Zitat von unregistriert:Welchen Jahrgang haben denn die Eltern der Generation "Y"? Ich bin 1973 geboren, habe Nirvana auf dem Walkman gehört, also eindeutig zugehörig der Generation "X"

Meine Eltern sind Nachkriegsgeneration, ich habe ein recht konservatives Lebensbild vermittelt bekommen. Helmut-Kohl-Style.
Eine ebenfalls extrem interessante Frage ist, welche Erziehung denn diese Eltern genossen haben, die sie nun an ihre Kinder weitergeben.
Völlig wertfrei kann man da durchaus zwei Strömungen erkennen, deren Einfluss auf die Gesellschaft und unsere Kinder nicht zu unterschätzen ist:
- Frauen haben die Möglichkeit, ohne nennenswerte Nachteile, einen nach dem anderen Mann zu angeln. Und da die Regeln der Anziehungskraft nun mal so sind, wie sie sind, konzentriert sich das Interesse auf lange Sicht auf Männer, die einen hohen emotionalen Wert haben. Ich sage bewusst "emotionalen", weil es schon immer Golddigger gab, aber Geld kein Garant für echte Anziehungskraft ist.
- Männer bekommen bereits ab dem Kindergarten eingetrichtert, dass man auch als Mann seine emotionale Seite entdecken soll, damit man quasi zum vollwertigen Menschen wird. Katastrophal an diesem Ansatz ist nicht der Wunsch nach Emotionen, wobei man mal sagen muss, dass Männer auch ohne Wunsch nach mehr Emotionen emotional sind, doch da zeigt sich das Dilemma, denn als Gradmesser für die "Emotionalität" wird das vorherrschende Modell gewählt, nämlich das weibliche.
So, und nun stellt man sich einen Mann vor, der seine ganze Jugend mit dem Glauben aufgewachsen ist (bewusst oder unbewusst), dass man nur ganz dolle seine Emotionen offen nach Außen zeigen muss, damit man (sagt ja die feminin geprägte Gesellschaft so) später die Holde Frau bekommt und sie so glücklich macht. Naja, aber wir haben hier im Forum an zahlreichen Beispielen erörtert, dass ein Mann, dem eine Frau erklären muss, wie er ein Mann ist, kaum Anziehungskraft ausübt. Diese Männer, die sich von diesem Glauben nicht lösen können, werden als artige Provider um die 30 aus dem Hut gezaubert und nach einigen Jahren und nach dem Kind gegen einen Mann mit deutlich höherer Anziehungskraft ausgetauscht "
ich bin in einem goldenen Käfig, ich muss zu mir selber finden. bla".
Und auch die Frauen sind unglücklich, denn statt in sich ruhende Männer zu finden, die Angesichts der weiblichen emotionalen Stürme nicht überfordert sind, finden sie fast nur Männer, die völlig überfordert sind, weil mit "zeige Deine verletzliche Seite" sie sich den Emotionen der Frauen anpassen und dies mit
weiblichen Lösungen retten wollen. Und dann kommt Urmel daher und sagt "
Hey, Du bist 20 Jahre lang im Glauben aufgewachsen, dass Du nur Du selbst sein muss (im Sinne der feminin geprägten Wertevorstellung, im Sinne der femininen Interpretation, wie denn ein Mann ein Mann zu sein hat) und die Frau wird Deinen Wert erkennen. Ist aber nicht so, denn Du musst ein Mann sein, wie Dir ein Mann das Mann sein definiert, nämlich Dich NICHT durch Emotionen leiten zu lassen, sondern die Fähigkeit zu besitzen, TROTZ Emotionen Entscheidungen zu treffen, die diesen zum Teil entgegenstehen. Denn diesen Ausgleich suchen und wollen die Frauen! Dies ist ein großer Faktor der Anziehungskraft".