Ich habe zunehmend das Gefühl, dass ich bei meinem Freund immer der Sündenbock bin, wenn ihm etwas nicht passt.
Folgendes ist passiert:
Wir haben telefoniert und er war irgendwie stiller als sonst. Ich habe gefragt, ob alles okay ist, und er meinte, ja. Dann fragte er mich, ob ich heute zu ihm kommen möchte. Ich war etwas überrascht, weil wir gestern eigentlich noch anders geplant hatten und ich dachte, er hätte heute schon etwas vor.(jedenfalls wurde es bei ihm abgeat, deswegen hatte er so kurzfristig gefragt)
Außerdem wollte ich heute eigentlich noch duschen und meine Haare waschen, was ja auch etwas Zeit braucht, und die Strecke zu ihm sind immer etwa 30 km. Als ich ihm das gesagt habe, meinte er plötzlich, er habe das Gefühl, dass ich ihn nicht vermisse und ihn nicht liebe.
Daraufhin habe ich gesagt, dass das nicht stimmt und ich meistens diejenige bin, die den Aufwand betreibt und zu ihm fährt, und dass ich darauf nicht immer Lust habe. Das hat aber nichts damit zu tun, dass ich ihn nicht liebe oder nicht vermisse.
Dann meinte er, dass meine Arbeitsstelle ja in seine Richtung liegt – was auch stimmt – und dass er an meiner Stelle jeden Tag zu mir kommen würde, weil es für ihn einfacher wäre. Ich habe aber noch Katzen und Kaninchen zu Hause und lasse sie nicht gerne ständig lange allein. Gestern war ich zwar auch zu Hause, musste aber noch Dinge für die Arbeit erledigen.
Was mich einfach oft ermüdet, ist die Strecke. Ich habe zwar ein Auto und er nicht. Deshalb habe ich auch vorgeschlagen, dass er doch mal zu mir kommen könnte. Daraufhin meinte er nur: „Auf gar keinen Fall.“ Für ihn würde das keinen Sinn machen, weil er mit Zug und Bahn fahren müsste und das fast zwei Stunden dauern würde.
Um nachzugeben, habe ich dann gesagt, dass ich trotzdem kommen könnte – aber erst abends. Daraufhin meinte er: „Du brauchst schon gar nicht mehr kommen, man hört ja, dass du keine Lust hast.“ Ich habe dann gesagt: „Okay, ich habe es angeboten.“
Dann erzählte er noch, dass er sich eine teure Sache gekauft hat, die kaputt angekommen ist, und dass er deshalb auch schlechte Laune hat und schauen muss, wie er das klärt. Er sagte außerdem, dass er jetzt nicht mehr mit mir diskutieren möchte und spazieren gehen wird, um über alles nachzudenken.
Trotzdem hat er mir weiterhin Vorwürfe gemacht: dass ich ihm egal wäre, dass man merke, dass ich ein Einzelkind sei usw. Irgendwann ist es dann etwas eskaliert, weil ich mich verteidigt habe. Da meinte er zu mir, ich solle die Klappe halten. Daraufhin habe ich gesagt, dass er mir bestimmt nicht den Mund verbieten kann.
er hat in einer streitsituation auch schon einma "halt die fresse zu mir gesagt" aber bei einem anderen streit uun mich einmal auch sehr laut angeschrien.
ichbin der meinung so wie er sich verhält, dann brauche ich auch nicht zu ihm zu fahren auch wenn er sich im nachhinein entschuldigt.
Am Ende sagte er noch: „Wenn du heute vorbeikommen willst, dann komm. Wenn nicht, dann nicht.“ Für mich klang das aber eher so, als würde ich ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn ich nicht komme.
Ich wette nämlich: Wenn ich heute nicht fahre, wird er morgen sauer sein und sagen, wie es sein kann, dass ich in so einer Situation nicht für ihn da bin, wo es ihm doch so schlecht geht – obwohl er mich vorher so runtergemacht hat.
er meint auch dass er seiner meinung nach mehr gibt als ichihm. was gar nicht stimmt meiner meinung nach
neues Update:
Gestrn ist der Streit wegen der Sache von gestern ziemlich eskaliert. Er hat mir deutlich gesagt, dass ich seiner Meinung nach auf seine Gefühle „sch.“ und ihn nicht ernst nehme. Er hat das Gefühl, dass ich ihn nicht mehr so liebe wie am Anfang unserer Beziehung.
