loui
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Ich habe mich hier angemeldet weil ich so extreme Schmerzen habe. Ich bin jetzt seit ca. einer Woche stiller mitleser und wollte jetzt einfach auch mal meine Geschichte erzählen weil alles so extrem weh tut und ich einfach nicht mehr kann. Ich fang am besten von vorne an:
Ich hatte einen schlimmen Start in das Jahr 2018. Ich habe damals den Kontakt zu meiner besten Freundin verloren weil ich etwas für Sie empfand. Wir mussten daher wohl oder übel erst mal auf Abstand gehen und ich war auf einmal ganz allein. Ich habe sowieso kaum Freunde. Genauer gesagt gar keine, auser meinen Arbeitskollegen. Aber wirklich tiefe Freundschaften sind auch das nicht. Jedenfalls war das im Januar 2018 und ich dachte eine Welt brach zusammen. Ich weiß nicht wie aber irgendwie hab ich es geschafft aus diesem Loch heraus zu kommen. Die Tatsache das es Frühjahr würde tat auch einiges mit bei, da ich glaube eine Art Winterdepression zu haben. Ich habe mich jedenfalls dazu aufgerafft zu einem Fotografen zu gehen und mir ein paar schöne Bilder machen zu lassen. Auch mithilfe meiner Eltern weil ich welche brauchte für einen neuen Ausweis. Ich überwund mich und meldete mich auf 2 bekannten Kennenlern-Apps an, wo sich auch schon über die Zeit einige erste Erfolge einstellten. Es war zwar nie mehr als nur ein Treffen mit insgesamt 3 Frauen über einen Zeitraum von 4 Monaten und ja es war irgendwie enttäuschend aber es bedeutete mir nie so viel weil ich einfach auch nichts für sie empfand. Ich war da also ziemlich schnell drüber weg.
Dann kam der 13. Juli letzten Jahres. Einen Tag später flog ich nach Amerika für 3 Wochen in Urlaub. An diesem Tag lernte ich meine jetztige Ex-Freundin kennen. Auch über eine dieser Apps. Ich schrieb mit ihr noch während der Arbeitszeit und da wusste ich schon das könnte was werden. Sie gab mir sogar von sich aus ihre Handynummer sodass wir über Whatsapp schreiben konnten. Wir schrieben noch den ganzen Nachmittag und Abend und da stand für mich fest ich will ihr auch weiterhin aus Amerika schreiben. Sie war auch ganz begeistert und freute sich darauf. Als ich dann Samstags gelandet bin schrieb ich ihr und schickte ihr auch Bilder. Ich kann euch sagen, dieser Urlaub war so wahnsinnig schön. Ich hatte das Gefühl Sie wäre bei mir. Ich konnte alles mit ihr Teilen und sie freute sich jedes mal so sehr darüber. Ich war in dieser Zeit ein richtig glücklicher Mensch. unsere Gespräche wurden auch immer Tiefer und Länger. Ich erzählte ihr von meinem Leben und Sie mir von Ihrem. Das war so ein tolles Gefühl jemandem so nahe stehen zu dürfen. Ich saß nicht selten eine halbe Stunde an einer Nachricht weil diese eben so lange wurden. In der zweiten Woche fasste ich dann den entschluss Sie nach einem Treffen zu fragen wenn ich wieder zuhause bin. Sie sagte ganz begeistert zu. Man muss halt dazu sagen dass Sie 120 Kilometer bzw. 1 1/4 Autostunde entfernt wohnt von mir. Die letzten zwei Wochen vergingen wie im Flug. Wir schrieben uns tagtäglich und es war so schön. Ich konnte all die schönen Orte und Momente mit ihr Teilen. Als ich am 5. August dann wieder in Deutschland war haben wir uns für den Abend zum ersten mal auch am Telefon gehört. Ein wenig Angst hatte ich da ich einen Pfälzischen Dialekt Sprach und Sie Hochdeutsch. Das war aber unbegründet da wir uns sehr gut verstanden haben. Wir haben an dem Abend alleine knapp 1 1/2 Stunden telefoniert und ich freute mich so Sie Samstags zu sehen. Die übrigen Tage der Woche telefonierten wir ebenfalls Abends sehr lange.
