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Ist die Generation Y beziehungsunfähig?

Sommertag


Mafa,ich denke wenn man in sich selbst ruht,mit dem Leben zufrieden ist auch als Single und eine mögliche Partnerschaft die in der Zukunft liegen kann als Bereicherung ansieht,dann ist es egal ob jemand extrovertiert oder introvertiert ist .
Ich war auch oft schon öfters alleine in Urlaub, irgendwo beim wandern in den Bergen und es war so herrlich,machte den Kopf frei und ich kam mir auch nicht einsam vor.Als Dauerzustand favorisiere ich das auch nicht an,aber wir leben im Jetztzustand und dann sollte man das Beste aus den Dingen machen,Hauptsache es macht glücklich und zufrieden.
Du hast Recht mit den Singlebörsen kann ich auch nichts anfangen, alles schon probiert,seit ich das auf acta gelegt habe und beschlossen habe dass ich mich mit meinem Single Zustand arrangiere gehts mir gut.Der Druck ist weg.
Ich finde jeder sollte mit sich selbst erstmal klarkommen.Dann wird vieles im Leben leichter.
Kenne einige die Angst haben vor dem alleine sein,aber warum?

19.06.2017 21:20 • #46


LoveRosie

LoveRosie


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@arjuni ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es dort draußen jemanden gibt. Und ich glaube auch daran, dass die beziehungsunfähigen irgendwann beziehungsfähig werden. Ich kann auch alleine sein. Ich bin damit nicht unglücklich, aber halt auch nicht glücklicher, als mit einem Partner an meiner Seite.

Nennt mich beziehungssüchtig, romantisch verklärt oder was auch immer: Ich verstehe immer noch nicht, warum man aus einer vermeindlich glücklichen Beziehung fliehen sollte, um das Singleleben zu genießen. Unabhängigkeit? Angst vor Verletzung? Angst, sich aufzuopfern? zu große Erwartungen? Der Gedanke, es ist doch nicht der richtige und man könnte den richtigen verpassen? Was ist der Richtige? Exisitiert diese Person überhaupt? Oder könnte jeder Partner der Richtige sein, wenn man nur seine psychische Einstellung ändert? Ist es so viel anstrengender für einen Dauersingle, eine Beziehung zu führen? Was kann man als Single, was man als Partner nicht kann?

20.06.2017 09:09 • x 1 #47



Ist die Generation Y beziehungsunfähig?

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mafa

mafa


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Zitat von sallinchen:
@arjuni ich gebe die Hoffnung nicht auf, dass es dort draußen jemanden gibt. Und ich glaube auch daran, dass die beziehungsunfähigen irgendwann beziehungsfähig werden. Ich kann auch alleine sein. Ich bin damit nicht unglücklich, aber halt auch nicht glücklicher, als mit einem Partner an meiner Seite.

Nennt mich beziehungssüchtig, romantisch verklärt oder was auch immer: Ich verstehe immer noch nicht, warum man aus einer vermeindlich glücklichen Beziehung fliehen sollte, um das Singleleben zu genießen. Unabhängigkeit? Angst vor Verletzung? Angst, sich aufzuopfern? zu große Erwartungen? Der Gedanke, es ist doch nicht der richtige und man könnte den richtigen verpassen? Was ist der Richtige? Exisitiert diese Person überhaupt? Oder könnte jeder Partner der Richtige sein, wenn man nur seine psychische Einstellung ändert? Ist es so viel anstrengender für einen Dauersingle, eine Beziehung zu führen? Was kann man als Single, was man als Partner nicht kann?


Aus einer glücklichen Beziehung flieht auch keiner ... die meisten die eine Beziehung beenden haben schon was nächstes im Visier. Es ist eher seltener der Fall dass sich Menschen trennen und dann wieder nur allein sind ...

20.06.2017 09:18 • x 1 #48


Yosie

Yosie


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Zitat:
. . die Hoffnung nicht auf, dass es dort draußen jemanden gibt. Und ich glaube auch daran, dass die beziehungsunfähigen irgendwann beziehungsfähig werden. Ich kann auch alleine sein. Ich bin damit nicht unglücklich, aber halt auch nicht glücklicher, als mit einem Partner an meiner Seite.




