59

Irgendwie wieder auf die Beine kommen

Herzschmerz100

Herzschmerz100

222
1
275
Musste weinen nachdem ich alles gelesen habe ...da steckt so viel Herz, Schmerz ,Liebe drin .... noch so viel Verbindung

07.12.2018 21:34 • x 1 #16


EmmaPee

EmmaPee


413
5
849
00:23 Uhr

Endlich ist Weihnachten zu Ende und der erste Werktag ist angebrochen.

Dass Weihnachten ins Wasser fallen würde, wusste ich schon, als Du im August die Trennung ausgesprochen hattest. Das war sogar einer meiner ersten Gedanken in all der Panik, die da in mir aufkam. Um nicht allein sein zu müssen, wollte ich zu meiner Tante, die auch allein gewesen wäre. Am 1. Weihnachtstag wollten Tantchen und ich zusammen mit meinem Cousin und seiner Familie essen gehen.

Aber dann wurde unsere Katze krank. Tierarzt war angesagt, Freitag und auch am Heiligen Abend. Ich musste sie über die Feiertage per Spritze mit Wasser und Futter versorgen. Ich konnte weder zu Tantchen noch zum Essen mit meinem Cousin gehen. Dafür kam Tantchen Heilig Abend her und wir haben hier gekocht. Nicht lange, aber wenigstens war ich nicht ganz allein.

Hätte ich erwarten können, dass Du mit zum Tierarzt kommst? Schließlich war sie auch 10 Jahre lang Deine Katze. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, dass Du ihr und auch mir beistehst. Aber das war ja schon im Mai nicht der Fall, als unsere süße bunte Katze schwer erkrankte. Nicht ein einziges Mal bist Du mit zum Tierarzt gekommen. Du könntest das nicht an Dich heranlassen, weil Deine Therapie zu dem Zeitpunkt so hart war. Stimmt, aber heute wissen wir auch, dass Du Dich da schon mit dem Gedanken an die Trennung beschäftigt hattest. Als wir sie gehen lassen mussten, diesen superheißen Tag im Mai, warst Du wenigstens dabei. Aber Du hattest Dich total abgeschottet, keine Träne hast Du geweint.

20 Jahre Weihnachten Seite an Seite. 20 Jahre waren wir zu zweit, wenn etwas mit den Tieren war und konnten uns gegenseitig trösten. Jetzt bin ich ganz allein. Es gibt Menschen, mit denen ich reden kann. Aber es ist nicht dasselbe. Niemand da, der mich in den Arm nimmt und einfach da ist. In letzter Zeit fühlte ich mich oft allein und auch einsam. Jetzt fühle ich mich total verlassen. Am Heiligen Abend gab es eine Stunde, in der keine Hoffnung mehr in mir war. Keine Hoffnung in Bezug auf irgendwas. Und zum ersten Mal in meinem Leben konnte ich verstehen, dass Menschen sich das Leben nehmen. Erstmals konnte ich nachvollziehen, wie sinnlos alles erscheinen muss, wenn man keine Hoffnung mehr hat.

Aber das ist nichts für mich. Ich selbst zog mich da wieder raus. Mein Kampfgeist erwachte und ich tat alles, damit sie die Feiertage überlebt. So einfach gebe ich nicht auf. Wie das mit ihr ausgeht, werde ich erfahren, wenn Blut abgenommen wurde und das Ergebnis dann da ist. Bis dahin mobilisiere ich alle Kräfte in mir und kämpfe ich um sie. Wenn Du Dich schon nicht um sie oder um mich kümmern kannst, bezahlst Du zumindest die Tierarztkosten - danke!

27.12.2018 01:40 • x 4 #17


Lebensfreude

Lebensfreude

3770
4
5288
och Mann, wie traurig. Ich hoffe, Deine Katze schafft es.
Liebe Grüße.

27.12.2018 01:47 • x 1 #18


EmmaPee

EmmaPee


413
5
849
Starker Wind da draußen. Er treibt die Wolken schnell voran. Manchmal ist ein Stück blauer Himmel, gar Sonnenschein zu sehen. Doch der Wind ist zu stark, treibt die grauen Wolken zu schnell hinterher. In meinem Leben könnte zwischendurch auch mal die Sonne scheinen, aber es gibt nur graue Wolken. Es war einfach zu viel in den letzten Wochen, Monaten und Jahren.

Die ganzen Tierarztbesuche seit Weihnachten - immer brauchte ich das Auto. Wir sahen uns fast täglich. Du warst besorgt, um mich und um unsere Katze. Am Ende hat alles Kämpfen nichts genützt und ich musste sie gehen lassen. Dann im Auto, als Du mich fragtest, wie es mir geht... Der Damm brach.. Nein, ich habe Dich nicht angefleht. Aber ich sagte Dir, dass Du mir fehlst. Ich niemals jemanden so sehr geliebt habe, wie Dich. Dass ich Angst habe, nie über den Verlust des 'uns' hinweg zu kommen. Dass es mir so schlecht geht, wie nie zuvor in meinem Leben.