Er hat sich dabei nochmal auf gestern bezogen. Gestern bin ich zu ihm gefahren, aber ich war schon ziemlich müde, als ich spät abends bei ihm angekommen bin. Nach etwa drei Stunden bin ich auch schon eingeschlafen (wir waren da aber noch was essen). Am nächsten Tag meinte er dann, dass er das nicht gut fand, weil er das Gefühl hatte, nichts von mir gehabt zu haben. Ich habe ihm erklärt, dass ich einfach sehr müde vom Tag war.
Daraufhin ging es wieder los. Er meinte erneut, dass er nicht das Gefühl hat, dass ich ihn liebe und dass ich ihm nicht richtig zuhöre, weil er ja über seine Gefühle spricht,wie es ihm geht. Für ihn wirkt es so, als würde ich nur widersprechen und mich verteidigen. Für mich fühlt es sich allerdings so an, als würde immer ich an allem schuld sein. Ich bin müde, gehe früh schlafen – und am Ende bin ich die Schuldige.
Dann meinte er, wenn ich so müde sei, solle ich lieber zu Hause bleiben. Ich habe daraufhin gesagt, dass er dann doch auch wieder sauer wäre, wenn ich gar niht kommen würde. Er meinte jedoch, er könne nicht nachvollziehen, warum ich müde bin, weil ich ja schon um 14 Uhr Feierabend habe (ich musste halt die letzten wochen ,wochenlang für klausuren für eine weiterbildung lernen).
Ich habe mich die ganze Zeit verteidigt, weil ich mich angegriffen gefühlt habe. Irgendwann meinte er dann, dass wir auch nicht mehr zusammen sein müssten und dass er nicht weiter diskutieren will. Ich habe ihn gefragt, ob er das ernst meint und ob er Schluss machen möchte.
Während des Streits hat er mich auch wieder beleidigt. Er meinte sogar, er würde mir am liebsten eine „schallern“, aber er würde das natürlich nicht tun, weil er keine Frauen schlägt.
Nach diesen Beleidigungen habe ich meine Sachen genommen und wollte seine Wohnung verlassen. Doch er stellte sich vor die Tür und ließ mich nicht durch. Er hat mich nachgeäfft und zu allem, was ich gesagt habe, einen dummen Kommentar gemacht. Er meinte, er lässt mich jetzt nicht raus, weil ich mich genauso fühlen soll, wie er sich fühlt – als würde ich auf seinen Gefühlen herumtrampeln. Dabei hatte ich auch noch einen Termin.
Irgendwann ist er dann emotional zusammengebrochen und hat angefangen zu weinen.Mir tat er in dem Moment sehr leid Ich habe ihn trotzdem getröstet, und er hat sich für sein verhalten entschuldig. Vielleicht habe ich ihn mit meiner Art wirklich verletzt oder ihm nicht richtig zugehört.
Nachdem er sich beruhigt hatte, haben wir nochmal versucht zu reden. Er meinte, dass er auch deshalb geweint hat, weil er über sich selbst erschrocken war, wie er sich verhalten hat mir gegenüber. Er sagte, das läge an seiner vorherigen Beziehung. Seiner Meinung nach erinnere ich ihn in manchen Charakterzügen an seine Ex-Freundin – zum Beispiel daran, dass ich angeblich ignorant sei oder seine Gefühle nicht ernst nehme.
Er meinte außerdem, wenn wir es noch einmal versuchen sollten, dürfe ich es mit meiner Art nicht wieder so weit kommen lassen, dass er so ausrastet.
Daraufhin habe ich ihm gesagt, dass ich nicht seine Therapeutin bin, sondern seine Freundin. Seine Antwort war jedoch: Doch, ich sei auch seine Therapeutin – diejenige, die ihn „heilt“ und dafür sorgen soll, dass er nicht wieder so wird.
Und ganz ehrlich: Das klingt für mich einfach nach totalem *beep*.
Ich meinte , er solle doch wirklich therapeutische hilfe nehmen, aber das hat er gar nicht angenommen. Jedenfalls meinte ich auch , dass ich mittlerweile angst vor seinen ausraster habe und aktuell auch nicht mit ihm zusammen ziehn könnte. Dann meinte er , das er sehr erschrocken ist und das am wenigsten il, das jemand angst vor ihm hat, ja ddas war der aktuelle stand. Das hat sih dan irgenwie aufgelöst und jetzt brauche ich zeit zum nachdenken
wie seht ihr sowas?