Idealerweise spricht man besser von Lebensabschnittsgefährten. . .das ist viel weniger absolut, macht weniger Angst und ist mit weniger klammernden Ansprüchen verbunden, alles müsste so bleiben, für immer.

Man ist im Hier und Jetzt zusammen und versteht sich gut. Das sollte doch reichen. Wenn es viele Jahre werden, die man miteinander verbringt, sollte man dankbar sein. Immerhin ist die Lebenszeit das höchste Gut eines Menschen, es mit jemand zu teilen ist ein Riesengeschenk!
Viele vernachlässigen bei ihrem permanenten Blick nach hinten in die Vergangenheit und ihren Hoffnungen in die Zukunft, dass sie in der Gegenwart leben. Und sie hier und Jetzt das Beste aus ihrem Leben rausholen sollten.

20.06.2017 09:24 • x 2 #49


Sabine

Sabine


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Zitat von Killian:
Und woran liegt das ?

Weil in unserem kapitalistischen System nur noch verwertbare Biomasse und kleine Leistungsträger herangezogen werden, nicht mehr der Mensch sondern seine Verwertbarkeit und Anpassung zählt vor allem in der Bewertung als Mensch.

Wir lernen heute mit 3 Jahren 15 Sprachen, haben 1000 Ausbildungen später, sind verwertbar, messen uns daran und unseren Wert. In Beziehungen doch nicht anders. Ich leiste was, also bin ich, bin ich wer, will was zurück und am besten 100x mehr als ich reingesteckt habe. Dann bin ich schliesslich wer und kann mich bewerten. Funktioniere überall und muss immer nen Mehrwert haben den ich berechnen kann. Echte Gefühle, unbezahlbar, einfach so geliebt zu werden egal ob dick oder dünn, Arbeit oder arbeitslos . geht garnicht, was ist das ?


Zitat von Killian:
Das liegt am System und ist bezeichnend das der der sich schamlos, rücksichtslos und kalt über Leichen bereichert, die Gesellschaft und auch Beziehungen zerstört höher angesehen ist als ein echter Mensch, der vielleicht soziale und gesellschaftlich wichtige Arbeit leistet aber am schlechtesten verdient zum Beispiel, weniger angesehen ist als irgendeine Heuschrecke !

Heute ist doch Kerl oder Weib auch interessanter die über Leichen gehen, 1000 Partner haben oder hatten, im Beruf glänzen und leisten und sich vom *Sozialgeschmuss* nicht beeindrucken lassen aber bekommen oder nehmen was sie wollen ohne Rücksicht auf Verluste. Wer nicht so denkt, auch lieber weniger verdient aber glücklich ist, sich um Andere und ihr höher, schneller, weiter nicht kümmern, das sind doch Loser heute. Aber genau das sind die echten und guten Leute und Charaktere.

Wir sind Opfer der Anpassung und vom Druck in diesem kranken System, manche Menschen mehr, manche Menschen weniger.

Und das spiegelt sich auch in Beziehungen wieder und Narzsissmus ist Symptom dieser Leistungsgesellschaft, Wegwerfgesellschaft.

Jedes Kind, jede Jugend ist Opfer dessen was die Alten vorleben, was sie abschauen oder nachher noch ins Extrem führen.


Da hast du den Nagel sowas von auf dem Kopf getroffen. Genau das macht, das man Beziehung eben nicht mehr verstehen kann. Man versteht erst, wenn man mit dem ganzen Wissen über Macht und wie man was erreicht, so richtig auf der Nase fällt. Das zu verstehen und zu begreifen, wie weit es in das eigene Sein eingreift, ist vielen eben nicht mehr möglich. Es wurde uns aberzogen.

Man hat ja alles getan, klappt nicht, wegwerfen, neu versuchen. Und das nächste Unglück naht.

Darüber schriebe ich vor zwei Tagen in meinem Philothread

Es geht darum, das aufzugeben, was uns anerzogen wurde. Die Zweifel, etwas zu tun, was man eben nicht kennt. Es zu lehren, nicht möglich. Kein Vertrauen in sich selbst.