Ich hätte das nicht sagen sollen. Dein schlechtes Gewissen wuchs ins Unermessliche. Hast immer wieder gefragt, wie es mir geht, ob Du was für mich tun kannst, ob ich etwas brauche... Sagtest mir, dass Du so viel Schuld fühlst, weil es mir nun geht, wie es mir geht. Aber nie hast Du irgendwas gesagt, was mir Hoffnung hätte machen können. Hast mir gut gemeinte Tips gegeben, was ich machen könnte, um mich besser zu fühlen. In Aussicht gestellt, dass es mir bestimmt besser gehen wird, wenn der Frühling kommt und die Sonne wieder scheint.

Und nach dem von Dir Gesagten, 5 Monate nach Deinem Auszug, realisierte etwas in mir, dass die Hoffnung, die ich immer noch hatte, vergebens ist. Wie ein Tsunami fegte diese Einsicht über mich hinweg. Als Du mich an dem Tag nach Hause fuhrst, vor der Garage hieltst und ich aussteigen wollte, legtes Du Deine Hand auf meinen Arm, wolltest etwas sagen. Ich ließ es nicht zu. Schob Deine Hand weg, sagte "Du hast mir alles genommen" und stieg aus. Hatte ich die letzen Tage schon viel geweint, so war es doch nichts im Gegensatz zu dem, was an dem Tag folgte. Ich brach vollkommen zusammen, lag weinend auf dem Teppich. Noch nie hatte ich Schmerz in einem solchen Ausmaß gefühlt. Niemals zuvor. Es war kaum auszuhalten. Ich hatte den Telefonhörer in der Hand, wollte in der Psychiatrie fragen, ob man mich stationär aufnehmen könnte. Aber ich tat es nicht. Stattdessen sprang wohl Selbstschutz der Psyche und schaltete meine Gefühle aus. Ich erinnere mich kaum noch daran, wie ich den Rest des Tages verbrachte.

Am nächsten Tag hatte ich etwas vor. Denn, mir ein Auto zu kaufen - den Plan hatte ich vor ein paar Wochen schon ad acta gelegt. Gibt meine finanzielle Situation einfach nicht her. Und schon ein paar Wochen hatte ich nach einem Motorroller geschaut, kam aber immer zu spät. Nun hatte ich einen gefunden, 100 km entfernt. R. holte mich ab und wir machten uns auf den Weg. Und wie R. so ist - wir waren den ganzen Tag unterwegs, weil er hier und da anhielt, überall noch etwas zu erledigen hatte, wenn man schon mal in die Richtung fährt.

Ich war kein guter Gesellschafter an dem Tag. R. versuchte immer wieder, mich aus der Reserve zu locken, schaffte es aber nicht. Als wir die Landstraße entlang fuhren, sah ich das Schild: "Bräutigamseiche". Und ich erinnerte mich daran, dass wir dort mal angehalten haben. Auf dem Rückweg, als wir meine Oma in der ReHa besuchten. Am liebsten hätte ich angehalten. Zu der Eiche gehen, unsere Spuren suchen. Aber wir fuhren weiter.

Der Tag war lang, viel Fahrerei. Ich hatte sehr viel Zeit, mir Gedanken zu machen. Der Abend zuvor hatte mir gezeigt, dass ich nun am Ende meiner Kräfte war. Ich war immer stark, ging trotz aller Schmerzen immer weiter. Aber jetzt ging nichts mehr. Und mir wurde klar, dass es nur zwei Optionen gab: Kontakt einstellen oder aber den vollkommen Zusammenbruch - physisch wie psychisch - zu riskieren.

Ein paar Stunden später hatte ich das erste Erfolgserlebnis seit unserer Trennung. Der Roller gehörte nun mir. Ich kaufte ihn und er sollte am nächsten Tag abgeholt werden. Zuhause rief ich Dich an, wollte das nicht per WA machen. Du hast verstanden, was ich Dir sagte. Wolltest nicht, dass es mir schlecht geht. Hast mich gebeten, Dir ab und zu mal Fotos von den Katzen zu schicken. Jetzt, nach dem Tod von unserer Süßen, wüsstest Du erst, wie sehr Du sie vermisst. Und ich musste Dir versprechen, mich zu melden, wenn irgendwas ist. Als wir uns verabschiedeten, hörte ich, dass Du anfingst, zu weinen.

Und da bin ich nun. Habe seit 5 Tagen nichts mehr von Dir gehört. Wie immer, habe ich Dich ins Archiv geschoben und schaue auch nicht nach, wann Du das letze Mal online warst. Aber jeden Morgen schaue ich nach, ob Du Dich gemeldet hast. Jeden Tag denke, hoffe ich, dass Du Dich doch melden musst. Es doch gar nicht sein kann, dass wir wirklich getrennt sind. Das geht doch gar nicht, oder?

