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Ist eine Trennung die richtige Entscheidung?

I

InnereUnruhe
Mitglied

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Wie der Titel schon vermuten lässt denke ich zu wissen was das "Richtige" bzw Ehrlichste wäre, trotzdem würde ich gerne ein paar Meinungen von "außerhalb" wissen.
Ich weiß auch dass ich der Part bin der Schuld hat und so gesehen das Ganze gegen die Wand gefahren hat.
Aber jetzt erstmal worum es geht:
Wie "waren" über 14 Jahre ein Paar.
Als wir zusammen gekommen sind war ich 19, er 21. Viele meinten da schon wir würden nicht zusammen passen, weil wir in vielen Dingen sehr unterschiedlich sind.
Nach 2,5 Jahren habe ich mich dann das erste Mal getrennt. Wegen einem anderen.
Er kämpfte jedoch die komplette Zeit um mich, und so kamen wir dann irgendwie doch wieder zusammen (mit dem anderen war zu dem Zeitpunkt Schluss).
Die Beziehung verlief dann längere Zeit "normal".
Irgendwann kam bei mir dann das Leben dazwischen, heißt schwere Krankheit meines Vaters, Trennung meiner Eltern bzw Auszug meiner Mutter, Tod des Großvaters etc. Alles soweit überwunden. Zu dem Zeitpunkt lebte ich mit meiner Großmutter und meinem Vater nebst neuer Lebensgefährtin in meinem Elternhaus. Dieser zog irgendwann aus und so hatte ich quasi meine erste eigene Wohnung und wusste also wie es ist alleine zu wohnen. Mein Partner lebte immernoch bei seinen Eltern, wir waren beide noch in Studium.
Kurz vor Abschluss meinen Studiums mussten wir mein Elternhaus verkaufen (wir waren ja "nur" eine Rentnerin und eine Studentin und konnten so das Haus nicht halten).
Ich musste mich so um den Hausverkauf und um das finden einer Wohnung kümmern.
Dazu kam, dass ich exmatrikuliert wurde, weil ich durch das ganze Chaos meine Gebühren nicht bezahlt hatte.
Wir entschlossen uns dazu zusammen zu ziehen, schon allein aus finanziellen Gründen. Er hatte in der Zeit sein Studium beendet und angefangen zu arbeiten.
Am Anfang war das zusammen leben auch absolut in Ordnung bzw war es nie schlimm. Wir waren mehrfach zusammen im Urlaub, haben viele Unternehmungen gemacht usw.
Ich habe zwar immer gearbeitet, aber halt hauptsächlich in Nebenjobs bzw freiberuflich, was mich in gewisser Weise finanziell abhängig von ihm machte.
Soviel zu den Dingen die nichts mit Gefühlen zu tun haben.
Und jetzt zu dem Grund dieses Threads:
Ich habe irgendwann gemerkt, dass ich kein Verlangen mehr nach körperlicher Nähe zu ihm habe. Und das schon recht lange. Lust auf Sex mit ihm habe ich schon seit Jahren nicht mehr. Den gab es eigentlich nur noch wenn wir von einer Feier kamen und ich etwas getrunken hatte. Also vll 4 Mal im Jahr.
Auch Küsse mag ich mit ihm nicht mehr
Mitte letzten Jahres habe ich einen neuen befristeten Job angefangen, und ab da ging das Chaos in mir wirklich los.
Ich habe dort einen Kollegen kennengelernt und wie man schon ahnen kann sind wir irgendwann im Bett gelandet. Und das nicht nur einmal. Mich hat das so unglaubwürdig das klingt ziemlich fertig gemacht. Zum einen der körperliche Betrug, zum anderen dass ich nicht aufhören konnte am den anderen zu denken ( er hat da nicht mehr bei uns gearbeitet).
Ich habe viel geweint, mich abgekapselt, aufgehört zu essen (10kg verloren bei 59kg) usw.
Ich habe in der Zeit auch gemerkt, dass ich den Partner zwar noch lieb habe, aber nicht mehr liebe. Also eher wie nen guten Kumpel.
Irgendwann habe ich ihm gesagt wie es bei mir gefühlsmäßig aussieht. Was mit vielen Tränen auf beiden Seiten verbunden war.
Als ich dann eines nachts riesengroßen Mist gebaut habe (darauf möchte ich hier nicht weiter eingehen) habe ich ihn kurz darauf das Fremdgehen gestanden. Allerdings war ich nicht ehrlich genug zu sagen dass mit dem anderen noch Kontakt besteht.
Er war zwar sauer, meinte aber er hätte sowas schon geahnt und nur gewartet dass ich es ihm erzähle. Und dass er mir das schon verziehen hätte.
Ich kann ihn seit dem ganzen noch weniger an mich ran lassen, versuche wenig zu Hause zu sein, habe immernoch Kontakt zu dem anderen (bei uns beiden haben sich mittlerweile Gefühle entwickelt) und bin innerlich nur noch gehetzt.
Er gibt sich seit dem ganzen noch mehr Mühe und will mir immer zeigen wie sehr er mich liebt.
Und ich habe ein unfassbar schlechtes Gewissen weil er das Ganze einfach nicht verdient hat.
Für mich gibt es da nur 2 Möglichkeiten:
1. Die ganze Sache mit dem anderen beenden und hier weiter machen wie bisher, was bedeuten würde mit einer Art Geheimnis zu leben oder
2. Die Beziehung zu beenden, auszuziehen und uns beiden einen Chance auf etwas Neues zu lassen. Wobei sich da dann auch die Frage stellt inwieweit man in alles auf den Tisch packt.