20.06.2017 09:25 • #50


Sommertag


Was heutzutage in Beziehungen fehlt ist die Leichtigkeit,die Unbeschwertheit.Wenn man nicht alles auf die Goldwaage legt und krampfhaft versuchen würde die perfekte Beziehung zu führen dann sieht die Zukunft auch besser aus.Die ganzen Ratgeber,brauchten wir die früher? Nö.Die Medien machen sich ein Geschäft draus damit.Der Druck wird immer größer in einer Beziehung zu bestehen,ist doch kein Geschäft.Druck und Stress gibts auf Arbeit genug.

20.06.2017 10:06 • #51


unregistriert

unregistriert


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Welchen Jahrgang haben denn die Eltern der Generation "Y"? Ich bin 1973 geboren, habe Nirvana auf dem Walkman gehört, also eindeutig zugehörig der Generation "X" Meine Eltern sind Nachkriegsgeneration, ich habe ein recht konservatives Lebensbild vermittelt bekommen. Helmut-Kohl-Style.

20.06.2017 10:21 • #52


Sabine

Sabine


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Schau, wann die Scheidungsraten hoch gingen, dann weiß man Bescheid

20.06.2017 10:46 • #53


Urmel_

Urmel_


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Zitat von unregistriert:
Welchen Jahrgang haben denn die Eltern der Generation "Y"? Ich bin 1973 geboren, habe Nirvana auf dem Walkman gehört, also eindeutig zugehörig der Generation "X" Meine Eltern sind Nachkriegsgeneration, ich habe ein recht konservatives Lebensbild vermittelt bekommen. Helmut-Kohl-Style.


Eine ebenfalls extrem interessante Frage ist, welche Erziehung denn diese Eltern genossen haben, die sie nun an ihre Kinder weitergeben.

Völlig wertfrei kann man da durchaus zwei Strömungen erkennen, deren Einfluss auf die Gesellschaft und unsere Kinder nicht zu unterschätzen ist:

- Frauen haben die Möglichkeit, ohne nennenswerte Nachteile, einen nach dem anderen Mann zu angeln. Und da die Regeln der Anziehungskraft nun mal so sind, wie sie sind, konzentriert sich das Interesse auf lange Sicht auf Männer, die einen hohen emotionalen Wert haben. Ich sage bewusst "emotionalen", weil es schon immer Golddigger gab, aber Geld kein Garant für echte Anziehungskraft ist.
- Männer bekommen bereits ab dem Kindergarten eingetrichtert, dass man auch als Mann seine emotionale Seite entdecken soll, damit man quasi zum vollwertigen Menschen wird. Katastrophal an diesem Ansatz ist nicht der Wunsch nach Emotionen, wobei man mal sagen muss, dass Männer auch ohne Wunsch nach mehr Emotionen emotional sind, doch da zeigt sich das Dilemma, denn als Gradmesser für die "Emotionalität" wird das vorherrschende Modell gewählt, nämlich das weibliche.

So, und nun stellt man sich einen Mann vor, der seine ganze Jugend mit dem Glauben aufgewachsen ist (bewusst oder unbewusst), dass man nur ganz dolle seine Emotionen offen nach Außen zeigen muss, damit man (sagt ja die feminin geprägte Gesellschaft so) später die Holde Frau bekommt und sie so glücklich macht. Naja, aber wir haben hier im Forum an zahlreichen Beispielen erörtert, dass ein Mann, dem eine Frau erklären muss, wie er ein Mann ist, kaum Anziehungskraft ausübt. Diese Männer, die sich von diesem Glauben nicht lösen können, werden als artige Provider um die 30 aus dem Hut gezaubert und nach einigen Jahren und nach dem Kind gegen einen Mann mit deutlich höherer Anziehungskraft ausgetauscht "ich bin in einem goldenen Käfig, ich muss zu mir selber finden. bla".

