie sich getrennt worden ist - aber man muss danach auch wieder aufstehen und nach vorne blicken und vor allem auf sich selbst achten.

Ich selbst habe gerade auch Wut im Bauch wenn ich an meine Ex denke, aber ich versuche mich aus meiner eigenen Situation herauszuholen, in dem ich das Positive sehe. Es gab schließlich mal einen Grund warum ich sie so sehr geliebt habe und alleine diese Erinnerung will ich mir bei behalten. Auch wenn das echt schwer fällt...

Machst Du irgendeinen Sport wo Du Dich vielleicht abreagieren könntest?

Alles Liebe, Finn

28.07.2014 12:34 • #2



Hallo Franzi82,

Plötzlich extreme Wut nach drei Jahren Trennung

x 3#3


Franzi82


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Hallo Finn,

Danke für deine Antwort.

Meine Trauerphase darfst du dir nicht wie einen Stillstand vorstellen. Ich habe mein Leben natürlich weitergelebt. Bin weggegangen, hab neue Leute kennengelernt, habe Sport gemacht.
Vermisst habe ich ihn damals nur, wenn ich alleine war. Anfangs war das oft der Fall, natürlich. Dann wurde es immer weniger. Seit einem Jahr war er mir einfach egal. Bis das Ereignis der Freundin eingetreten ist.

Sport mache ich ja. Hab aber gestern schon Sport getrieben und heute extremen Muskelkater, so dass ich jetzt nicht nochmal Sport machen kann

liebe Grüße
Franzi

28.07.2014 12:42 • #3


Käptn Nemo

Käptn Nemo


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Ah ok, ich verstehe.

Das mit dem Muskelkater ist natürlich doof. Was machst Du denn für einen Sport wenn ich fragen darf? Und wie fühlst Du Dich nach dem Sport? Verspürst Du dann immer noch solche Wut?

28.07.2014 12:44 • #4


maus0904

maus0904


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Liebe Franzi,

nach drei Jahren und davon zwei Jahren Liebeskummer, in denen du so wie ich raushöre keinen Kontakt mehr hattest und auch nie eine Erklärung bekommen hast, hast du zwar irgendwann mal vermeintlich "abgeschlossen", was blieb dir auch übrig nach so langer Zeit, aber so wirklich bverarbeitet hast du diese Trennung wohl noch nicht!
Durch das was deiner Freundin passiert ist , kam alles wieder hoch, es war sozusagen der "Auslöser".....und endlich und das ist ja gut so, konntest du mal diese Wut spüren, wa dir die ganze Zeit gar nicht möglich war ,aber durchaus verständlich gewesen wäre.
Ich denke das ist jetzt noch der "fehlende" Prozeß der endgültigen Verarbeitung und danach wirst du es endgültig geschafft haben...lass die ut ruhig mal zu.........das ist wichtig....nur anrufen würde ich ihn jetzt nicht mehr unbedingt....vielleicht schreibst du mal einen Brief, wo du alle deine Gefühle einmal ausdrückst, mußt ihn ja nicht abschicken, sondern sozusagen auch für dich und deine Verarbeitungsprozess.
Weißt du mir geht es ja ähnlich und ich kann nur hoffen, dass ich nicht zwei Jahre trauere......er hat mich nach sechs Jahen verlassen, mittels Whatsapp Nachricht...kein Begründung...kein gar nichts....verschwand aus meinem Lebe n, als sei er gestorben...niemehr was gehört( außer einer Geburtstagskarte)und ich habe mich nie mehr gemeldet, so enttäuscht und geschockt war ich....mein Stolz würde das auch nicht zulassen....trotzdem hindert mich dieser "krasse Schnitt" daran richtig abzuschließen...es fehlt irgendwie was ..........und das ist schlimm, weil ich auch oft den Eindruck habe , nicht weiter zu kommen, oder dass es dadurch länger dauert.........
und was ganz wichtig ist.....mir fehlt auch vollkommen die WUT...unbegreiflich, eiige Menschen können das gar nicht verstehen.....die hätten ganz anders reagiert, vor allem auch eine riesen Wut gehabt , sagen sie...ich nicht.....ich vermisse ihn, ich bin seht traurig und wahnsinnig enttäuscht, aber nicht wütend........
daher kommt mir das sehr bekannt vor....vielleicht braucht es auch bei mir so eine "Auslöser" damit endlich die Wut kommt ...und danach kann man dann endgültig diese Akte schließen, dieses Kapitenl in seine Leben beenden......
ich denke, das kann dir nur helfen jetzt und das wird jetzt nicht mehr ewig andauern, es ist vielmehr das was du vielleicht noch gebraucht hast!