War schonmal jemand an so einem Punkt?
Wie seht ihr das so von außen?

#1


DieSeherin
und was ist mit der möglichkeit, die beziehung nicht komplett zu beenden, sondern erst mal räumlich zu trennen, damit ihr beide mal auf eigenen füßen ans leben herangeht? eigenverantwortung übenehmt?

x 2 #2


A


Ist eine Trennung die richtige Entscheidung?

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Gorch_Fock
Ich stell mir eher die Frage, was ihr noch erreichen wollt. Du bist 34. Was ist mit Kinderwunsch? Das würde so bei vielen als nächstes Anstehen. Wenn Du dir das nicht mehr mit ihm vorstellen kannst, lass es. Ob der Affairenpartner dafür taugt? Keine Ahnung. Du hast jetzt noch ca. 4-5 Jahre für den Aufbau einer Beziehung mit Kinderwunsch. Du solltest auch diesen Horizont mal für Dich checken und mit Deinen Zielen übereinander bringen.

#3


meineMeinung
Zitat von InnereUnruhe:
2. Die Beziehung zu beenden, auszuziehen und uns beiden einen Chance auf etwas Neues zu lassen. Wobei sich da dann auch die Frage stellt inwieweit man in alles auf den Tisch packt.


Wie ist eigentlich der Beziehungsstatus des Anderen?
Wenn er frei ist spricht doch nichts dagegen, deine Beziehung zu beenden, das ist der Drops doch wohl gelutscht.
Auch wenn er nicht frei ist, solltest du deine Beziehung beenden, um deinem Partner den Weg frei zu machen für Neues. Du machst ihm doch nur etwas vor. Und bei ihm zu bleiben, weil das eigentliche Objekt der Begierde nicht verfügbar ist. Das wäre doch verlogen.

x 1 #4


I
Zitat von meineMeinung:
Wie ist eigentlich der Beziehungsstatus des Anderen? Wenn er frei ist spricht doch nichts dagegen, deine Beziehung zu beenden, das ist der Drops doch ...
der andere ist frei...er will eine Beziehung mit mir, sagt er liebt mich etc.

#5


I
@Gorch_Fock Kinder waren nie fester Bestandteil meiner Lebensplanung. Sind sie auch heute nicht.
Er wiederum hat von Anfang an von Kindern gesprochen. Das Thema hatte ich bei dem ersten Gespräch auch angesprochen. Er meinte darauf hin das hätte er sich mittlerweile gedacht und würde für mich auf Kinder verzichten. Aber so etwas wie einen Kinderwunsch kann man sich nicht einfach über Bord werfen.

Zitat von DieSeherin:
und was ist mit der möglichkeit, die beziehung nicht komplett zu beenden, sondern erst mal räumlich zu trennen, damit ihr beide mal auf eigenen füßen ans leben herangeht? eigenverantwortung übenehmt?


Ja, an eine räumliche Trennung habe ich auch schon gedacht.

#6


W
Zitat von InnereUnruhe:
Also vll 4 Mal im Jahr.