Als ich das Nummernschild am Roller anbrachte, erinnerte ich mich. Weißt Du noch, als wir uns damals beide einen Roller kauften, damit wir nicht mehr vom Bus abhängig sind? Das war eine richtige Aufbruchstimmung, ein Stück Freiheit damals. Zusammen haben wir das Zweiradfahren erkundet. Wir sind einfach losgefahren, Strecken, die über Land führten, die wir vorher nie gefahren sind. Standen an Ampeln nebeneinander, sahen uns an... Jetzt war ich allein. Du warst nicht da, um die Freude mit mir zu teilen. Allein mit vielen Erinnerungen...

Seit Deinem Auszug vor 5 Monaten war ich praktisch festgesetzt in der Wohnung. Konnte die nähere Umgebung nur dann mal verlassen, wenn ich das Auto von Dir holte. Busfahren ist auf Dauer einfach zu teuer. Jetzt bin ich wieder unabhängig, habe es aber noch gar nicht richtig realisiert. Muss mir immer wieder ins Gedächtnis rufen, dass ich nun niemanden mehr fragen muss, wenn ich irgendwo hin möchte. Sicherlich ist es nicht so komfortabel wie ein Auto. Aber mit der richtigen Kleidung ist das kein Problem. Immerhin sind wir damals auch 5 lange Jahre so unterwegs gewesen und es ging.

Meine erste Fahrt führte mich zum Motorrad-Shop, da meine Kleidung von damals leider nicht mehr brauchbar war. Aber das Teuerste, der Helm, war wenigstens noch wie neu. Ich fühlte mich einsam auf dem Weg dorthin. So einsam, wie ich mich auf dem Weg in die Zukunft fühle. Ich hätte mir gewünscht, Dich in Deiner schwarz-roten Motorradjacke im Rückspiegel zu sehen. Aber Du warst nicht da.

Mir geht es jetzt wieder besser. Doch der Satz "es geht mir gut" ist nicht mal mit dem stärksten Fernglas am Horizont zu erkennen. Ich gehe Schritt für Schritt. Immer wieder haut der Sturm mich um. Ich stehe wieder auf, gehe weiter. Ohne Freude, ohne Perspektive. Immer noch kann ich nicht glauben, dass wir getrennt sind und es so bleiben wird. Und der Glaube, dass das nicht alles war.... Es gibt kein Material auf dieser Welt, das härter ist, als dieser Glaube ganz tief in mir. Wunschdenken? Gewohnheit, weil Du mich zwar oft betrogen, aber doch nie gegangen bist?

Heute abend bin ich wieder bei J. eingeladen. So alle 4 Wochen treffen wir uns bei ihm, sitzen zusammen, essen etwas und quatschen. Wieder handele ich gegen den Impuls, mich zu verkriechen und werde hinfahren. Ich werde etwas abgelenkt sein. Aber ich kenne das Gefühl schon, dass auch in den Momenten, in denen ich abgelenkt bin, ja sogar mal lache, immer im Hintergrund ist... Dieses surreale Gefühl, dass ich nicht 'ganz' bin, dass etwas emiment Wichtiges an meiner Seite, in meinem Leben fehlt.

09.02.2019 14:10 • x 10 #19


Fidschicat

Fidschicat

4328
3
6329
Ich hab ne Gänsehaut und Tränen in den Augen

09.02.2019 14:29 • x 2 #20


Maximustermann

Maximustermann

65
180
Ich drück dich ganz fest... ich kenne genau diese Gefühle nur zu gut ...

09.02.2019 15:11 • x 2 #21


Newway70

Newway70

112
192
Roller gekauft? Perfekt
Ausgehen u Freund/e treffen? Super

Immer einen kleinen Schritt vorwärts - du machst das toll

09.02.2019 16:11 • x 2 #22


Traumvorbei

Traumvorbei

323
1
703
Super, yes, you can.
Bald ist Grühling, dann macht das Rollerfahren richtig Spaß.

Halte durch:)))

Fester Drücker fliegt über den Teich zu Dir.

10.02.2019 01:28 • x 5 #23


Babs54

Babs54

1898
2
5167
Es berührt mich sehr, wie und was du schreibst. Dass du deine Gefühle so ausdrücken kannst, ist wunderbar. Ich wünsche dir, liebe @emmapee, dass da bald noch mehr schöne Gefühle bei sind. Und vor allem: ein tolles Roller-Jahr. Du bist sehr klar in deinem Denken und sehr tapfer. Wünsche dir Glück

10.02.2019 04:16 • x 4 #24


AnnaLena49

144
377
@emmape


Ich habe deinen Thread erst heute entdeckt und voller Mitgefühl habe ich jeden deiner sehr emotionalen
Beiträge gelesen. Und es war mir, als blieb mein Herz stehen. So gut kann ich das alles nachvollziehen.
Auch bei mir fing es September 18 an, auch bei mir waren es über 18 lange Jahre.


Ich danke dir für deine wunderbare Offenheit, für das Aufzeigen deiner Gefühle und Schmerzen. Ich
konnte jedes Wort mitgehen. Und ich fragte mich auch immer wieder, warum können diese Männer nicht
treu sein, warum haben sie diesen Eroberungszwang, der uns so kaputt macht und uns Angst macht vor
jedem neuen Tag, an dem wir uns fragen, gibt es wieder eine neue?