Viel Glück weiterhin


Maus

28.07.2014 12:46 • #5


Franzi82


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Zitat von Käptn Nemo:
Ah ok, ich verstehe.

Das mit dem Muskelkater ist natürlich doof. Was machst Du denn für einen Sport wenn ich fragen darf? Und wie fühlst Du Dich nach dem Sport? Verspürst Du dann immer noch solche Wut?


Ich mach Krafttraining mit eigenem Körpergewicht und abends geh ich manchmal Joggen. Ein Boxsack wäre natürlich jetzt besser gewesen aber ich mag keine Fitnesstudios, daher hab ich mich auch nie angemeldet.

Nach dem Sport fühle ich mich leicht. Er hat auch gestern kurz von diesen negativen Gefühlen abgelenkt. Aber als ich dann nachts im Bett lag haben sie mich wieder heimgesucht. Hab bis 6 Uhr morgens nicht geschlafen.

28.07.2014 12:55 • #6


Franzi82


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Zitat von maus0904:
Liebe Franzi,

nach drei Jahren und davon zwei Jahren Liebeskummer, in denen du so wie ich raushöre keinen Kontakt mehr hattest und auch nie eine Erklärung bekommen hast, hast du zwar irgendwann mal vermeintlich "abgeschlossen", was blieb dir auch übrig nach so langer Zeit, aber so wirklich bverarbeitet hast du diese Trennung wohl noch nicht!
Durch das was deiner Freundin passiert ist , kam alles wieder hoch, es war sozusagen der "Auslöser".....und endlich und das ist ja gut so, konntest du mal diese Wut spüren, wa dir die ganze Zeit gar nicht möglich war ,aber durchaus verständlich gewesen wäre.
Ich denke das ist jetzt noch der "fehlende" Prozeß der endgültigen Verarbeitung und danach wirst du es endgültig geschafft haben...lass die ut ruhig mal zu.........das ist wichtig....nur anrufen würde ich ihn jetzt nicht mehr unbedingt....vielleicht schreibst du mal einen Brief, wo du alle deine Gefühle einmal ausdrückst, mußt ihn ja nicht abschicken, sondern sozusagen auch für dich und deine Verarbeitungsprozess.
Weißt du mir geht es ja ähnlich und ich kann nur hoffen, dass ich nicht zwei Jahre trauere......er hat mich nach sechs Jahen verlassen, mittels Whatsapp Nachricht...kein Begründung...kein gar nichts....verschwand aus meinem Lebe n, als sei er gestorben...niemehr was gehört( außer einer Geburtstagskarte)und ich habe mich nie mehr gemeldet, so enttäuscht und geschockt war ich....mein Stolz würde das auch nicht zulassen....trotzdem hindert mich dieser "krasse Schnitt" daran richtig abzuschließen...es fehlt irgendwie was ..........und das ist schlimm, weil ich auch oft den Eindruck habe , nicht weiter zu kommen, oder dass es dadurch länger dauert.........
und was ganz wichtig ist.....mir fehlt auch vollkommen die WUT...unbegreiflich, eiige Menschen können das gar nicht verstehen.....die hätten ganz anders reagiert, vor allem auch eine riesen Wut gehabt , sagen sie...ich nicht.....ich vermisse ihn, ich bin seht traurig und wahnsinnig enttäuscht, aber nicht wütend........
daher kommt mir das sehr bekannt vor....vielleicht braucht es auch bei mir so eine "Auslöser" damit endlich die Wut kommt ...und danach kann man dann endgültig diese Akte schließen, dieses Kapitenl in seine Leben beenden......
ich denke, das kann dir nur helfen jetzt und das wird jetzt nicht mehr ewig andauern, es ist vielmehr das was du vielleicht noch gebraucht hast!