Das ist eher eine platonische Beziehung. Dass Dir das nicht reicht wird aus Deinen Zeilen mehr als deutlich. Klingt eher nach Geschwisterebene für mich.
Von außen macht da doch eher No.2 Sinn
Zitat von InnereUnruhe:
2. Die Beziehung zu beenden, auszuziehen und uns beiden einen Chance auf etwas Neues zu lassen

Falls Du hier ein bisschen im Forum liest, wäre es eventuell auch ganz gut, einen Warmwechsel durchaus kritisch zu sehen, falls Du verstehst zwinkern

#7


Chrisi
Hm, Studium nicht abgeschlossen mit der derzeitigen Situation unzufrieden ( der Partner ist nicht der Partner) und eine befristete Arbeitsstelle.
Ich denke, der Ball liegt bei dir.
Plan machen und hinsetzen wie DU dein Leben gestalten würdest.
Geld für einen Neuanfang verdienst du gerade.

So, nun noch mal etwas korrigiert:
Dein Bauchgefühl scheint dich zu warnen bei dem Anderen dein Glück zu suchen.
Ich denke eher: Irgendwie kannst du für dich nichts vorweisen. Vielleicht bedrückt dich das? Im Außen nach Glück suchen mag effizient erscheinen, ist es aber nicht wirklich. Natürlich sehe ich auch, dass dich die Vergangenheit irgendwie entwurzelt hat.
Vielleicht in eine WG und das Studium zu Ende bringen und nebenher arbeiten? Heißt, sich nur auf sich konzentrieren und wenn sich was lockeres ergibt es auch locker sehen. Oder was würdest du einer Freundin von dir raten?

x 2 #8


I
Ich habe tatsächlich schon eine ganze Menge hier im Forum gelesen, was mich auch dazu veranlasst hat mich hier anzumelden.
Und japp ich verstehe was du meinst

#9


I
@Chrisi das mit dem Geld bzw Arbeit hat sich bei mir geregelt und ist nicht mehr das Problem

#10


P
Zitat von InnereUnruhe:
War schonmal jemand an so einem Punkt?
Wie seht ihr das so von außen?

Hallo,

ich seh es so, dass du erstmal mit dir selber klar kommen solltest. Nicht gleich von einer Partnerschaft in die nächste Partnerschaft springen.

Ich rate dir also, klär erstmal deine wohnliche und berufliche Sache vernünftig, komm zur Ruhe, wohne erstmal ne Weile auch dann alleine, um deine innere Ruhe zu finden.

Mit dem neuen Partner kannst du dich ja immer wieder treffen, gemeinsam auch mal übernachten, aber der Fokus sollte doch erstmal bei dir selber sein.
Nichts ist schöner, als ein geregeltes Leben mit sich alleine Smile Zumindest mal für eine Weile.

L G Pinkstar

#11


DieSeherin
Zitat von InnereUnruhe:
Er meinte darauf hin das hätte er sich mittlerweile gedacht und würde für mich auf Kinder verzichten.

puh, dann wäre es aber an der zeit ihn gehen zu lassen. auch, wenn er immer weiter um dich kämpft, du ihm immer wieder hoffnung auf ein gemeinsames leben machst... du blockierst ihn damit für eine frau, die ihn von herzen liebt, begehrt und mit ihm kinder haben möchte.

x 6 #12


I
Ich hab halt unendlich Schiss vor dem Moment an sich. Das war das letzte Mal schon so furchtbar.
Er ist so unfassbar lieb und hat das alles so nicht verdient.

#13


Chrisi
Zitat von InnereUnruhe:
@Chrisi das mit dem Geld bzw Arbeit hat sich bei mir geregelt und ist nicht mehr das Problem

Ja, liebe @InnereUnruhe das habe ich auch so verstanden.
Was ich aber dir empfehle ist ein Plan für dich, für die Zukunft. Du bist so gehetzt. Im außen. Nicht bei dir. Daher die Idee ein abgebrochenes Studium vielleicht zu Ende zu führen.

Und ja, eine Trennung auszusprechen ist auch für den, der sich trennen will schmerzhaft. Das erfordert Überwindung und auch Stärke. Aber es gibt keine softe Trennung. Da kann ich dich absolut verstehen.

x 1 #14


I
Was mir weiteres Kopfzerbrechen bereitet ist halt auch was man sagt, wieviel man sagt...Karten komplett auf den Tisch? Wobei ihn das wahrscheinlich noch fertiger machen würde...
Zudem mache ich mir auch Sorgen wie es dann mit ihm weiter geht. Er hat während unserer Zeit sämtliche Sozialkontakte außerhalb von Arbeit und Familie komplett schleifen lassen. Sich bei keinem seiner Freunde mehr gemeldet. Selbst bei seinem besten Kumpel war ich es am Ende die zum Geburtstag gratuliert hat etc. Hatte das bei einem der Gespräche auch angebracht, was bei ihm aber zu keiner Veränderung geführt hat.

#15


A


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