Und auch die Frauen sind unglücklich, denn statt in sich ruhende Männer zu finden, die Angesichts der weiblichen emotionalen Stürme nicht überfordert sind, finden sie fast nur Männer, die völlig überfordert sind, weil mit "zeige Deine verletzliche Seite" sie sich den Emotionen der Frauen anpassen und dies mit weiblichen Lösungen retten wollen. Und dann kommt Urmel daher und sagt "Hey, Du bist 20 Jahre lang im Glauben aufgewachsen, dass Du nur Du selbst sein muss (im Sinne der feminin geprägten Wertevorstellung, im Sinne der femininen Interpretation, wie denn ein Mann ein Mann zu sein hat) und die Frau wird Deinen Wert erkennen. Ist aber nicht so, denn Du musst ein Mann sein, wie Dir ein Mann das Mann sein definiert, nämlich Dich NICHT durch Emotionen leiten zu lassen, sondern die Fähigkeit zu besitzen, TROTZ Emotionen Entscheidungen zu treffen, die diesen zum Teil entgegenstehen. Denn diesen Ausgleich suchen und wollen die Frauen! Dies ist ein großer Faktor der Anziehungskraft".

20.06.2017 11:01 • x 6 #54


unregistriert

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Zitat von machiennelilly:
Schau, wann die Scheidungsraten hoch gingen, dann weiß man Bescheid


Hmmm.... Geburtsjahr der Eltern um 1960? https://de.statista.com/statistik/daten ... -bis-2008/

20.06.2017 11:06 • x 1 #55


Sabine

Sabine


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@Urmel_ das ist zu Einseitig gedacht!

Mir scheint du sitzt auf einem Teller und deine Meinung ist Dein Tellerrand, schau mal drüber, es gibt nicht nur den einen Grund der Frau und den einen Grund des Mannes.

Da ist viel viel mehr.

20.06.2017 11:08 • x 2 #56


Computer

Computer


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Meine letzte Erfahrung bestätigt, was Urmel da schreibt. Die Dame verabschiedete sich mit folgenden Worten von mir "Ich habe einen anderen Mann kennengelernt, er ist nicht so emotional wie Du, sondern er erdet mich." Kurzum: Für Frauen ist es natürlich schön, wenn sie einen Mann haben, der SEINE Emotionen so kontrollieren kann, dass er IHRE gleich mit kontrolliert. Dann muss sie das nicht mehr selbst machen.

20.06.2017 11:13 • x 1 #57


Urmel_

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Zitat von machiennelilly:
@Urmel_ das ist zu Einseitig gedacht!

Mir scheint du sitzt auf einem Teller und deine Meinung ist Dein Tellerrand, schau mal drüber, es gibt nicht nur den einen Grund der Frau und den einen Grund des Mannes.

Da ist viel viel mehr.


Wie wäre es denn, wenn Du dies an Hand von Beispielen erläuterst?

Und Anziehungskraft ist in der Tat absolut. Ja, man kann auch in einer Beziehung mit sehr wenig Anziehungskraft leben. und sich dann abends am Stammtisch mit den anderen Männern traurig anschauen, die das feuchte Höschen der eigenen Frau nur noch zu Gesicht bekommen, wenn es aus der Waschmaschine kommt.

Also die Dame, Fakten und Thesen bitte.

20.06.2017 11:14 • x 1 #58


Urmel_

Urmel_


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Zitat von Computer:
Dann muss sie das nicht mehr selbst machen.


Ach, Du denkst, dass Frauen ihre Emotionen selber steuern können?

Gefühle=Wahrheit.

Nicht das Handeln und die Realität stellt die Weichen für die Emotionen, Emotionen stellen die Weichen für die subjektive Realität (Rationalisierung) und das Handeln.

Und dies ist kein Bug, es ist ein Feature. Wenn man diese Abläufe erkannt und verinnerlicht hat, wird das Leben mit den Damen recht einfach.

20.06.2017 11:19 • #59


Computer

Computer


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Klar könn(t)en Frauen ihre Emotionen selbst steuern. Es gibt ja auch Frauen, die an sich arbeiten. Aber für Frauen ist es eben leichter, sich einen Mann zu suchen, der das für sie macht. Weil (a) Frauen (gerade heute im digitalen Zeitalter) sehr schnell/leicht an tausende Männer gelangen können und weil (b) eine Frau nicht an Wert verliert, wenn sie schwach ist oder wirkt (im Gegenteil: viele Männer finden das "süß" und wollen gerne der "Retter" sein); Männer hingegen verlieren extrem an Wert, wenn sie schwach sind/wirken.

20.06.2017 11:23 • #60



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