Aber das noch schlimmere ist, dass man sich immer wieder fragen muss, ob man selbst nicht ganz dicht ist,
dass man solch einen Menschen noch liebt, ihn vermisst und an manchen Momenten sich fragt, ob man
vielleicht doch damit umgehen kann, dass man betrogen wird.


Das furchtbarste für mich ist (leider immer noch) der ständige Kampf des Verstandes gegen das Herz. Es gibt
Tage, da bin ich vollkommen klar in mir und sage mir, das geht gar nicht. Er betrügt mich immer und immer wieder.
Und dann gibt es Tage, wo ich mich frage, sollte ich einfach tolerant sein, ihm seine Spielchen lassen?

Wenn ich Liebe kann ich großzügig sein, tolerant, es gibt mehrere Lieben im Leben - so sagt er.


Dann spüre ich, wie schlecht es mir geht. Weiß genau, dass ich mein Leben, meinen Selbstwert und mich selbst
ruiniere, wenn ich das alles tolerieren würde. Ich muss durch diesen Horror von Schmerz durch und dann es einfach
loslassen...oder sein lassen.


Die abolute Kontaktsperre - ich werde sie demnächst auch durchziehen müssen; um MICH zu schützen. Denn er
will immer wieder den Kontakt. Ich dachte schon, ich bin das "Ungesicht" von dem du schreibst. Die Vertraute, die halt da ist, wenn man sie braucht. Diese Männer brauchen immer mehrere Frauen, mehrere Anker, weil ja immer wieder eine davon springt. Die interessanteste ist aber immer die jeweilige neue Eroberung. Die dann auch irgendwann Vergangenheit ist. Diese Männer sind nicht heilbar. Sie werden immer Jäger sein.


Daran kann man kaputt gehen, man versteht die Welt nicht mehr. Denn sie lieben uns ja auf ihre Art und Weise. Aber noch mehr lieben sie sich selbst. Und sie tun das, was sie wollen. Ohne Rücksicht auf andere.


Und bei uns wurde Vertrauen zerstört. Und zwar massiv. Ich habe momentan das Gefühl, nie mehr vertrauen zu können. Ich sehe in jedem Mann einen Fremdgänger. Das ist ungerecht, ich weiß das. Aber zuviele fahren zweigleisig. Und was auf den Dating Börsen abgeht (meine Freundinnen erzählen mir immer ihre Erfahrungen) das bestätigt mich, dass Treue und Loyalität heute wie ein 6er im Lotto sind.


Und wenn ich daran denke, wie viele Frauen schon seit Jahren belogen und betrogen werden - ohne es zu wissen, und eines Tages genau wie wir aufwachen werden und dann ebenso den tiefen Fall erleben, das macht mich traurig. Ich ahnte vor einigen Jahren gar nicht, dass es sowas geben kann. Diese Betrügerei ist mir fremd. Ich glaubte noch an die heile Welt.

Ein fataler Fehler.

Aber dein Thread zeigte mir, ich bin nicht alleine. Die Zerrissenheit in mir ist völlig normal. Und es darf sein. Denn Trauer muss man durchleben. Manchmal denke ich, mich zerreisst dieser Schmerz und ich komme nie darüber hinweg. Dann gibt es Tage, wo die Sonne scheint und ich glaube, das Leben ist trotz allem wunderschön.


An eine neue Liebe glaube ich nicht (mehr). Ich bin zutiefst verletzt. Und ich frage mich natürlich, was waren meine Anteile, dass ich mich überhaupt 18 Jahre mit solch einem Menschen eingelassen hatte. Denn ich spürte latent immer, dass er nicht ehrlich ist. Ich hatte nur keine Beweise. Aber mein Bauch warnte mich. Ich hätte darauf hören sollen.

Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft und alles erdenklich Gute. Meine Katzen sind vor 6 Jahren gestorben. Ich überlege gerade, ob ich mir zwei kleine aus dem Tierheim holen soll. Aber momentan bin ich selbst noch zu durcheinander. Es braucht Zeit.

10.02.2019 09:18 • x 5 #25


EmmaPee

EmmaPee


413
5
849
Zitat von AnnaLena49:
Aber das noch schlimmere ist, dass man sich immer wieder fragen muss, ob man selbst nicht ganz dicht ist,dass man solch einen Menschen noch liebt, ihn vermisst und an manchen Momenten sich fragt, ob man
vielleicht doch damit umgehen kann, dass man betrogen wird.


Ich gebe zu, dass mir der Gedanke auch schon kam. Aber da - und darüber bin ich sehr froh - hat der letzte Rest meines Selbstwertgefühls sofort dazwischen geschlagen. Es gibt durchaus Frauen die sich sagen, dass ER zwar fremdgeht, aber immerhin immer wieder zu ihr zurück kommt. Nope, never ever!