Dann kam der angesprochende Samstag. Ich machte mich etwas früher auf den Weg weil ich nicht zu spät sein wollte und war auch pünktlich da. Ich brachte ihr einen Strauß Blumen und eine Karte aus Amerika mit als kleine Aufmerksamkeit und Dankeschön. Als ich Sie dann das erste mal Sah stockte mir der Atem. Sie war so wunderhübsch, genau so hatte ich Sie mir vorgestellt. Wir gingen in ihre Wohnung und unterhielten uns ein wenig. Schon bald darauf kam es zum ersten Kuss zwischen uns. Wir gingen Abends noch aus und Sie bot mir an bei Ihr zu Übernachten da es für den Heimweg schon zu spät war. Ab diesem Zeitpunkt hatte Ich also meine erste Freundin. Ich war der glücklichste Mensch auf Erden. Sonntags gingen wir noch in Die Stadt ein Eis essen und Abends folgte sogleich der erste Abschied. Wir sahen uns dann erst wieder zwei Wochen später weil sie eine Woche drauf zu ihren Eltern fuhr die ebenfalls 200 Kilometer von Ihrem Wohnort entfernt wohnten. Wir telefonierten aber wirklich jeden Abend und schrieben uns täglich per Whatsapp. Mir war klar dass das eine Fern- bzw. Wochenendbeziehung werden würde. Das war zwar manchmal schwer aber man hatte etwas auf das man sich freuen konnte. Wisst ihr was ich meine? Die Wochen und Monate vergingen und wir erlebten viel zusammen. Ich lernte Ihre Familie kennen und Sie meine. Man muss halt dazu sagen Sie hat kein Auto und wenn Sie mal zu mir wollte holte ich Sie ab da Sie wegen Ihrer Katze nicht mit dem Zug fahren konnte. Das machte mir aber wirklich nichts aus, da ich es gern gemacht habe. Streitereien gab es wirklich nie, manchmal nur kleine Meinungsverschiedenheiten oder Diskussionen. Dazu komme ich später aber auch nochmal.
Mit der Zeit, so nach ca. 2 Monaten, fing Ich jedoch an Sie immer mehr zu vermissen. Es stellte sich meiner seits eine Art Verlustangst zu Ihr ein. Das äußerte Sich darin das ich viel mehr an Sie dachte am Tag und Abends regelrecht darauf wartete bis wir endlich telefonierten. Ich sprach das dann auch mal zart an und Sie versichterte mir das Sie nicht die absicht habe mich zu verlassen. Damit konnte ich dann im ersten Augenblick leben, trotzdem war da immer noch eine gewisse Angst. Vertraut habe ich ihr zu 100%. Ich wusste wenn ich das nicht mache bin ich Sie schneller los als Sie meine Freundin wurde.
Ende November kamen dann meine Eltern zu Besuch bei ihr. Und ich muss leider sagen das ich kein so gutes Verhältnis zu meinen Eltern haben wie Sie zu Ihren. Ich liebe meine Mama und mein Papa aber das ist leider nicht so innig wie Das Verhältnis zu ihren. So kam es das ich meine Eltern mehr oder weniger ignorierte und Sie dieses Verhalten nicht fassen konnte. Das war im Nachhinein so ein riesen Fehler von mir. Ich sagte ihr das ich das eigentlich gar nicht so meine und selbst nicht weiß wieso ich das tuhe (es ist wirklich so, ich glaube ich habe diesbezüglich ebenfalls ein Problem). Unter Tränen sprachen wir uns aus weil ich den kommenden Mittwoch eine Op vor mir hatte. Sie kam mich am folgenden Wochenende wieder Besuchen (mein Papa holte Sie samt Katze ab) und mir ging es so gut. Es tat mir gut das Sie an meiner Seite war in diesem Augenblick.
In der Zeit in der ich mich kurierte, verbrachte ich auch unter der Woche bei ihr. In meinem Unterbewusstsein hab ich aber in der Woche viel kaputtgemacht: Ich klammerte wie ein verrückter. Ich folgte ihr überall hin und ließ ihr keinen Freiraum mehr. Sie konnte mir das aber nicht sagen weil Sie Angst hatte mich zu verletzten. Ich hatte dann ein Gespräch mit ihrer Mutter weil Sie vertraute sich ihr an. Sie gab mir den Tipp nicht so zu Klammern was ich mir auch zu Herzen nahm. In der nächsten Zeit in der wir uns sahen ließ ich ihr Freiraum: Ich folge ihr nicht mehr überall hin, zog mich auch mal für mich zurück usw. alles schien perfekt. Wir verbrachten Weihnachten bei Ihrer Familie und Silvester zusammen mit beiden Familien. Es war so eine schöne und unbeschwerte Zeit.
Mitte Januar wurde Sie Krank und so konnten wir uns 2 1/2 Wochen nicht sehen. Für mich war das eine verdammt lange Zeit ohne Sie. Als wir uns vor 2 Wochen dann wiedersahen war alles so gelöst. Ich hatte einfach nicht das Gefühl das es ihr schlecht ging. Wir umarmten uns und Küssten uns innig, Ich war froh wieder an ihrer Seite sein zu dürfen. Alles schien perfekt zumal sich so langsam auch der Frühling anbahnte.
Am 31. Januar kam Mittags ein Brief von ihr. Meine Mama schickte mir ein Bild davon und ich sagte meine Freundin noch am Telefon (Ich hatte in dieser Woche Spätschicht, kam erst Abends um halb 10 heim. Deswegen Telefonierten wir in meiner letzten Pause abends kurz): ich habe einen Brief von der wundervollsten Frau aus . erhalten. Ich dachte eigentlich an einen Liebesbrief oder sowas. Sie konnte darauf nicht wirklich was sagen, aber ich dachte mir da auch nichts dabei.
