Zitat von Sommer80: Da es keinen Abschluss gab, habe ich Angst, dass er noch mal auftaucht. Es ist ok für mich, wenn er mir sagt, dass er sich nichts vorstellen kann. Ist dieser Wunsch nach Klarheit so abwegig?
Du brauchst den Abschluss nicht. Du hast selbst das Recht einen Abschluss zu machen. Dein Ego braucht diesen Abschluss. Du willst Dich nicht geirrt haben. That‘s it. Du hast jede Entscheidungskompetenz selbst abzuschließen. Und wenn Dir Deine Eherettung aufrichtig und von Herzen was bedeuten würde, würdest Du das tun. Prioritäten setzt man selbst.
Zitat von StrahlendeSonne: Wichtig ist, für dich aktiv eine Entscheidung zu treffen.
Was willst du?
This!
Mir scheint als schwimmst Du auf irgendwelchen Wellen mit. Er lädt Dich ein, Du schläfst mit ihm. Ihr führt sechs Monate eine Affäre, es fliegt auf. Deine Affäre zieht sich zurück, Dein Mann beschließt Dir eine Chance zu geben, also nimmst Du sie an. Jetzt wartest Du auf einen Abschluss und auf die Eherettung.
Wieso nimmst Du Dein Leben nicht selbst in die Hand. Das ist Deine Aufgabe. Du darfst Dich für etwas entscheiden und auch dagegen. Du musst nicht bangen, ob sich die Affäre meldet oder nicht. Du hast doch, so klingt es in Deinem Eingangsbeitrag zumindest, auch die Treffen vorangetrieben. Also treibe doch jetzt das voran, was Dir wichtig ist. Dein Mann scheint es aktuell nicht zu sein.
Aber wie vielfach hier schon gesagt. Es bedarf Ehrlichkeit gegenüber sich selbst.
Du wärst zu diesem Mann warmgewechselt, wenn er gewollt hätte. Das ist aus allen Beiträgen deutlich herauszulesen. Und so lange Du das Dir (nicht uns!) nicht eingestehst, ist Deine Eherettung auf Sand gebaut.
Zitat von Sommer80: So sch. es auch ist, aber ich habe sehr schöne 6 Monate mit ihm verbracht.
Und die wiegen schwerer als Deine Eherettung? Oder was Du mit Deinem Mann bis jetzt hast und hattest? Du hast doch auch Deinen nicht darüber informiert, dass Du Dich fremdverliebt hast und ihn ab jetzt betrügen wirst und „abgeschlossen“. Er hat das wohl nicht verdient.
Zitat von Sommer80: Ich tue es für meinen Mann und mein Kind!
Das ist keine gesunde Beziehungsgrundlage. Eine gesunde Grundlage für eine Beziehung ist, dass jeder für sich selbst entscheidet beim Partner sein zu WOLLEN. Bei ihm selbst, nicht was dieser noch drumrum mit bringt (Elternschaft, Immobilie, Familie, soziales Umfeld, nicht allein zu sein). Oder um niemand vor den Kopf zu stoßen.
Ich spreche wohl nicht nur für mich, wenn ich sage, dass ich nur jemand bei mir haben wollen würde, der das selbst genau so will. Und alles erst mal für sich tut. Dann ist es ehrlich.
Zitat von Sommer80: Menschen mit Stärken und Schwächen. Und Fehler macht wohl jeder mal in seinem Leben.
Ja, machen wir. Alle, täglich. Aber Du hast diesen Fehler nicht einmal gemacht und daraus Konsequenzen gezogen. Du hast Dich täglich dafür entschieden zu lügen, zu betrügen, Heimlichkeiten zu forcieren, Zeit an anderen Stellen abzuzwacken. Sechs Monate lang. Das ist kein Fehler mehr. Du hast das ausgelebt ohne Stoppschild. Du wolltest das so. Du hast täglich Entscheidungen dafür getroffen. Das ist kein Fehler und keine Schwäche. Es war Dein WILLE. Hier sind wir wieder bei der Ehrlichkeit gegenüber sich selbst. Du warst nicht Opfer der Umstände und der großen Gefühle. Zu Beginn vielleicht. Dann nicht mehr. Das ist mit Verantwortungsübernahme gemeint. Du hättest anders entscheiden können. Du wolltest es aber nicht. Das klingt nur hart und gar nicht so gemeint. Es ist aber einfach nur menschlich. Aber eingestehen muss man sich das, wenn man was ändern will.
Was Du jetzt versuchst ist Deinen Hintern an die Wand zu bekommen, mit den geringsten Widerständen. Sorry about.