Zitat von AnnaLena49:
Die abolute Kontaktsperre - ich werde sie demnächst auch durchziehen müssen; um MICH zu schützen.


Meine hielt bis gestern abend... Als ich bei meinen Freunden war, kam eine WA. Er hatte bestimmte Login-Daten nicht mehr. Kein Grund sich Hoffnung zu machen, dass er sich wegen mir meldet. Aber dennoch - als ich nachts nach Hause kam, war eine Nachricht von ihm auf dem AB. Er hatte zuerst hier angerufen und mich dann, als er mich nicht erreichte, per WA kontaktiert. Das war unnötig. Er hätte sich von Anfang an per kurzer WA-Nachricht melden und nach den Daten fragen können.
Du siehst, wie mein Herz sich hier wieder nur das heraussucht, was es braucht, um ein Konstrukt der Hoffnung zu erbauen. Denn mein Herz glaubt fest daran, dass er sich telefonisch gemeldet hat, um meine Stimme zu hören, den Kontakt irgendwie zu halten.

Zitat von AnnaLena49:
Und bei uns wurde Vertrauen zerstört. Und zwar massiv. Ich habe momentan das Gefühl, nie mehr vertrauen zu können. Ich sehe in jedem Mann einen Fremdgänger.


So ist es tatsächlich. Als mir eine Freundin vor Monaten erzählte, dass ihr Freund ca. 30 Kilometer entfernt wohnt und sie sich nicht jeden Tag sehen, hatte ich nur einen Gedanken: "Na, dann hat er ja genug Gelegenheiten, sie zu betrügen, ohne, dass sie es merkt". Und im gleichen Moment wurde mir bewusst, wie kaputt ich da bin

Zitat von AnnaLena49:
An eine neue Liebe glaube ich nicht (mehr). Ich bin zutiefst verletzt.


Ich kann auch nicht mehr an eine neue Liebe glauben. Und wie meine Freunde gestern glauben herausgefunden zu haben, würde es an meinen 'zu hohen' Ansprüchen liegen. Sie sind der Meinung, dass ich nur nach der Optik gehen würde. Nun ja, wenn ich irgendwo bin, in einem Club z.B., wo ich niemanden kenne, gehe ich natürlich erstmal nach der Optik. Ich weiß ja nur durch bloßes Ansehen nichts von den inneren Werten eines Menschen. Und ja, ich möchte mich nicht, wenn ich morgens neben ihm aufwache, wegdrehen wollen, weil er so ganz und gar nicht gut aussieht und mir denken: "wenigstens ist er nett" Ein paar Ansprüche darf ich da doch schon haben.

Aber in meiner momentanen Situation würde wohl jeder Mann, der in irgendeiner Weise für mich in Frage käme, von mir unbeachtet an mir vorbeilaufen. Denn der Gedanke, jemals wieder einen Mann näher an mich heranzulassen, erscheint mir im Moment als absolut utopisch. Meine Therapeutin sagte es sehr gut: Sie sind nur äußerlich getrennt. Die innere Trennung ist noch nicht mal ansatzweise vollzogen.

Zitat von AnnaLena49:
Und ich frage mich natürlich, was waren meine Anteile, dass ich mich überhaupt 18 Jahre mit solch einem Menschen eingelassen hatte.


Durch meine Therapie kenne ich diese Anteile mittlerweile. Mein "Selbstschutzmechanismus" kam irgendwann abhanden oder ich habe ihn nie richtig erlernt. Wo andere Menschen sagen können "Es reicht, Du hast mich genug verletzt!", habe ich immer weiter durchgehalten. Ohne mich selbst zu sehen und mich selbst zu schützen. Habe immer mehr Ballast auf meine Schultern geladen und hätte es wohl auch weiter getan. Aber, so sagt sie, das kann man wieder erlernen. Man kann lernen zu sehen, was oder wer einem nicht gut tut und dann auch auf die Bremse zu treten und sich abzuwenden. Vielleicht ist es bei Dir ähnlich?

Zitat von AnnaLena49:
Meine Katzen sind vor 6 Jahren gestorben. Ich überlege gerade, ob ich mir zwei kleine aus dem Tierheim holen soll.


Hier im Forum habe ich mal gelesen, dass man in den ersten 6 Monaten nach einer Trennung keine weitreichenden Entscheidungen treffen sollte. Zwei Katzen, die in einem Tierheim leben müssen, ein gutes Zuhause zu geben, sehe ich jedoch als eine sehr gute Tat an

10.02.2019 13:37 • x 3 #26


Mischka

Mischka

550
2
1056
Ach, @emmapee....das Lesen deiner Geschichte ging mir sehr unter die Haut. Ich sehe viele Parallelen. Das Vertraute nach so langer Zeit. Das nicht loslassen können. Auch mein NM gestand mir im August, dass er sich verliebt hat, dass er *das alles nicht mehr will* - und zog im September aus. Er war mir nie untreu, hatte aber eine lange Zeit mit Burnout und Depressionen zu kämpfen.