Viel Glück weiterhin


Maus



Hallo Maus,

vielen Dank für deine Antwort.

JA! GENAUSO habe ich mich damals auch gefühlt. Ich konnte keine Wut empfinden. Ich wollte einfach nur vergessen. Die Erinnerungen auslöschen, damit ich loslassen kann. Ich hab es einfach nicht verstanden.

Ich hab ihm damals auch zunächst ganz normal geschrieben. Wollte wissen wie es ihm geht. Er war ja schließlich mein Freund. Als nach dem dritten Kontaktversuch keine Antwort kam, musste ich seine Freunde fragen, ob er noch lebt. Kannst dir ja vorstellen, wie sehr ich mir Sorgen gemacht habe. Als die mir mitteilten, dass mit ihm alles ok ist, war das wie ein Schlag ins Gesicht für mich. Hab ihn noch einmal gefragt, was los ist und wieso er mir das antut. Das war's. Ich hab ihm dann auch nicht mehr geschrieben, weil ich auch wie du zu Stolz war. Ich hab mir nur gedacht, ich melde mich noch einmal bei ihm, wenn er wieder zurück ist. Als darauf auch keine Antwort kam, war ich zutiefst enttäuscht. Aber WUT? Keine Spur davon! In Stille hab ich natürlich gehofft, dass er sich wieder bei mir meldet. Das ist aber nie eingetroffen.


Anrufen kann ich ihn eh nicht. Nachdem seine Freunde mir mitgeteilt haben, dass er noch lebt, hab ich alles gelöscht, bis auf seine Email-Adresse.

28.07.2014 13:07 • #7


Franzi82


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Ok, ich hab mich wieder beruhigt

War ziemlich zum Glück nur ne Phase. Mittlerweile sind meine Gedanken auf "Du-bist-mir-sch***-egal" übergewechselt. D.h. bald wird er keinen Raum mehr in meinen Gedanken einnehmen

30.07.2014 13:53 • #8


resan


Hi Franzi, Die Emotionen kann ich gut nachempfinden aber ich glaube es hat nichts mit Trauer oder langanhaltender Trennungsphase zu tun, sondern es ist ein normales Gefühl, das bleibt weil es genau das ist, was du schei./schlecht/mies an seinem Verhalten fandest und auch immer noch so empfindest. Du wirst auch in 10 Jahren nicht sagen "Ach, das ist mir egal, dass mich jemand so behandelt hat." denn es entspricht nicht deinen Moralvorstellungen und das ist auch gut so. Es macht dich zu einem stärkeren Menschen als ihn.
Mir geht es ähnlich. Ich habe eine lange, aber auch gleichzeitig kurze und für mich sehr positiv endende Geschichte hinter mir mit Fremdgehen seinerseits im Auslandsemester, Sätzen wie "Naja, ich dachte ich guck dann mal, für wen ich mich entscheide wenn ich zurück bin.", auch nach 2 Jahren erst einem wirklichen Geständnis, was passiert ist über eine gemeinsame Freundin und einem tollen neuem Menschen in meinem Leben, den ich am gleich Tag kennengelernt, wie er die andere, den ich vor einigen Wochen geheiratet habe. Also meine Geschichte ist sehr Aktionsreich, sehr "lustig" aber auch sehr schmerzhaft gewesen. Am meisten lernt man ja aus seinen eigenen Fehler und aus solchen Geschichten und ich glaube das ist die "Wut" die dann am Ende ab und zu bleibt. Ich hoffe für mich und meinen Mann, dass ich ihm sowas nie antun werde und immer wissen werde wie er sich fühlen würde, wenn man selber so feige ist.
Letztendlich auch nach all der Zeit und all den schönen Momenten meines Leben, gönne ich meinem Ex immer noch nicht die Butter auf dem Brot und wenn ich was über ihn höre immer noch Hass empfinde. Das hat aber nichts mit ihm oder mir als Person zu tun, sondern einfach damit, dass ich sein Verhalten auch nach wie vor falsch/schlecht finde. Und das ist ok. Ich glaube erst dann, wenn man ihm als Person wieder begegnen würde und dann immer noch nicht drüber stehen kann und ihm nicht ins Gesicht lächeln kann sondern ihn ignoriert, sollte man überlegen, ob man wirklich drüber hinweg ist. Keiner zwingt einen ja jemals wieder mit ihm ein Gespräch zu führen oder jemals wieder was für ihn zu tun. Das kann man selbst entscheiden und will es meistens garnichtmehr und das ist letztendlich ein gutes Gefühl das bleibt.