Als ich heim kam las ich ihn und dann brach alles zusammen. Sie machte mit mir Schluss. Sie schrieb, das wir uns in unterschiedliche Richtungen Entwickeln und Sie gerne ihren eigenen Weg weitergehen will aber das ohne mich. Ich war geschockt. Sie schrieb zwar ich solle Sie erst anrufen wenn ich den ersten Schock überwunden habe weil sonst Sachen gesagt werden die man noch bereut aber ich rief Sie dann gleich an. Sie nannte mir dann ihre Gründe: Ich bin einfach nicht selbstständig genug. Ich bin jetzt 28 und wohne noch in meinem Elternhaus. Es ist ein großes Haus und ich habe mein Stockwerk oben für mich allein. Trotzdem machen meine Eltern noch viel für mich. Zu viel ihrer Meinung nach. Sie brauch einfach einen starken Mann der auf beiden Beinen steht. Und das sieht Sie in mir nicht. Dann bin ich ein viel zu negativer Mensch. Sie ist das postivie in Person und ich hinterfrage immer alles zuerst. Desweiteren bin ich extrem Sensibel und lege alles auf die Goldwaage. Sie sagte Sie musste in der letzten Zeit immer überlegen was Sie sagte weil Sie Angst hatte bei mir einen wunden Punkt zu treffen. Das schlimmste was Sie jedoch sagte war: Sie könne sich nie vorstellen mit jemandem wie mir Kinder zu haben weil Sie Angst hat die Kinder könnten zu ihr so werden wie ich zu meinen Eltern. Das tat so schrecklich weh kann ich euch sagen. Sie sagte auch sie hat Angst ihre Unabhängigkeit durch mich zu verlieren. Das kommt daher weil ich ihr alles abnehmen wollte. Ich machte ihr immer Kaffee, spülte ihr Geschirr usw. Aber ich meinte das wirklich nur gut und nie Böse!
Wir verblieben nun so, das Sie sich meldet weil wir noch Sachen voneinander bei uns haben. Jetzt ist mittlerweile über eine Woche vergangen und ich bin am Ende. Letzten Freitag musste mich der Krankenwagen auf der Arbeit abholen weil ich zusammengebrochen bin, seit einer Woche bin ich Krankgeschrieben weil ich so unter keinen Umständen Maschinen bedienen kann. Ich weiß einfach nicht was ich machen soll. Ihre Entscheidung steht fest das sagte sie Im Brief und am Telefon. Ich kann aber nicht aufhören an Sie zu denken. Der erste Gedanke und letzte Gedanke umfasst Sie. Egal was ich anschaue, an was ich denke Sie kommt mir in den Sinn und dann bekomme ich Bauchschmerzen. Gegessen und Getrunken habe ich seit Donnerstag nicht wirklich, bin also auch köperlich am Ende. Ich weiß einfach nicht mehr weiter liebes Forum.
Zu meiner Person: Ich bin jetzt 28 Jahre und das war meine erste Freundin. Ich bin von Natur aus ein eher unglücklicher Mensch und habe kein Selbstvertrauen (was mir schon von vielen gesagt worden ist), ich bin ein negativ eingestellter Mensch und extrem sensibel. Viele Sachen nehmen mich immer gleich mit obwohl Sie das nicht müssten. Zu meinen Eltern hab ich kein soo gutes Verhältnis obwohl ich Sie liebe und Sie lieben mich.
Das wars jetzt erst mal von meiner Seite aus. Ich bedanke mich schonmal im vorraus bei den Menschen hier die sich vielleicht die Mühe machen den langen Text zu lesen
das bringt mich einfach immer wieder zum weinen. Ich frage mich so oft wie es ihr nun wohl geht. Sie war letzten Donnerstag bei unserem letzten Telefonat so dermaßen kühl zu mir, es war als wäre Sie ein komplett anderer Mensch. Das tat einfach nur so furchtbar weh. Auch wenn ich jetzt noch daran denke. Mein Papa hat mir vorhin angeboten mit mir im Sommer wieder nach Amerika zu fliegen. Im selben Augenblick kamen wir die Tränen weil mir bewusst wurde das ich sie dort "ennen und lieben lernen durfte
Da du jetzt mal so einen kurzen Überblick über die grobe Geschichte hast, wie würdest du denn so die ganze Situation beurteilen? Machen ihre Gründe für die Trennung (unter anderem das ich so negativ denke, arg Sensibel bin, kein so tolles Verhältnis wie Sie zu ihren Eltern, nicht Selbstständig,...) denn Sinn? Ich bin mittlerweile der Meinung es gibt viel schlimmere Dinge die sich Menschen in einer Beziehung antun können. Wie z.B mit jemanden Betrügen, was ich ja niemals im entferntesten gemacht habe. Aber eben genau diese Gründe, die Sie genannt hat habe ich immer wieder vor meinem inneren Auge.