Auch wir haben immer noch Kontakt, immer noch Gefühle füreinander, er trotz neuer Partnerin. Das geht so weit, dass er immer wieder andeutet, dass er viel lieber mit mir dort leben möchte, wo er lebt, dass er mich auch immer noch körperlich begehrt. Mich vermisst. Wenn ich es zuließe, würde ich seine Affäre. Ich versuche, mich weiter zurück zu ziehen, er nimmt immer wieder Kontakt auf. Der Kontakt wird auch immer bleiben, wir haben 3 Kinder, werden bald zum ersten Mal Großeltern.

Ich fühle mich genauso zerrissen wie du. Auch mein letzter Rest von Selbstachtung lässt es nicht zu, mich selbst vollständig zu verleugnen. Auch ich spüre, dass er mich in vielem blockiert hat. Und trotzdem vermisse ich auch sehr vieles von ihm. Leide unter der fehlenden körperlichen Nähe (das war bei uns bis zuletzt sehr erfüllt). Scheint bei ihm und seiner Neuen nicht so zu sein.

Auch bei mir kein Gedanke an einen neuen Mann. Die Worte deiner Therapeutin (Sie sind nur äußerlich getrennt, innerlich noch lange nicht) treffen auch auf mich zu.

Spüre aktuell nach diesen 5 Monaten wieder eine heftige Trauerphase, obwohl ich schon einiges geschafft habe.

Ich glaube, wir werden noch viel Zeit brauchen, bis wir darüber weg sind. So ganz wird es vielleicht nie sein, aber zumindest so, dass man wieder glücklich und erfüllt leben kann. Mit oder ohne neuem Partner.

10.02.2019 17:36 • x 2 #27


EmmaPee

EmmaPee


413
5
849
Letzten Mittwoch.

Du: "Es tut mir weh, Dich so zu sehen. Sag mir bitte, wie ich Dir helfen kann."
Ich: "Komm zurück."
Du: "Das kann ich nicht."

Mein Herz, dass aus allem, was Du gesagt oder getan, was Du nicht gesagt oder getan hast, ein Indiz dafür finden wollte, dass es noch Hoffnung gibt, bekam dieses Mal einen richtigen Schuss vor den Bug.

Aber nun habe ich es sozusagen "schwarz auf weiß" gehört: Du willst nicht mehr zurück. Es gibt keinen Grund mehr für mich, Tatsachen zu verdrehen. Keinen Grund mehr, mir einzureden, dass am Ende doch alles wieder gut wird mit uns.

Ich merke, dass sich in mir etwas verändert. Fällt der Groschen jetzt nach bald 7 Monaten endlich? Realisiere ich nun? Es fühlt sich ein wenig so an, auch wenn der Groschen nur in 1/4 Pfennigstücken fällt.

Liegt es nur an dem von Dir Gesagten? Ich weiß es nicht. Nachdem nun auch noch unser Kater, mein Ein und Alles, gestorben ist, bin ich regelrecht aus der Wohnung geflüchtet. Egal wohin, Hauptsache weg. Ich war entweder den ganzen Tag oder auch die ganze Nacht unterwegs. Habe die Menschen, die es noch in meinem Leben gibt, gebeten, sich zu kümmern und nicht zuzulassen, dass ich nun untergehe. Und das machen sie. Ihre Türen stehen Tag und Nacht für mich offen. Sie hören zu, nehmen mich in den Arm, essen zusammen mit mir, nehmen mich mit auf Spaziergänge, Veranstaltungen. Nein, es ist nicht dasselbe, wie mit einem Partner und ich konnte es anfangs, als ich in der Trauer um meinen Kater so gefangen war, gar nicht richtig annehmen. Doch so langsam geht es wieder. Ich merke, dass ich wieder offener werde. Nicht mehr nur über meine Trauer und meinen Schmerz rede und reden möchte, sondern auch die Belange anderer Menschen wieder wahrnehme und auf sie eingehe, über ihre Themen spreche.

Und dabei wurde mir bewusst, dass ich nicht erst seit der Trennung so verschlossen und ablehnend war. Das war Deine Art. Du warst immer derjenige, der 98 von 100 Menschen mit einer tiefen Ablehnung entgegen trat. Und ich habe das irgendwie übernommen? Was ist nur mit mir passiert? Ich war doch immer kontaktfreudig und interessiert, hatte viele Freunde. Und dann wurde ich wie Du. Ein Vorgesetzter sagte vor vielen Jahren mal zu mir, dass ich wirklich extrem selektiv in Bezug auf Menschen sei. Mit anderen Worten, ich sei den meisten Menschen gegenüber ablehnend und nicht aufgeschlossen. Die Aussage hatte mich damals irgendwie erstaunt, weil es nicht zu mir passte. Aber ich habe es einfach beiseite gewischt. Ich hatte ja alles, brauchte keine anderen Menschen. Du warst ja da...