05.08.2014 12:35 • #9


Franzi82


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Hallo Resan,

Vielen Dank für deine Antwort.

Du hast Recht. Es ist wahrscheinlich eher das Unverständnis über sein Verhalten, das diese Wut auslöst. Man kann das auch auf Freundschaften übertragen. Wenn die beste Freundin /der beste Freund einen zutiefst verletzt hat, dann wird dieser Vertrauensbruch einen noch lange verfolgen. Wahrscheinlich wird die Freundschaft auch nie mehr wieder dieselbe sein, da man ständig an die Kränkung erinnert werden wird, sobald man die Person sieht. Manches kann man einfach nicht verzeihen, zumindest kann ich es nicht. Und auch wenn wir eine schöne Zeit hatten, so ist die Art und Weise, wie er sich von mir verabschiedet hat, dermaßen respektlos gewesen, dass sie alle schönen Erinnerungen überdeckt. Gut, dass ich sein unreifes Verhalten noch erlebt habe, bevor noch weitere Jahre übers Land gezogen wären. Wie heißt es so schön: den Charakter eines Menschen erkennst du erst dann, wenn er dich nicht mehr braucht.

12.08.2014 15:00 • #10


dolasila


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Hallo Franzi,

schön, dass es Dir wieder besser geht. Ich finde eine Trauerphase von 2 Jahren nach 8 Jahren Beziehung völlig ok. Und klar tut es weh, wenn man so stillschweigend abserviert wird. Das hätte man dem Andren halt nie zugetraut.
Lass es Dir gutgehen

Alles Liebe
Dola

13.08.2014 08:24 • #11


Flusenhuhn


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Zitat von Franzi82:
Man kann das auch auf Freundschaften übertragen. Wenn die beste Freundin /der beste Freund einen zutiefst verletzt hat, dann wird dieser Vertrauensbruch einen noch lange verfolgen. Wahrscheinlich wird die Freundschaft auch nie mehr wieder dieselbe sein, da man ständig an die Kränkung erinnert werden wird, sobald man die Person sieht.


Du hast recht Franzi,

hab ich genau so vor 14 Tagen festgestellt. Habe mich mit einer Freundin getroffen, mit der mich 10 Jahre lang eine enge Freundschaft verbunden hat.
Dann gab es einen Knall und wir hatten 10 Jahre keinen Kontakt.
Es war einfach nicht mehr, wie es war und den Riß kann keiner mehr kitten.

Ansonsten gehts mir wie Dir.

11 Jahre Beziehung haben sich innerhalb von 2 Stunden in Luft aufgelöst und ich habe nie wieder etwas gehört.

Das überwindet man nicht so mal eben und das ist eine Schramme in der Seele, die man wahrscheinlich Zeit seines Lebens mit sich rumtragen wird.