10 Tage ist es her, seit mein Seelenkater gegangen ist. In den 10 Tagen habe ich aufgrund meiner Flucht vor der Leere hier in der Wohnung so viel unternommen, dass es mir vorkommt, als wäre ein Monat vergangen. Ich habe viel Zeit mit meiner Tante verbracht, die sich rührend um mich kümmert. Mich immer wieder auffordert, zu ihr zu kommen. Gute Taktik von ihr. Wir essen zusammen Abendbrot und quatschen bis spät in die Nacht. Oder sie zeigt mir soziale Anlaufstellen, wo Menschen zusammen zu Mittag essen. War nicht leicht für mich, dort hinzugehen und vor allem zu bleiben. Die Menschen, die sich dort aufhalten, sind wirklich ganz unten Aber ich bin geblieben, habe auch ein paar Worte mit dem Einen oder Anderen gewechselt.

Gestern war ich mit R. und seinem Hund an unserem Vorzeige-Strand. Schon als wir aus dem Auto ausstiegen, fühlte ich diesen Klumpen im Magen. Du und ich waren im letzten Sommer fast jeden Abend dort, haben in dem großen Imbiss gegessen und uns die Sonne auf den Pelz brennen lassen. Ich bin froh, dass R. nicht dahin wollte. Das hätte ich noch nicht gekonnt. Aber wir sind stundenlang die Promenade entlang, später durch die Dünen gelaufen. Haben in einem Café gehalten, Torte gegessen. Dann den ganzen Weg wieder zurück gelaufen. Fuhren noch zu einem Italiener, haben dort lecker gegessen. Samstag war ich mal wieder mit J. weg. Habe den ganzen Abend auf einer Ledercouch abgehangen und dem schwarzen Treiben zugesehen. Ab und zu mal getanzt, ein Bierchen getrunken. Ich war relativ entspannt, war dankbar über die Musik in meiner Szene. Sie hat doch immer etwas wie einen hypnotischen Effekt.

Ich habe in den letzten Tagen festgestellt, dass ich nicht einsam bin. Ich bin oft, besonders hier zuhause, allein, aber nicht einsam. Die Depression lässt mich nicht mal schwarz-weiß sehen, sondern nur noch schwarz. Deswegen war es nun doch an der Zeit, mit einem Antidepressivum anzufangen. Am Ende dieser Woche sollte die Wirkung so ganz langsam zu bemerken sein. Ich merke, dass ich mein "neues Leben" immer noch ablehne. Jeder Schritt ins neue Leben entfernt mich aus meinem alten Leben, das Leben mit Dir. Und das anzunehmen, fällt mir immer noch schwer.

04.03.2019 15:01 • x 6 #28


AnnaLena49

144
377
Liebe EmmaPee,

lass dich mal ganz fest drücken von mir. Mir laufen beim Lesen deiner Zeilen die Tränen die Wangen hinunter. Aber nicht wegen deinem Ex, sondern, dass auch noch dein Seelenkater von dir gegangen ist.

Als damals mein Kater mit 21 Jahren starb (dieser Abschied ging mir noch Jahre nach), da schrieb mir mein Ex eine Mail mit dem Zitat: "Dein Kater war ein treuer Geselle, wie ich es dir nie sein konnte.....". Wie recht er hatte. Die Treue dieses Tieres war der dieses Mannes bei weitem überlegen. Was im nachhinein gesehen aber keine Kunst war, denn Treue kannte mein Ex nur auf dem Papier. Ich wünsche dir ganz, ganz viel Kraft und Stärke.

Es tut mir so leid für dich, dass das jetzt alles zusammenkommt. Dass ER nicht zurückkommen mag, mag vielleicht ein Geschenk sein, das du jetzt so noch gar nicht sehen kannst. Käme er zurück, wärest du in 1 Jahr vielleicht noch viel, viel unglücklicher als du es heute bist. Der Dalai Lama sagte in einem Interview, die schönsten Geschenke des Lebens waren die, die er nicht bekommen hat. Das ist oft so. Man wünscht sich etwas, aber das wäre gar nicht gut für einen.


Du kommst wieder auf die Beine, ganz sicher. Lass dir Zeit. Und habe Geduld.


Bei mir sind es jetzt 5 Monate der Trennung.

Und auch bei mir gibt es neues. Wir waren vor 2 Wochen essen, da wir noch etwas zu klären hatten. Ich saß ihm gegenüber und alles, was er sagte, zeigte mir sehr deutlich, dass ich einer Illusion aufgesessen war. Ich spürte keinerlei Liebe für mich. Und ich fragte mich, was ich mir eingeredet habe. Er war so gleichgültig, er zeigte mir Bilder seiner neuen Familie. Mir drehte sich alles. Wann hatte er das letzte Mal Bilder von mir gemacht?

Ich versuchte, ein klärendes Gespräch, er lachte nur. Angeblich gönnt er mir einen neuen Mann. Er würde sich "riesig" freuen. Mir fiel die Kinnlade runter. Welcher Mann freut sich, wenn seine Ex-Partnerin einen andern findet. Ich fühlte mich regelrecht ausgelacht. So nach dem Motto...na,ja du kommst von mir eh nicht los. Seine Überheblichkeit war zum k....!


Ich saß da, blass unter meinem Make up. Fühlte mich wie ein Zombie und wusste, es ist definitiv vorüber. Als wir zum Auto gingen, wurde er plötzlich aktiv. Er wollte sich seine Macht beweisen und drückte sich an mich, er wolle die Nacht mit mir verbringen. Es war unglaublich. Er zeigt mir Bilder von seiner jungen Partnerin und den Kindern und will die Nacht bei mir verbringen? Wie ekelhaft fühlt sich das an? Hat er das früher bei anderen Frauen als er mit mir zusammen war auch gemacht? Essen gehen, verführen und eiskalt abservieren? Frauen als Ego-Booster und mehr nicht?!


Mit was für einem Mann war ich zusammen?


Ich stieg in mein Auto, gab Vollgas. Zuhause alle Türen verschlossen.....der Abend ging mir nicht aus dem Kopf. Ich hatte ALLE Antworten bekommen, die ich gebraucht habe. So weh es tat. Ich habe ihm NICHTS bedeutet. Es ging nur um Macht, Befriedigung, Ego. Ich und alle anderen sind/waren austauschbar. Und zwar zu jeder Zeit.


Mich hat das so mitgenommen, dass ich nach 2 Tagen eine ganz schwere Bronchitis bekam. Ich liege immer noch flach. Die Ereignisse haben mich einfach erschüttert. Ein weiteres Treffen brauche ich nicht. Es war klar und deutlich!


Ich wünsche dir alles erdenklich Liebe. Und ich hoffe, dass wir irgendwann aufstehen können, lachen, wieder vertrauen lernen und einfach LEBEN.

04.03.2019 17:15 • x 1 #29


AnnaLena49

144
377
Liebe EmmaPee,


ich möchte das Thema "zurückkommen" nochmals aufgreifen.

Nach 20 Jahren Beziehung und davon 3 Jahre verheiratet, ist der Gedanke, ohne ihn zu leben, einfach nur schrecklich.



Vermeintlich glaubt man, man kann alles akzeptieren und verzeihen. Er sagte ja, es wäre nur f....und er liebt ausschließlich DICH. So, das mag möglicherweise auch so gewesen sein. Und wahrscheinlich wirst du immer seine Herzensfrau sein und bleiben.


Aber was passiert mit dir? Wo bleibst du? Was macht deine Seele und deine Psyche?


Ich habe mir jahrelang eingeredet, ich kann damit umgehen. Ich spürte, er betrügt mich. Ich spürte sogar, wenn eine neue Frau in sein Leben kam. Ich war wie ein Seismograph. Es war die Hölle. Ich wusste innerlich, er kommt immer wieder auf mich zurück. Das fand ich sogar noch gut. Aber ich musste so sein, denn sonst wäre ich wohl zugrunde gegangen.

Wie nah ich am Abgrund stand, war mir erst bewusst, als alles aufflog mit den Kindern, die diese Frau im September geboren hat. Dann die vielen Lügen. Und auch die Aussagen, er liebe nur mich. Das mit den anderen, das wäre was ganz anderes, unwichtig.

Ich wollte das glauben. Aber heute weiß ich, dass er den anderen wohl genau das gleiche erzählt hat. Ein notorischer Lügner und Betrüger. Völlig perfekt inszeniert. 18 Jahre meines Lebens habe ich mit ihm verbracht. Ich hätte ihn als die große Liebe meines Lebens bezeichnet.


Heute nicht mehr. Es war der größte Bluff meines Lebens. Und ich musste verdammt hart aufwachen. Um MICH zu retten. Ich war kurz davor, kaputt zu gehen. Und merkte es nicht einmal. Und heute kann ich ganz klar sagen, ich möchte diesen Mann um nichts in der Welt zurück.


Da ist keine Sehnsucht mehr. Denn den Mann, den ich so sehr geliebt habe, den gab es nie. Ich habe ein Phantom geliebt. Einen Mann, den es so nicht gab. Und dieser eiskalte, gefühllose Mensch, der mir gegenübersaß an dem Abend, in diesen hätte ich mich niemals verliebt, wenn ich ihn so gesehen hätte wie an diesem Abend.


Berechnend, eiskalt, kalkulierend ohne jegliches Gefühl - und nur an sich denkend.


Ich hoffe, du kannst deinen Ex auch irgendwann so sehen. Lass ihn ziehen. Damit du ihn klar sehen kannst.

Es ist wichtig, sich selbst und dem anderen zu verzeihen. Es stehen lassen. Es waren 20 Jahre, die du gebraucht hast für deine Entwicklung. Nun ist es vorüber. Ein neuer Lebensabschnitt kommt. Und glaube mir, er wird viel besser werden, als die vergangenen Jahre. Das Universum irrt sich nie.


Pass gut auf dich auf, alles Liebe,
Anna

04.03.2019 17:33 • #30




Ähnliche Themen

Hits

Antworten

Letzter Beitrag