LG

Fluse

13.08.2014 09:29 • #12


Wolfstanz


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@Franzi:
zwei Jahre Trauer sind völlig OK und eine gute Zeit zur Verarbeitung.
Wut ... Eigentlich hättest Du damalswütend sein müssen. wütend über dieses unfaire, feige, rücksichtslose kränkende und verletzende und ja, auch unehrliche Verhalten. Damals war nur keine mehr da, um deine wut gegen ihn zu richten, bzw vor allem der, gegen den sich die wut hätte richten müssen, war nicht mehr da und so ist die wut unter den tisch gefallen.
jetzt, wo du mit einer ähnlichen geschichte konfrontiert wurdest, war das der auslöser, um die wut 'nachzuholen'
irgendwann wirst du deinen ex aufgrund dieser feigen und unehrlichen charakterlosen geschichte nur noch als ein armseliges würstchen sehen können, bei dem du nicht mehr verstehen kannst, wie du mit so einem formatlosen menschen eine beziehung führen konntest...

@fluse, eine echte freundschaft übersteht auch einen heftigen sturm. ich würde die hoffnung noch nicht begraben. auch wenn man sich entfernt, kann man wieder aufeinander zugehen. Manchmal sind solche Gewitter einfach notwendig, weil sich die 'klimatischen Bedingungen' verändert haben und man hat es nicht wahrnehmen wollen ...

13.08.2014 10:03 • #13


Flusenhuhn


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Zitat von Wolfstanz:
@fluse, eine echte freundschaft übersteht auch einen heftigen sturm. ich würde die hoffnung noch nicht begraben. auch wenn man sich entfernt, kann man wieder aufeinander zugehen. Manchmal sind solche Gewitter einfach notwendig, weil sich die 'klimatischen Bedingungen' verändert haben und man hat es nicht wahrnehmen wollen ...


Ja das stimmt Wolf, aber in diesem Fall ist es vorbei...

Aber ich habe eine andere Freundin, bei der es mir grad so geht.
Ich weiß nicht, wie ihr die Zeit nach der Trennung erlebt, aber bei mir trennt sich im Freundeskreis grad die Spreu vom Weizen. Hab in der vergangenen Woche dieser Freundin mal gezeigt, dass ich ihr Verhalten nicht ok finde.... dass ist sie nicht von mir gewohnt und schweigt... ich auch.... mal sehen, was daraus wird..

.... aber ich Schweife vom Thema ab... sorry

13.08.2014 10:08 • #14


Franzi82


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Dola,Flusenhuhn und Wolfstanz,

vielen Dank für eure Antoworten.

@Wolfstanz
Ich kann mir nichtmal mehr jetzt vorstellen, wie ich es überhaupt solange mit ihm ausgehalten habe. Es gab genügend Anzeichen, die seine Liebe mir gegenüber - und sogar Menschen gegenüber - anzweifeln ließen. Doch man will der Wahrheit nicht ins Auge sehen. Sei es aus Liebe oder aus Angst vor Veränderungen. Jeden Tag hat man gehofft, dass dieser Mensch, wieder zu dem Menschen wird, in den man sich verliebt hatte. Doch der Seele kann man nichts vorspielen.

Wie sehr wir uns doch selbst weh tun, nur um den anderen nicht zu verletzen. Wir verbiegen uns, treten unseren Stolz mit den eigenen Füßen und lügen uns selbst ständig an, dass es ja gar nicht sooooo schlimm ist, was der Partner da mit uns macht. Und immer mehr geben wir einen Teil von uns selbst auf, bis der Partner irgendwann mal weg ist.
Und dann stehen wir vor dem Spiegel - ganz klein - und erkennen uns selbst nicht mehr. Denn nichts von dem ist mehr übrig, was uns mal einst ausgemacht hat.
Wie konnte es soweit kommen? Warum habe ich all das zugelassen? Ich habe doch den Verfall gesehen, MEINEN Verfall. Meine Seele hat geschrien! Ich wollte das alles doch nicht!
Wovor hatte ich Angst? Alleine zu sein? Nicht jemand besseren zu finden? Ja das war es wohl, die Angst davor nicht jemand besseren zu finden. Zum Lachen oder? Das ist die größte Beleidigung, die man sich selbst machen kann und ein Zeichen davon, wie sehr man sich selbst hasst.

Wie kann man sich selbst denn noch lieben, wenn man sich selbst, seine Werte und seine Prinzipien aufgegeben hat?

Soweit lasse ich es nie mehr wieder kommen.

13.08.2014 20:18 • #15




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